Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 75

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1sondern auch zugleich einen stärkeren und kräftigeren Ton besitzen. Einige Violinen, an welchen Nikolaus mit besonderer Vorliebe gearbeitet zu haben scheint, sind wahreaste Meisterstücke der Bautenmacherkunst. Das seltsamste in der Sammlung des Grafen Cozio de Salabue zu Mailand befindliche Instrument mit der Jahreszahl 1668 ward wegen seiner Verwölkommung im Einzelnen, wegen der Reinheit und des Kraftvollen seines Tonres als ein Wunder betrachtet. Nicht minder berühmte Geigen dieses Meisters besaß der Graf Castell Barco; ebenso ist die Geige des Virtuosen Alard eines der besten Instrumente, die aus den Händen des Nikolaus Amati hervorgingen.
3Nikolaus hatte von seiner Eutretia zwei Söhne, Hieronymus und Johann Baptist. Der Letztere, geboren am 13. Aug. 1687, ward Priester und starb um das Jahr 1706; der Erstere, geboren am 26. Februar 1649, erlernte die Kunst des Vaters und folgte diesem nach. Er wählte zu seinen Geigen eine etwas größere Form, war aber viel weniger sorgfältig in seiner Arbeit, als die andern Amati, und stand weit unter seinem Vater. Auch hat er wenig geschaffen. Man kennt von ihm eine Geige, welche die Jahreszahl 1672 hat und eine seiner letzten Arbeiten ist. Dieser Hieronymus war der letzte Künstler des Namens Amati.
5Die Schüler, welche Nikolaus Amati gebildet hat, sind: Hieronymus, sein Sohn, Andreas Guarnierius, Paolo Granteino und Antonio Stradivari. Außerdem gibt es noch zahlreiche Meister, welche als der Schule der Amati angehörig zu betrachten sind. Wir werden dieselben bei ihren betreffenden Wohnorten aufführen.

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