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Scan 76
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Im Vorangehenden haben wir gesagt, welche Resultate die großen Geigenmacher aus der Schule von Brescia und die Amati erzielt. Ein stetiger Fortschritt ist darin unverkennbar, wiewohl das Höchste noch keineswegs erreicht ist. Die Instrumente von Gasparo di Salo und von Maggini haben eine großartige Tonfähigkeit; einen majestätischen und durchbringenden, aber verschleierten und melancholischen Ton; in denjenigen von Nikolaus, dem Geschicklichsten der Amati, ist der Ton rein, hell, lieblich, aber von geringer Intensität. Das Kräftige, Markige und die Anmut, vereinigt mit der Klarheit, dem Glanz und der vibrierenden Gewalt, das war die noch zu lösende Aufgabe, und diese vollbrachte auf eine bewunderungswürdige Weise.
3Antonio Stradivario, der weitaus größte aller Geigenmacher. Er stammt aus einem sehr angefahenen Geschlechte, dessen in den Annalen Cremona's schon um 1127 Erwähnung geschieht. Sein Geburtstag ist unbekannt, aber das Jahr seiner Geburt ist, fast durch Zufall, ermittelt worden. Unter den Instrumenten des Grafen Cogio di Salabue befand sich nämlich eine Geige von Stradivari, in welche der Berfertiger sein Lebensalter, 92 Jahre, und das Datum 1786 eigenhändig eingezeichnet hat; somit ist Stradivario im Jahre 1644 geboren.
5Schüler des Nikolaus Amati, fabrizierte er vom Jahre 1667 an, d. h. in einem Alter von 23 Jahren, einige Geigen, in denen er die Formen seines Meisters genau nachahmte und in welche er das Etiquette des Nikolaus hestete. Erst 1670 fing er an, seinen eigenen Namen auf seine Instrumente zu setzen, jedoch arbeitete
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