Books › Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864 › scan 77
Scan 77
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
2 lines. Read by computer on 1 October 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1er bis 1690: wenig, und sein Biograph: Dailliaume ist der Meinung, daß er sich in dieser Zeit mehr mit Versuchen und Nachbauen über seine Kunst abgab, als mit Arbeiten, die auf den Handel Bezug hatten. Die Instrumente dieses Zeitraumes sind von denenjenigen des Nikolaus Amati in jeder Hinsicht nur wenig verschieden. 1690 ist der Zeitabschnitt, der die Übergangsperiode in den Arbeiten Stradivario's bezeichnet. Er fing an, seinem Modell mehr Fülle zu geben, die Wölbung und die Größenverhältnisse zu vervollkommnen und die Holzstärke aufs Genaueste zu bestimmen. Sein Fertig gewinn mehr Feuer; mit einem Worte, seine Instrumente gewähren einen anderen Anblick. Da man indes immer noch Ueberlieferungen aus der Schule der Amati findet, so bezeichnen die heutigen Instrumentenmacher die Erzeugnisse dieser Periode mit dem Namen „amatiähnende“ Stradivario's. Erst um 1700, als Stradivarius bereits sein 56. Lebensjahr erreicht hatte, zeigte sich das Talent des Meisters in seiner ganzen Kraft, und die Instrumente, die von dieser Zeit an bis 1725 entstanden, sind ohne Ausnahme von einer unerreichten und vielleicht auch unerreikbaren Vollkommenheit. Er macht jetzt keine Versuche mehr, sondern, überzeugt von dem was er tut, überträgt er in die kleinsten Einzelheiten die vollkommenste und kostbarste Genauigkeit. Zu Resonanztasten verarbeitet er nur ausgezeichnet schönes und sehr Narbfähiges Holz und zwar in der Weise, daß die engeren Jahrringe in die Mitte der Decke zu liegen kommen. Die Wölbung ist die geringste von allen italienischen Meistern, und beträgt nur 1/2 Zoll-Höhe, dagegen haben die Tasten eine um so beträchtlichere Dicke, um
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.