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Scan 84
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1Joseph Guarnierius, ältester Sohn des vorigen, arbeitete von 1690—1730. Obwohl Schüler des Andreaks, befolgte er doch das Muster desselben nicht, sondern näherte sich mehr dem Stradivario, dessen Zeitgenosse er war. Später nahm er die Art und Weise seines berühmten Vetters Joseph an. Obwohl er in dem Patron und in den Einzelheiten seiner Arbeit sich nicht gleich geblieben ist, haben seine Instrumente dennoch gute Eigenschaften und sind im Handel sehr geschätzt.
3Peter Guarnierius, zweiter Sohn des Andreaks und Bruder des vorhergegangenen, fabrikierte von 1690—1725. Seine ersten Produkte sind von Cremona datirt; später etablierte er sich in Mantua, wo er eine große Anzahl von Instrumenten versorgte, denen man aber eine zu hohe Wölbung und den Mangel sorgfältiger Arbeit zum Vorwurf macht.
5Ein anderer Peter Guarnierio ist der Sohn von Joseph und Enkel des Andreaks. Man hat von ihm Instrumente, welche aus Cremona datirt sind von 1725—1740. Seine Arbeiten gleichen denjenigen seines Vaters, dessen Schüler er war; jedoch haben sie weniger Dollenbung.
7Der größte Künstler dieses Namens ist Joseph Anton Guarnierio, in Italien gewöhnlich Giuseppe bei Gesu genannt, weil er vielen Etiquetten seiner Geigen das Zeichen IHS beiseite. Er ward geboren am 8. Juni 1683 zu Cremona und sein Vater Johann-Baptist war ein Bruder des Andreaks Guarnierio, was denn auch die Etiquettes seiner Geigen: „Joseph Guarnierius, Andreas nepos“ andeuten. Johann-Baptist.
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