Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 242

Die violine und ihre meister, 1904

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1gleichfalls in London, veröffentlicht. Aus ihm teilt Burney im 4. Bande seiner Musikgeschichte eine Allemande Balzars mit. Eine andere Sammlung Balzarscher Kompositionen unter dem Titel „Sonatas for a lyra (?) Violin, Viol da Gamba and Bass“ soll sich im Besitze Brittons, jenes Londoner Kohlenhändlers befunden haben, der ein eifriger Musikliebhaber war und nähere Beziehungen zu Händel unterhielt. Etwas später als Balzar trat Johann Fischer auf. Geb. Mitte des 17. Jahrhunderts in Schwaben (es ist weder sein Geburtsort noch der Name seines Lehrers bekannt), galt er zu seiner Zeit als ein vorzüglicher Violinvirtuose. Er gehört zu den ersten namhaften Geigern Deutschlands, die auf besondere Wirkungen durch Umstellung der Saiten, die sogenannte Scordatura, bedacht waren. Schon in jungen Jahren kam Fischer nach Paris, wo er bei Lully als Notenschreiber Beschäftigung fand. Die dadurch gewonnene nähere Bekanntschaft mit Lullys Kompositionen war von wesentlichem Einfluß auf sein eigenes Schaffen. 1681 wirkte Fischer an der Barfüßerkirche zu Augsburg. Aber schon im folgenden Jahr begab er sich auf Reisen, die ihn durch Deutschland, wo wir ihn 1685 am Hofe zu Anspach finden, und nach den russischen Ostseeprovinzen führten. Dann trat er 1701 für einige Jahre als Kapellmeister in die Dienste des Schweriner Hofes, durchwanderte hierauf Dänemark und Schweden und kehrte schließlich nach Deutschland zurück, um in Schwedt als markgräflicher Kapellmeister zu fungieren. Dort starb er angeblich 1721 im Alter von 70 Jahren. Von seinen Kompositionen, bestehend in Solos für die Violine und Viola, Ouvertüren, Tänzen und dergl. mehr, scheint nur wenig auf unsere Zeit gekommen zu sein.
3Nächst Fischer ist Johann Jacob Walther (Walter) zu nennen. Geboren 1650 (nach Gerber) in dem Dorfe Witterda bei Erfurt, soll er das Violinspiel von einem Polen, dessen Bedienter er angeblich war, gelernt haben. Walther trat weiterhin 1676 als Violinist in kursächsische Dienste, vertauschte aber später (1688) diese Stellung mit der eines italienischen Sekretärs am kurmainzischen Hofe. Aus der Zeit seines Dresdner Wirkens ist ein Werk für Violine von ihm vorhanden, welches folgenden Titel führt: „Scherzi da Violino

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