Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 243

Die violine und ihre meister, 1904

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1solo, con il Basso Continuo per l’Organo ô Cimbalo, accompagnabile anche con una Viola ô Leuto, di Giovanni, Giacomo Valther, Primo Violinista di Camera di sua Altezza Elettorale di Sassonia MDCLXXVI“. Diese „Scherzi“ bestehen aus 12 mit bezifferten Bässen versehenen Violinkompositionen, welche in bunter Mischung bald an die Suitenform (Sonata da camera), bald an die Variationenform erinnern. Acht davon sind ausdrücklich vom Autor mit der Bezeichnung „Sonata“ versehen, was hier einfach mit „Spielstück“ zu übersetzen ist, da eine bestimmtere formelle Anordnung, wie bei den Italienern, sich nicht geltend macht. Die meisten derselben enthalten drei bis vier einzelne, großenteils in ein und derselben Tonart stehende Stücke von oft wechselndem Zeitmaß. Nicht selten ist es bei Walther eine Reihe einzelner, aphoristischer Tonsäckchen, die das Ganze ausmachen, ähnlich wie in dem „Capriccio stravagante“ Farinas. Doch unterscheiden sich diese Arbeiten ganz wesentlich von den Erzeugnissen des eben genannten Italieners. Denn nicht nur, daß sie eine größere Mannigfaltigkeit an Spielarten in verschiedenen Figuren (der Umfang derselben ist bereits bis g hinaufgerückt), Doppelgriffen, Akkorden und Arpeggios zeigen, sie offenbaren auch bereits das Streben nach jener subjektiven, individuellen Art des Ausdrucks und der komplizierten Gestaltungweise, die den deutschen Geist überhaupt charakterisiert. Hierin gründet sich indes das Hauptinteresse an den Waltherischen Musikstücken, denn in künstlerischer Hinsicht sind sie völlig unergiebig. Der Satz ist pedantisch steif, unbeholzen in rhythmischer, eckig in modulatorischer, schwerfällig und unfrei trocken in melodischer Hinsicht. Es fehlt mit einem Wort jener Formen- und Schönheitssinn, welcher sich, ganz der Eigenart der Italiener entsprechend, in deren gleichzeitigen Kompositionen nicht verkennen läßt.
3Von den übrigen vier Stücken dieses Waltherischen Opus sei nur noch das eine erwähnt, welches die Überschrift „Imitazione del Cucu“ trägt. Der Ruckucksruf ist in der ganzen, aus mehreren Abschnitten bestehenden Piece ab und zu eingeslochten. Doch würde man dies keineswegs überall merken, wenn nicht jedesmal das Wort „cucu“ gewissenhaft hinzugefügt wäre, — ein Seitenstück zu jenen alten Gemälden, auf welchen den Figuren beschriebene Zettel aus dem

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