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Scan 256
Die violine und ihre meister, 1904
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1consistant en Sonates, Chaconnes etc., avec accomp. de deux Violons et basse continue.
3Wenn Strungk als fertiger Künstler das italienische Musikleben auf sich wirken ließ, so verdankte Daniel Theophil Treu (auch Fedele genannt), geb. 1695 in Stuttgart, Schüler von J. S. Rüsser, demselben geradezu seine Ausbildung. Er wurde vom Herzog von Württemberg nach Venedig geschickt, um dort unter Bivaldis Leitung das Violinspiel zu studieren. Vom Jahre 1727 ab stand er dann in Prag den Orchestern mehrerer vornehmer Kunstmäceme vor, ging aber später (1740) in die Dienste des schlesischen Grafen Schaffgotsch nach Hirschberg.
5Über die Lebensumstände Treus finden sich weitläufige, doch für das künstlerische Wirken dieses Mannes völlig unergiebige Mitteilungen in Gerbers altem Tonkünstlerlexikon. Hier sei nur noch erwähnt, daß er als Tonsetzer sich hauptsächlich der Bühne widmete.
7Ein anderer gleichzeitiger deutscher Violinspieler von Bedeutung, dessen musikalische Richtung durch italienische Einsflüsse bestimmt wurde, war Johann Adam Birckenstock, geb. 19. Februar 1687 zu Alsfeld im Darmstädtischen. Sein Vater erhielt 1700 einen Ruf als Architekt nach Kassel, wo Ruggiero Fedeli Hofkapellmeister war. Der regierende Landgraf, alsbald auf das Talent des jungen Birckenstock aufmerksam gemacht, ließ ihm die Vergünstigung eines fünfjährigen Musikunterrichtes unter Leitung des genannten italienischen Künstlers zu teil werden. Die Fürsorge des Landesherrn für seinen Schützling ging aber noch weiter: er schickte ihn zu fortgesetzter Ausbildung im Violinspiel auf ein Jahr zu Bolumier nach Berlin, hierauf für einen gleichen Zeitraum zu Fiorelli (nicht zu verwechseln mit dem späteren Geigenmeister Fiorillo) nach Bayreuth, und schließlich auch noch nach Paris, wo er bei einem Violinisten namens de Val ein und ein halbes Jahr studierte. Bei seiner 1709 erfolgten Rückkehr aus der französischen Hauptstadt wurde er sogleich in der Kasseler Kapelle angestellt, welcher er von 1721 ab als erster Violinist angehörte. Im folgenden Jahre begab er sich für einige Monate nach Amsterdam. Sein dortiger Aufenthalt, während dessen er 12 Violinsonaten mit Bass als Op. 1 erscheinen ließ, hätte ihn beinahe nach Lissabon
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