Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 259

Die violine und ihre meister, 1904

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1direktor nach Hamburg. Hier wirkte er bis zu seinem, am 25. Juni 1767 erfolgten Tode.
3Wir haben vorstehend das Material zusammengestellt, welches über die deutschen Violinisten von Mitte des 17. bis ins 18. Jahrhundert hinein vorhanden ist. Allenfalls wäre hier noch Georg Muffat (16 . .—1704) zu erwähnen, der zwar Organist war, aber in seinem „Suavioris harmoniae instrumentalis hyporhematicae florilegium“ (1695 und 98, neu herausgegeben in den „Denkmälern der Tonkunst in Österreich“ Bd. I und II) Orchestersuiten für Streichinstrumente und wertvolle Anweisung für das Spiel derselben und die Ausführungen der Verzierungen (in vier Sprachen) gibt.
5Es sind noch einige Violinisten des Namens Muffat bekannt, von denen wir aber kaum mehr als die Namen wissen. Sie folgen hier. Friedrich, um 1723 Stabkammerviener und Hofmusiker in Mannheim, Gottfried, Violinist an der Wiener Hofkapelle vom 1. Juli 1701—1709, da er starb, Johann, an der Wiener Domkapelle vor 1740, endlich Johann Ernst, unter Joseph II. an der Wiener Hofkapelle, entlassen, 1730 neu angestellt, am 25. Juni 1746, im Alter von 48 Jahren, gestorben. (Eitner, D.-L.)
7Weiterhin wird eine größere Verbreitung des kunstgemäßen Violinspiels auch in Deutschland bemerkbar, doch auf andere Weise, wie in Italien. Zunächst sorgte dafür, in freilich mehr handwerklichem Sinne, das „Stadtmusikantentum“, jene aus den zunftartigen musikalischen „Brüderschaften“ 1) hervorgegangene Institution, die dem modernen gewerbsfreiheitlichen Prinzip zufolge in neuerer Zeit fast ganz verschwunden ist. Jede deutsche Stadt von einiger Bedeutung besaß eine sogenannte Kunstpfleiferei, deren Leiter, der Stadtmusikus, das Privilegium hatte, junge Leute auszubilden, und mit ihnen in einem gewissen Distrikt nach Erfordernis und Belieben Musik zu machen. In seinem Bezirk war er befugt, den gewerbsmäßigen Musikbetrieb zu verbieten. Die Stadtpfleifereien standen in Deutschland, wie uns Joh. Adam Hiller in seinen „Lebensbeschreibungen berühmter Tonkünstler“ sagt, zu Ende des 17. Jahrhunderts schon in
91) Vergl. S. 217 f.

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