Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 318

Die violine und ihre meister, 1904

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1Violinspiel 1). Dieses vervollkommnete er, als er von Brünn nach Wien gegangen, bis zu ungewöhnlichem Grade, und bald sammelte sich um ihn eine Schar Lernbegieriger, denen er bei seinem Kapellmeisterdienst beim Fürsten Lobkowitz ein hochgeschätzter Mentor wurde. Seine Maximen hat er in einem kurzgefassten „Violin-Fondament“ von nicht mehr als 18 Seiten niedergelegt, welches sich als ein schwacher Nachhall der Mozartschen Schule erweist. Bemerkenswert ist darin der ausdrückliche Hinweis auf die Anlehnung an die Hauptmeister der italienischen Schule. Nachdem er die „Violinexempel von Fux“ zur Übung empfohlen hat, sagt er: „Mitunter können auch andere Galanterie-Beispiele, um den Schüler bey dem Geschmack zu erhalten, angewendet werden. Da aber die gebundene Art die vorzüglichste ist, so sollen die Schüler dazu am meisten verhalten werden. Hierin wird ihnen der unsterbliche Corelli und Tartini den wesentlichsten Dienst einstweilen verschaffen“.
3Wranițky hat einiges für Violine komponiert, darunter die ehemal dem sehr beliebten Variationen über das Thema: „Ich bin lieberlich“ &c., die mit allerhand Virtuosenstückchen ausgeputzt sind. one of two readings
4Wranitzky hat einiges für Violine komponiert, darunter die ehemals sehr beliebten Variationen über das Thema: „Ich bin lieberlich“ &c., die mit allerhand Virtuosenstückchen ausgeputzt sind. one of two readings
6Unter seinen zahlreichen Schülern gelangten zu größerer Geltung Türke und Schuppanzigh. Namentlich war es der zweitgenannte, schon aus Beethovens Leben bekannte Künstler, welcher sich bedeutendes Ansehen als Violinist in und außerhalb Wiens errang. Er tat sich indes vorzugsweise als Konzertmeister und Quartettspieler hervor. In letzterer Beziehung galten seine Leistungen lange als Muster für Auffassung und entsprechende Darstellung der betreffenden Kunstgattung. Schuppanzigh erwarb sich das Verdienst, die Quartettmusik durch regelmäßige Aufführungen zuerst in die Öffentlichkeit eingeführt zu haben, womit er in tonangebender Weise allen gleichartigen Unternehmungen anderer Städte voranging. Der Beginn dieser Quartettakademien fällt in das Winterhalbjahr 1804—1805.
81) Sein Lehrer war sein älterer Bruder Paul (geb. 30. Dez. 1756 in Neu-reisch, gest. 28. September 1808 in Wien, Schüler von J. Kraus, Violinist der Esterhazyschen Kapelle unter Haydn, von 1785 an Hofoperkapellmeister in Wien, ein tüchtiger Violinist und fruchtbarer Komponist (Riemann, Musik-Lexikon).

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