Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musical Courier 1894-11-21: Vol 29 Iss 767, 1894

40 lines. Read by computer on 20 September 2026. Printed page 53. See the scan on archive.org.

1besseren Rathgeber für ihre Interessen auf dem amerikanischen Markte finden als die "Musical Courier Company," 19 Union Square, New York, die gern bereit ist über all die einschlägigen Verhältnisse durch ihre deutsche Geschäftsstelle in Leipzig, Elsterstrasse 27, jedwede Auskunft zu geben.
3ALLGEMEINE RUNDSCHAU.
5Das Jahr 1893 ist im Allgemeinen kein besonders günstiges für die Musikinstrumentenindustrie gewesen, wenn man auf einem Globus die guten Absatzgebiete mit roth, die schlechten mit schwarz und die mittelmässigen mit grau anmerken wollte, die Weltkugel würde aussehen als wäre sie in einen Trauerflor gehüllt. Die verschiedenen Zollkriege haben den Handel in Europa sehr geschwächt. Der russische Handelsvertrag ist noch zu neu, um bereits die erwarteten goldenen Früchte zu tragen. So bleibt den strebsamen Industriellen nur der überseeische Export, und wie es mit demselben in den vergangenen zwölf Monaten bestellt war geht aus den übereinstimmenden Berichten der verschiedener Handelskammern hervor, die wir hier kurz zusammenfassen.
7Die Ausfuhr nach den südamerikanischen Freistaaten hat sich durchaus nicht gehoben. Die immer wiederkehrenden politischen Unruhen und die zahlreichen Umwälzungen in der Gesetzgebung und Vertretung im Auslande lähmen jeden Verkehr. Die Sorge um die nächste Zukunft drängt naturgemäss die Kauflust zurück. Selbst wo Ordres ertheilt werden, ist an eine Ausführung kaum zu denken, da die betreffenden Augenblicksregierungen Niemanden Vertrauen einflössen und keine Garantie für die Rechtsgültigkeit der abgeschlossenen Verträge bieten. Die Sendungen dorthin sind deshalb kaum nennenswerth. Brasilien macht allerdings in einzelnen Geschäftszweigen, z. B. Pianos, eine rühmliche Ausnahme. Dies ist aber selbstverständlich bei einem Reiche, von dessen gebildeten Einwohnern mindestens 5 Procent Deutsche sind.
9Das australische Geschäft hat sich gegen das Vorjahr ebenfalls nicht gebessert. Hier lag die Schuld an den monatlangen, grossen Streicks und dem niedrigen Silbercours. Derselbe ist wohl auch die Ursache, dass bei den wenigen Bestellungen meistens billige Waare verlangt wird, während die besseren Instrumente auf Lager bleiben. Die wenig glänzende Lage des Orients ist bekannt. Unsere Fabrikanten und Exporteure zögern lange bei den sich darbietenden Verbindungen, ehe sie darauf eingehen. Sie haben zu schlimme Erfahrungen gemacht. Wenn auch das Risico nach Indien und dem weiteren Ost- und Südasiens nicht so gross ist, so haben die dort beschickten Plätze sich doch nicht als die erhoffte Geldquelle bewährt. Afrika ist trotz aller Forschungs- und Handelsexpeditionen für die grosse Mehrheit unserer Industriellen terra incognita geblieben, auf der sich hervorzuwagen ihnen ein zu kostspieliges Experiment dünkt; anderseits werden sie hart von der englischen, französischen und holländischen Konkurrenz bedrängt, was die Preise wesentlich beeinflusst, ja zum Theil jeglichen Verdienst illusorisch macht.
11So bleiben neben einzelnen Inselgruppen Polynesiens, etc., nur die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika als Absatzgebiet. Aber selbst hier stösst der deutsche Markt auf Schwierigkeiten manichfacher Art. Der Schaden, den die frühere McKinley Bill gebracht hat, ist ein unberechenbarer, von den langwierigsten Folgen begleitet. Es wird der ganzen Spannkraft unserer deutschen Exporteure bedürfen, wenn sie in dem harten Kampfe drüben siegen wollen. Die Beliebtheit, welcher sich die deutschen Fabrikate aber jederzeit erfreut haben, lässt mit Bestimmtheit erwarten, dass die Ausfuhr nach Amerika in kürzester Zeit wieder in voller Blüthe steht. Dies gilt in erster Reihe von den Pianos, trotz der vielfach verbreiteten Ansicht: Die Amerikaner bedürften unserer Instrumente nicht mehr, da sie selbst gleich gute fabrizirten. Die alten eingeführten Firmen behaupten nicht nur ihren Rang, sondern es treten auch neue hinzu, denen es, dank der gelieferten gediegenen, preiswerthen Waare bald gelingen wird festen Fuss zu fassen.
13Dasselbe kann von der Herstellung von Pianoforte-Bestandtheilen gesagt werden. Auch hier waren im Vorjahr wenig glänzende Resultate zu verzeichnen, doch ist gegründete Aussicht auf ein rapides Zunehmen des Geschäfts vorhanden.
15Die Production von mechanischen Musikinstrumenten, namentlich Symphonions und Polyphons, hat wiederum stark an Umfang zugenommen, ja es konnte in einzelnen Fällen nicht einmal der Nachfrage genügt werden. Die neu unter den verschiedensten Gestalten eingeführten Music-Automaten fanden günstige Aufnahme und gehen bestimmt noch einer grossen Zukunft entgegen. Die Schweizer Musikwerke mit bestifteten Walzen, Hauptconcurrentzartikel, wurden immer weniger verkauft. Ihre Tage scheinen gezählt.
17"ALTE" VIOLINEN.
19Unter dieser Spitzmarke machte folgende Notiz die Runde durch verschiedene deutsche Fachzeitschriften und Localblätter: "Ein die Täuschung der Käufer erleichtender 'Fabrikgebrauch' hat sich im Geigenbau eingebürgert und mahnt zur Vorsicht beim Ankauf 'alter' Violinen. Eine Fabrik von Musikinstrumenten in Sachsen bezeichnet ihre künstlich alt gemachten Fabrikate eingestandenermassen mit Etiquetten, welche auf anscheinend altem Papier mit alten Typen gedruckt die Worte tragen: 'Antonius Stradiarius Cremonensis—Faciebat Anno 1712.' Die Zwölf der Jahreszahl ist mit verblasster Tinte handschriftlich zugefügt. Der Zettel trägt den Stempel des berühmten Cremonenser Geigenbauers, das A S mit dem Kreuz. Die Fabrik verkauft solche Instrumente zu einem Preise, der dem Werthe des Fabrikates entsprechen dürfte. Durch einen derartigen 'Fabrikgebrauch' kann aber sehr leicht dem Schwindel Thür und Thor geöffnet werden, wenn derartig wahrheitswidrig bezeichnete Geigen in die Hände unreeller Personen kommen." Wir können uns der "Zeitschrift für Instrumentenbau" anschliessen, welche hierzu schreibt: "Wir glauben zwar kaum, dass sich ein Geigenkenner durch solche Falsificate täuschen lässt, aber es giebt doch so viele Nichtkenner, die leider auf intimate business relations in all the North American States. The readers of our paper cannot find a better councillor for their respective interests in the American market than THE MUSICAL COURIER COMPANY, 19 Union square, New York, which will gladly give all desired information through the Liepsic office, Elsterstrasse 27.
21GENERAL REVIEW.
23The year 1893 has not been especially satisfactory to the musical instrument industry. Were the good trade districts marked in red on a globe and the poor ones in black, the two hemispheres would look as if clothed in mourning. The various tariff fights have weakened trade in Europe. The Russian treaty of commerce is too recent to realize the golden expectations formed. Nothing then remains to the active trader other than the transatlantic export trade, the condition of which during the past twelve months is clearly shown by unanimous reports of the different chambers of commerce, which we will here shortly chronicle.
25The export to the South American republics has not improved. The periodical political revolutions, the many changes in the legislatures and foreign representation are a drawback to all commerce. Anxiety for the future places any desire toward purchases in the background. Even where orders have been sent, acceptance of the same cannot be thought of, as these governments of a day are not calculated to give confidence, nor is there any guarantee for the lawful value of the contracts. The exportations there are therefore hardly worthy of notice. For Brazil we must make an exception in some branches of trade, notably pianos. But this may be expected in a state where at least 5 per cent. of the intelligent inhabitants are Germans.
27The Australian trade, compared with the previous year, has not improved. The cause of this must be sought for in great strikes and the low silver value. This is probably the cause that the few orders received are for cheap goods, while the higher class instrument remains in stock. The poor condition of the Orient is known. Our manufacturers and exporters hesitate to accept orders before filling the same; they have met with sad experiences in that direction. Although the risk is not so great in India, East and South Asia, the places to which goods were sent failed to prove the hoped-for gold mines. Africa, in spite of the many expeditions of discovery and commerce, is for the great majority of manufacturers an unknown territory which they dare not think of entering. On the other side the English, French and Dutch competition is too great, influencing the prices and making profits illusionary.
29Apart from the Polynesian Islands there remains as a place for exports only the United States of America. But even here the German market meets with drawbacks of all sorts. The damage the late McKinley bill brought will be felt a long while. It will need all the grit of our German exporters to conquer over there in the hard fight. The favor which German ware has always enjoyed gives us legitimate reasons to assert that before long exportation will again be in full bloom. In the first line this will affect the piano trade, in spite of the widespread belief that the Americans do not need our pianos any more, as they manufacture them equally good. The old established firms not only maintain their positions, but new ones are also establishing themselves, and, thanks to the excellent and praiseworthy goods they furnish, will soon succeed in taking root.
31The same can be said of the manufacture of the different parts of the piano. During the last year few good results were shown in this country; however, there are well founded expectations of a rapid increase in trade. The production of mechanical instruments, especially Symphonions and Polyphones, has again increased; in several cases the demand could not even be supplied. The new and different forms of music automatons found a good market and have certainly a great future. The Swiss music works with pegged cylinders, the principal competition, had diminished sales. It seems that they have had their day.
33"OLD" VIOLINS.
35Under this caption the following notice is making the rounds of the different German trade and local papers:
37A "manufacturer's custom" to easily deceive purchasers of violins has made its appearance, and the utmost care is recommended when purchasing "old" violins. A factory of musical instruments in Saxony labels its violins, made "old" artificially, by pasting on the inside a seemingly old paper printed with old type bearing the words: "Antonius Stradiarius Cremonensis—Faciebat Anno 1712." The 12 is written with pale ink. The paper also bears the mark of the celebrated Cremonese violin maker—the A. S. with the cross. The factory sells these violins at a price which answers the quality of the goods. By the adoption of this "manufacturer's custom" the door is wide open for fraud and deceit when violins marked as above are in the hands of unprincipled persons. We can corroborate what the "Zeitschrift für Instrumentenbau" says:
39"We hardly believe that a violin expert can be deceived by these falsifications; but there are many who are not in the secret who may unfortunately be swindled. The worst of it is that our laws have no provisions by which these forgers can be punished. By the word 'forger' we wish to designate only those who 'knowingly' try to sell these falsified instruments as genuine. The production of these so-called 'master violins' is effected by giving the wood an old, yellowish or brown color by steeping it in licorice water, extract of coffee, extract of chicory and wood vinegar. Artificial cracks and worm holes, the chin-worn appearance of the varnish, applications of layers of colophonium—all these give the instrument a patriarchal look, and in conjunction with another artifice, the so-called preparing of the wood, are calculated to deceive. The latter is a de-

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.