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Scan 118
Musik-Lexikon, 1884
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1geschaffenen Militärmusikschule. Er gab 1836 heraus: »Traité complet de la clarinette à 14 clefs«.
3Bertelmann, Jan Georg, geb. 21. Jan. 1782 zu Amsterdam, gest. 25. Jan. 1854; Schüler des blinden Orgelvirtuosen D. Brachthutijzer, hochgeschätzter Lehrer (Stumpf und Hol sind seine Schüler) und bemerkenswerter Komponist; es erschienen von ihm: ein Requiem, eine Messe, ein Streichquartett, Violin- und Klavierkompositionen. Manuskript blieben verschiedene Kantaten, Violinetüden, Klarinettenkonzerte, Kontrabasskonzerte u. sowie eine »Harmonielehre«.
5Bertelmann, Karl August, geb. 1811 zu Gütersloh, gest. 20. Nov. 1861; Schüler von Rind in Darmstadt, dann Gesanglehrer am Seminar zu Goest, zuletzt in Amsterdam, wo er auch 1839 die Leitung der neu gegründeten Eutonia übernahm. 1853 dirigierte er das Musikfest zu Arnhem. Schrieb Männerchorlieder, auch Klavierlieder u. einzelne Klavierstücke.
7Berthanne (spr. bertohm), Isidore, geb. 1752 zu Paris, gest. 20. März 1802 in St. Petersburg; wurde 1774 erster Violinist an der Großen Oper, 1783 Dirigent der Concerts spirituels, ging während der Revolution auf Konzertreisen, ward 1793 berzgl. oldenburg. Konzertmeister zu Eutin, später Soloviolinist der kaiserl. Privatkapelle zu Petersburg. B. gab Violinsonaten, auch ein Violinkonzert heraus.
9Berthold, K. Fr. Theodor, geb. 18. Dez. 1815 zu Dresden, Schüler von Fr. Schneider und J. Otto, lebte 1840—64 in Russland; in Petersburg gründete er den St. Annenverein (für Oratorien). 1864 wurde er Nachfolger Fr. Schneiders als Hoforganist in Dresden. B. ist ein solider Komponist (Missa solemnis, Oratorium »Petrus«, Symphonien u. c.); er schrieb: »Die Fabrikation musikalischer Instrumente im Voigtl.« (mit M. Fürstenau, 1876).
11Bertini, 1) Abbate Giuseppe, geb. 1756 zu Palermo, königlicher Kapellmeister baselbst, gab 1814 heraus: »Dizionario storico-critico degli scrittori di musica«; er lebte noch 1847.—2) Beausit Auguste, geb. 5. Juni 1780 zu Lyon, 1793 Schüler von Clementi in London, lebte zeitweilig in Paris, Neapel und wieder in London als Klavierlehrer, gab 1830 heraus: »Phonological system for acquiring extraordinary facility on all musical instruments as well as in singing« sowie früher zu Paris (1812): »Stigmatographie, ou l’art d’écrire avec des points, suivi de la mélographie, etc.« — 3) Henri (der jüngere), jüngerer Bruder und Schüler des vorigen, geb. 28. Okt. 1798 zu London, gest. 1. Okt. 1876; kam mit sechs Jahren nach Paris, wo er, abgesehen von seinen Konzertreisen, meist lebte. 1859 zog er sich auf seine Villa Meylan bei Grenoble zurück, wo er starb. Seine Etüden sind allgemein verbreitete Schulwerke.
13Berton (spr. bertong), 1) Pierre Montan, geb. 1727 zu Paris, gest. 14. Mai 1780 baselbst als königlicher Kapellmeister und Dirigent der Großen Oper; war ein vorzüglicher Orchesterchef und hat große Verdienste um die Aufführung der Werke Glucks. Auch hat er mehrere Opern geschrieben und Lullysche Opern neu arrangiert. — 2) Henri Montan, Sohn des vorigen, geb. 17. Sept. 1767 zu Paris, gest. 22. April 1844 baselbst; beliebter Opernkomponist, 1795 Harmonieprofessor an dem neuerrichteten Konservatorium, 1807 Kapellmeister der Opera buffa (Italienische Oper), 1815 Mitglied der Academie, 1816 Kompositionsprofessor am Konservatorium; außer vielen Opern schrieb er auch Oratorien, Kantaten u. c., die in den Concerts spirituels zur Aufführung gelangten. Sein natürlicher Sohn François, geb. 3. Mai 1784 zu Paris, gestorben im Juli 1832, 1821—27 Professor der Vokalisation am Konservatorium, hat gleichfalls einige Opern geschrieben.
15Bertoni, Ferdinando Giuseppe, geb. 15. Aug. 1725 auf der Insel Salo bei Venedig, gest. 1. Dez. 1813 in Desenzano; ward 1752 erster Organist an der Markuskirche, 1757 zugleich Chormeister des Konservatoriums de’ Mendicanti, 1784 Nachfolger Galuppis als erster Kapellmeister an San Marco und zog sich 1810 in Ruhe nach Desenzano zurück. B. hat viele Kirchenmusikwerke und 5 Oratorien, one of two readings
16Bertoni, Ferdinando Giuseppe, geb. 15. Aug. 1725 auf der Insel Galo bei Venedig, gest. 1. Dez. 1813 in Desenzano; ward 1752 erster Organist an der Markuskirche, 1757 zugleich Chormeister des Konservatoriums de’ Mendicanti, 1784 Nachfolger Galuppis als erster Kapellmeister an San Marco und zog sich 1810 in Ruhe nach Desenzano zurück. B. hat viele Kirchenmusikwerke und 5 Oratorien, one of two readings
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