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Scan 119
Musik-Lexikon, 1884
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131 Opern sowie mehrere Kammermusikwerke geschrieben.
3Bertrand (spr. bertráng), Jean Gustave, geb. 24. Dez. 1834 zu Baugirard bei Paris, gelehrter Schriftsteller, Musikreferent sowie Feuilletonist verschiedener Pariser Zeitungen, gab heraus: »Histoire ecclésiastique de l'orgue« (1859); »Essai sur la musique dans l'antiquité«; »Les origines de l'harmonie« (1866); »De la réforme des études du chant au Conservatoire« (1871) und »Les nationalités musicales étudiées dans le drame lyrique« (1872).
5Berwald, Joh. Friedrich, geb. 1788 zu Stockholm, gest. 1861; war ein musikalisches Wunderkind, spielte mit fünf Jahren öffentlich Violine und brachte mit neun Jahren eine Symphonie zur Aufführung, machte viele Kunstreisen, war längere Zeit Schüler von Abt Vogler, wurde 1806 zum Kammermusikus ernannt und 1834 Kapellmeister in Stockholm. Von seinen Kompositionen, die übrigens nicht von großer Bedeutung sind, erschienen einige schon vor 1800.
7Berwin, Adolf, geb. 30. März 1847 zu Schwerin bei Posen, besuchte das Gymnasium in Posen, hatte Klavierunterricht bei Lechner und Violinunterricht bei Fröhlich, studierte dann zu Berlin bei Rust Kontrapunkt und in Wien bei Dessoff Komposition. B. ist akademischer Professor und ordentliches Mitglied der Akademie der heil. Cäcilie in Rom, Oberbibliothekar dieser Akademie und des Musiklyceums und wurde 1879 zum Ritter ernannt. Er bearbeitete eine italienische Übersetzung der Lebert-Starkischen Klavierschule, und gegenwärtig arbeitet er an einer »Geschichte der dramatischen Musik in Italien während des 18. Jahrhunderts«.
9Besard (spr. bésär), Jean Baptiste, geboren zu Besançon, Lautenspieler und Komponist für die Laute, gab heraus: »Thesaurus harmonicus« (1603, Arrangements für Laute); »Novus Partus« (1617, desgleichen) und »Traité de luth«, in zweiter Auflage als »Isagoge in artem testudinariam« (1617).
11Beschnitt, Johannes, geb. 30. April 1825 zu Bocau in Schlesien, gest. 24. Juli 1880 zu Stettin; besuchte 1842 das Lehrerseminar in Breslau und 1844 bis 1845 das königliche Institut für Kirchenmusik daselbst. 1848 wurde er als Kantor und Lehrer der katholischen Schule zu Stettin angestellt, dirigierte einen Männergesangverein und schrieb eine große Anzahl leichter, melodöser Männerchöre (»Mein Schiffllein treibt inmitten«, »Ostian« &c.).
13Beskirtskij, Wasil Wasilewitsch, geb. 1836 zu Moskau, bedeutender Violinvirtuose, ging zu seiner Vollkommenung 1858 nach Brüssel zu Léonard, trat dort und in Paris mit großem Erfolg auf und kehrte 1860 nach Moskau zurück, wo er schon früher Mitglied des Theaterorchesters war. Seitdem hat er viele Konzertreisen gemacht, unter andern 1866 nach Madrid, 1869 nach Prag &c.; auch hat er mehrere für Violine herausgegeben (Konzert &c.).
15Besler, Samuel, geb. 15. Dez. 1574 zu Brieg, 1599 Kantor und 1605 Rektor der Heiligengeistschule zu Breslau, starb 19. Juli 1625 an der Pest. Eine Reihe kirchlicher Kompositionen aus den Jahren 1611—58 sind erhalten.
17Besozzi, Louis Désiré, geb. 3. April 1814 zu Versailles, gest. 11. Nov. 1879 als Musiklehrer in Paris; einer sehr musikalischen Familie entstammend (mehrere Virtuosen auf der Oboe, dem Fagott und der Flöte erzellierten seit 1750 zu Turin, Parma, Dresden und Paris), Kompositionsstudent von Lesueur am Pariser Konservatorium, erhielt 1837 den prix de Rome und hat besonders Klavierwerke geschrieben.
19Besems, Antoine, geb. 6. April 1809 zu Antwerpen, gest. 19. Okt. 1868 daselbst; war 1826 Schüler von Baillet am Pariser Konservatorium und einige Zeit Mitglied des Orchesters der Italienischen Oper, ging aber dann auf Konzertreisen als Violinvirtuose und setzte sich 1852 in Antwerpen fest. B. hat Instrumentalwerke, auch einige Kirchenkompositionen geschrieben.
21Best, William Thomas, geb. 13.
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