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Scan 258
Musik-Lexikon, 1884
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1nach der Größe der Stüde, da Duett so viel bedeutet wie kleines D.
3Duodezime (duodecima sc. vox), die zwölfte Stufe der Tonleiter, welche ebenso heißt wie die fünfte. G. Intervall.
4Dudlo (ital.), Schmerz.
5Duple (proportio dupla), in der Mensuraltheorie die Beschleunigung des Tempos auf das Doppelte, gefordert durch 2 oder Φ C. &c. Egl. Diminution. one of two readings
6Duple (proportio dupla), in der Mensuraltheorie die Beschleunigung des Tempos auf das Doppelte, gefordert durch 2 oder Φ C &c. Egl. Diminution. one of two readings
8Dupont (spr. däpont), 1) Pierre, geb. 23. April 1821 zu Lyon, gest. 24. Juli 1870 baselbst; Dichter und beliebter Romanzenkomponist, lebte längere Jahre in Paris, wurde aber durch Napoleon III. 1852 wegen seiner sozialpolitischen Gesänge nach Lambessa verbannt. Von Musik verstand er nichts. — 2) Joseph (der ältere), geb. 21. Aug. 1821 zu Lüttich, gest. 13. Febr. 1861 als Violinprofessor am dortigen Konservatorium; tüchtiger Geiger, Schüler von Wanson und Brume am Konservatorium zu Lüttich, hat einiges für Violine, Ensemble und Gesang geschrieben, aber nur wenig davon veröffentlicht. — 3) Auguste, geb. 9. Febr. 1828 zu Enstval (bei Lüttich), bedeutender Klavierspieler, besuchte das Lütticher Konservatorium, wo Jalbeau (Schüler von Herz und Kalkbrenner) sein Lehrer war; nachdem er mehrere Jahre in England und Deutschland gereist, wurde er als Klavierprofessor am Konservatorium zu Brüssel angestellt. D. ist irrtümlicher Komponist für sein Instrument, hat Konzerte, Etüden, Phantasien &c., auch einige Ensemblewerke geschrieben. — 4) Joseph (der jüngere), Bruder des vorigen, geb. 3. Jan. 1838 zu Enstval, ausgezeichneter Lehrer und Dirigent, ausgebildet auf den Konservatorien zu Lüttich und Brüssel, erhielt auf letztem den Römerpreis und wurde nach Ablauf der vierjährigen Stipendienreise 1867 Kapellmeister zu Warschau und 1871 am kaiserlichen Theater zu Moskau. 1872 wurde er jedoch nach Brüssel zurückberufen als Harmonieprofessor am Konservatorium, Kapellmeister des Théâtre de la Monnaie und Dirigent des Tonkünstlervereins, welchen Funktionen sich bald noch die als Dirigent der Populärkonzerte als Nachfolger von Bierutemps zugesellte.
10Duport (spr. däpôr), zwei Brüder, ausgezeichnete Cellovirtuosen: 1) Jean Pierre, geb. 27. Nov. 1741 zu Paris, gest. 1818 in Berlin, wo er 1773 als erster Cellist der Hofkapelle angestellt, später Direktor der Hofkonzerte, 1806 pensioniert wurde. — 2) Jean Louis, der bedeutendere, geb. 4. Okt. 1749 zu Paris, gest. 7. Sept. 1819 baselbst, ging beim Ausbruch der französischen Revolution zu seinem Bruder nach Berlin, kehrte aber 1806 nach Paris zurück, erhielt Anstellung beim Erbönig von Spanien (Karl IV.) in Marseille und 1812 bei der Kaiserin Marie Luise und wurde endlich Solocellist der kaiserlichen Kapelle und Lehrer am Pariser Konservatorium. Die letztere Stelle verlor er zwar schon 1815 bei der Unterdrückung des Konservatoriums, blieb aber als Solocellist in der königlichen Kapelle. Sein Cello (Stradivari) kaufte Franchomme für 25,000 Fr. D. schrieb Sonaten, Variationen, Duos, Phantasien &c. für Cello sowie eine Celloschule: «Essai sur le doigter du violoncelle et la conduite de l'archet etc.»
12Duprato (spr. däl), Jules Laurent, geb. 20. Aug. 1827 zu Nimes, Schüler von Leborne am Pariser Konservatorium, erhielt 1848 den Römerpreis, komponierte Lieder, Kantaten und Operetten, fand aber für einen energischen Aufschwung seines Talents zu wenig Ermutigung und Entgegenkommen seitens der Direktoren. 1866 wurde er als Hilfslehrer, 1871 als Professor der Harmonie am Konservatorium angestellt.
14Duprez (spr. däprez), Gilbert Louis, geb. 6. Dez. 1806 zu Paris, hochbedeutsamer Sänger, hatte bereits als Knabe eine schöne Stimme, weshalb ihn Choron (s. d.) in sein Musikinstitut aufnahm; während der Mutation studierte er fleißig Theorie und Komposition und setzte, als er in den Besitz einer schönen Tenorstimme gelangt war, seine Gesangstudien fort. 1825 debütierte er am Odéontheater. Sein Renomme datiert jedoch erst seit 1836, wo er nach mehrjährigen Studien in Italien als Nachfolger Adolphe Nourrits Engage-
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