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Scan 403

Musik-Lexikon, 1884

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1Leistet ebenfalls ausgezeichnetes als Konzertsänger.
3Gurlitt, Cornelius, geb. 1820 zu Altona, wo er noch lebt, Schüler von Reincke (Bater), Lehrer am Hamburger Conservatorium, gab Kammermusikwerke (1 Streichquartett, 3 Violinsonaten, 1 Cellosonate, 3 Cellosonatinen, 2- und 4händige Klaviersonaten &c.), instructive Klaviervorsachen, Lieder &c. heraus, schrieb auch zwei Operetten: »Die römische Mauer« und »Rafael Sangio«, und eine vieraktige Oper: »Scheik Hassan«. 1874 wurde er zum königlichen Musikdirektor ernannt.
5Gürtlich, Joseph Augustin, geb. 1761 zu Münsterberg in Schlesien, gest. 27. Juni 1817; 1781 Organist der katholischen Hedwigskirche in Berlin, 1790 Kontrabassist im Hoforchester, 1811 zweiter Dirigent der Oper, 1816 Hofkapellmeister; komponierte Opern, Ballette und Schauspielmusiken, ein Oratorium: »L’obbedienza di Gionata«, Variationen &c. für Klavier und Lieder.
7Gusla, serb. Streichinstrument mit gewölbtem Schallkörper, einer Haut als Resonanzboden, mit einer Korkhaarsaite.
9Gusli (Gussel), russ. Saiteninstrument, eine Art Zither.
11Guter Laktteil, s. v. w. accentuierter Laktteil, s. Metrik.
13Gyrowetz, Adalbert, geb. 19. Febr. 1763 zu Budweis (Böhmen), gest. 19. März 1850 in Wien; kam als Sekretär des Gra- fen Fünfkirchen nach Wien, wo seine Symphonien großen Beifall fanden, studierte darauf in Neapel zwei Jahre unter Sala, ging über Mailand nach Paris, von wo er durch die Revolution verschucht wurde, blieb drei Jahre in London, brachte eine Oper: »Semiramide« (1792), zur Aufführung und kehrte endlich nach siebenjähriger Abwesenheit nach Wien zurück. Da G. sechs Sprachen sprach u. bedeutende juristische Kenntnisse hatte, erlangte er einige Jahre Anstellung als kaiserlicher Legationssekretär an mehreren deutschen Höfen und wurde 1804 Hofkapellmeister u. Dirigent der Hofoper, welches Amt er bis 1831 versah. G. überlebte seine Werke; seine Freunde veranstalteten 1843 zu seinem Benefiz ein Konzert, in welchem seine Kantate »Die Dorfschule« aufgeführt wurde. Die Fruchtbarkeit G.’ übertrifft selbst die Haydns; er schrieb nicht weniger als 30 Opern und Singspiele und 40 Ballette, 19 Messen, 60 Symphonien, über 60 Streichquartette, 2 Streichquintette, 30 Werke für Klavier, Violine und Cello, 40 Klaviersonaten sowie viele Serenaden, Ouvertüren, Märsche, Ländle, Nocturnen, Kantaten, Chorlieder für gemischte und Männerstimmen, Lieder &c. Von seinen Opern hatten den besten Erfolg: »Agnes Sorel«, »Der Augenarzt« und »Die Brüssung«; der »Augenarzt« hat sich am längsten gehalten. G. beschrieb sein eigenes Leben: »Biographie des Adalbert G.« (1848). one of two readings
14Gyrowetz, Adalbert, geb. 19. Febr. 1763 zu Budweis (Böhmen), gest. 19. März 1850 in Wien; kam als Sekretär des Gra- fen Fünfkirchen nach Wien, wo seine Symphonien großen Beifall fanden, studierte darauf in Neapel zwei Jahre unter Sala, ging über Mailand nach Paris, von wo er durch die Revolution verschucht wurde, blieb drei Jahre in London, brachte eine Oper: »Semiramide« (1792), zur Aufführung und kehrte endlich nach siebenjähriger Abwesenheit nach Wien zurück. Da G. sechs Sprachen sprach u. bedeutende juristische Kenntnisse hatte, erlangte er einige Jahre Anstellung als kaiserlicher Legationssekretär an mehreren deutschen Höfen und wurde 1804 Hofkapellmeister u. Dirigent der Hofoper, welches Amt er bis 1831 versah. G. überlebte seine Werke; seine Freunde veranstalteten 1843 zu seinem Benefiz ein Konzert, in welchem seine Kantate »Die Dorfschule« aufgeführt wurde. Die Fruchtbarkeit G.’ übertrifft selbst die Haydns; er schrieb nicht weniger als 30 Opern und Singspiele und 40 Ballette, 19 Messen, 60 Symphonien, über 60 Streichquartette, 2 Streichquintette, 30 Werke für Klavier, Violine und Cello, 40 Klaviersonaten sowie viele Serenaden, Ouvertüren, Märsche, Ländle, Nocturnen, Kantaten, Chorlieder für gemischte und Männerstimmen, Lieder &c. Von seinen Opern hatten den besten Erfolg: »Agnes Sorel«, »Der Augenarzt« und »Die Brüssling«; der »Augenarzt« hat sich am längsten gehalten. G. beschrieb sein eigenes Leben: »Biographie des Adalbert G.« (1848). one of two readings
16H.
18H, Buchstabenname des zweiten Tons unserer Grundskala (s. d.). Die Erklärung der auffallenden Erscheinung, daß nicht B, sondern H als Stammton zwischen A und C auftritt, so daß die Kontinuität der Folge der ersten Buchstaben des Alphabets dadurch unterbrochen wird, s. unter B. — In Partituren, Klavierauszügen &c. ist H Abkürzung für Horn.
20Habeneck, François Antoine, geb. 1. Juni 1781 zu Mézières (Ardennen), gest. 8. Febr. 1849 in Paris; Sohn eines geborenen Mannheimers, der aber als Regimentsmusiker in französische Dienste getreten war, erlernte von seinem Vater das Violinspiel, komponierte früh größere Werke, ohne theoretische Unterweisung erhalten zu haben, trat mit über 20 Jahren ins Pariser Conservatorium als Schüler Vaillots und erhielt 1804 den ersten Violinpreis, wurde zunächst Mitglied des Orchesters der Komischen Oper, erlangte bald darauf einen Platz unter den ersten Violinen der Großen Oper und avancierte one of two readings
21Habeneck, François Antoine, geb. 1. Juni 1781 zu Mézières (Ardenne), gest. 8. Febr. 1849 in Paris; Sohn eines geborenen Mannheimers, der aber als Regimentsmusiker in französische Dienste getreten war, erlernte von seinem Vater das Violinspiel, komponierte früh größere Werke, ohne theoretische Unterweisung erhalten zu haben, trat mit über 20 Jahren ins Pariser Conservatorium als Schüler Baillots und erhielt 1804 den ersten Violinpreis, wurde zunächst Mitglied des Orchesters der Komischen Oper, erlangte bald darauf einen Platz unter den ersten Violinen der Großen Oper und avancierte one of two readings

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