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Scan 418

Musik-Lexikon, 1884

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1eine italienische Oper: »La vendetta«, zur Aufführung (1870). Seit 1872 ist er Direktor der musikalischen Abteilung des Peabody-Instituts zu Baltimore und hat sich um das Musikleben dieser Stadt große Verdienste erworben. Die von ihm geleiteten Peabody-Konzerte zeichnen sich durch sehr reichhaltige, den Klassikern wie den Romantikern verschiedenster Nationalität gerecht werdende Programme aus. Von Hameriks Hauptwerken sind noch zu erwähnen: die Oper »Der Wanderer« (1872), eine Symphonie (C moll), ein Klavierquartett (Op. 6), fünf »Nordische Suiten« für Orchester, eine Phantasie für Cello und Klavier, eine Konzertromanze für Cello und Orchester, mehrere Kantaten, Gesangstücke etc., im ganzen 27 Werke (1881).
3Hamilton (spr.: hámilt'n), James Alexander, geb. 1785 zu London, gest. 2. Aug. 1845; Sohn eines Antiquars, tüchtiger Theoretiker, dessen Schriften viele Auflagen erlebten. Er schrieb: »Modern instruction for the piano-forte« (22. Aufl. 1851); »Catechism of singing«; »Catechism of the organ«; »Catechism of the rudiments of harmony and thorough-bass«; »Catechism of counterpoint, melody and composition«; »Catechism of double counterpoint and fugue«; »Catechism on art of writing for an orchester and of plaiing from score« (Instrumentation und Partiturstiel); »Catechism of the invention, exposition, development and concatenation of musical ideas«; »A new theoretical musical grammar«; »Dictionary comprising an explication of 3500 italian, french etc. terms« (3. Aufl. 1848). Außerdem übersetzte H. Cherubini's »Kontrapunkt und Fuge«, Baillots »Violinschule«, Fröhlichs »Kontrabassschule«, Vierlings »Anleitung zum Präludieren« u. a. one of two readings
4Hamilton (spr.: hámilt'n), James Alexander, geb. 1785 zu London, gest. 2. Aug. 1845; Sohn eines Antiquars, tüchtiger Theoretiker, dessen Schriften viele Auflagen erlebten. Er schrieb: »Modern instruction for the piano-forte« (22. Aufl. 1851); »Catechism of singing«; »Catechism of the organ«; »Catechism of the rudiments of harmony and thorough-bass«; »Catechism of counterpoint, melody and composition«; »Catechism of double counterpoint and fugue«; »Catechism on art of writing for an orchester and of playing from score« (Instrumentation und Partiturstiel); »Catechism of the invention, exposition, development and concatenation of musical ideas«; »A new theoretical musical grammar«; »Dictionary comprising an explication of 3500 italian, french etc. terms« (3. Aufl. 1848). Außerdem übersetzte H. Cherubini's »Kontrapunkt und Fuge«, Baillots »Violinschule«, Fröhlichs »Kontrabassschule«, Vierlings »Anleitung zum Präludieren« u. a. one of two readings
6Hammerklavier, ältere Bezeichnung für das zu Anfang des 18. Jahrh. erfundene Pianoforte (bei dem die Saiten durch Hämmerchen angeschlagen werden) zum Unterschied vom Klavichord und Clavicembalo BgI. Klavier.
8Hammerschmidt, Andreas, geb. 1611; zu Brüx (Böhmen), 1635 Organist in Freiberg (Sachsen), seit 1639 in gleicher Stellung in Zittau, wo er 29. Okt. 1675 starb, ist eine der bedeutamsten Erscheinungen der kirchlichen Komposition Deutschlands im 17. Jahrh., sofern er nicht ein geschickter Nachahmer, sondern ein bewusster Schöpfer neuer Tonsformen war. Das Händelsche Oratorium, die Bachsche Passion haben in Hammerschmidts Dialogen eine ihrer stärksten Wurzeln. In mancher Beziehung kann H. als Nachfolger von H. Schütz betrachtet werden, ist aber viel zu selbständig, um als sein Epigone zu figurieren. Die aus uns gekommenen Werke Hammerschmidts sind: »Instrumentalischer erster Fleiß« (1636); »Geistliche Konzerte von 2, 3 und 4 Stimmen« (1638); »Geistliche Konzerte von 4, 5 und 6 Stimmen« (1641); »Dialogi spirituali oder Gespräche zwischen Gott und einer gläubigen Seele« (1. Bd., 2—4stimmig, 1645 [1652]; 2. Bd. [das Habelied Salomonis in Oriz übertragung], 1—2 stimmig, mit 2 Violinen und Continuo, 1658); »XVII missae sacrae«, 5—12stimmig (1633); »Pavane, Gailarden, Balletten etc.« (1648 u. 1650, 2 Teile); »Musikalische Andachten, geistliche Motetten und Konzerte von 5, 6, 12 und mehr Stimmen« (1648, 2 Teile); »Weltliche Oden« (1650, 2 Teile); »Musikalische Andachten, dritter Teil« (2stimmig mit 2 Violinen und Bass, 1652); »Chormusik, fünfter Teil« (1652); »Motettae unius et duarum vocum« (1646); »Musikalisches Bethaus« (Fol.); »Musikalische Gespräche über das Evangelium«, 4—7stimmig (1655—56, 2 Teile); »Fest-, Buß- und Danklieder« (5 Sing- und 5 Instrumentalstimmen, 3. Teil 1659); »Kirchen- und Tafelmusik« (geistliche Konzerte, 1662) und »Fest- und Zeitandachten« (6stimmig, 1671). one of two readings
9Hammerschmidt, Andreas, geb. 1611; zu Brüx (Böhmen), 1635 Organist in Freiberg (Sachsen), seit 1639 in gleicher Stellung in Zittau, wo er 29. Okt. 1675 starb, ist eine der bedeutamsten Erscheinungen der kirchlichen Komposition Deutschlands im 17. Jahrh., sofern er nicht ein geschickter Nachahmer, sondern ein bewusster Schöpfer neuer Tonsformen war. Das Händelsche Oratorium, die Bachsche Passion haben in Hammerschmidts Dialogen eine ihrer stärksten Wurzeln. In mancher Beziehung kann H. als Nachfolger von H. Schütz betrachtet werden, ist aber viel zu selbständig, um als sein Epigone zu figurieren. Die aus uns gekommenen Werke Hammerschmidts sind: »Instrumentalischer erster Fleiß« (1636); »Geistliche Konzerte von 2, 3 und 4 Stimmen« (1638); »Geistliche Konzerte von 4, 5 und 6 Stimmen« (1641); »Dialogi spirituali oder Gespräche zwischen Gott und einer gläubigen Seele« (1. Bd., 2—4stimmig, 1645 [1652]; 2. Bd. [das Habelied Salomonis in Oriz übertragung], 1—2 stimmig, mit 2 Violinen und Continuo, 1658); »XVII missae sacrae«, 5—12stimmig (1633); »Pavane, Gailarden, Balletten etc.« (1648 u. 1650, 2 Teile); »Musikalische Andachten, geistliche Motetten und Konzerte von 5, 6, 12 und mehr Stimmen« (1648, 2 Teile); »Weltliche Oden« (1650, 2 Teile); »Musikalische Andachten, dritter Teil« (2stimmig mit 2 Violinen und Bass, 1652); »Chormusik, fünfter Teil« (1652); »Motetiae unius et duarum vocum« (1646); »Musikalisches Bethaus« (Fol.); »Musikalische Gespräche über das Evangelium«, 4—7stimmig (1655—56, 2 Teile); »Fest-, Buß- und Danklieder« (5 Sing- und 5 Instrumentalstimmen, 3. Teil 1659); »Kirchen- und Tafelmusik« (geistliche Konzerte, 1662) und »Fest- und Zeitandachten« (6stimmig, 1671). one of two readings
11Hamboys (Hamboys), engl. Musiktheoretiker um 1470. Sein Traktat »Summa super musicam continuam et discretam« ist abgedruckt bei Coussemaker, »Scriptores«, I.
13Hand, harmonische, s. Guidonische H.
14Handel (Händel, Handl), s. Gallus.

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