Books › Musik-Lexikon, 1884 › scan 546
Scan 546
Musik-Lexikon, 1884
10 lines. Read by computer on 14 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1mit Glück bekannt wurde, schrieb mehrere Opern, Oratorien, Messen etc., die bei seinen Lebzeiten hoch geschätzt wurden, aber nicht im Druck erschienen. — 2) Leopold, Better des vorigen, fruchtbarer Komponist, geboren um 1750 zu Wellwarn, gest. 7. Mai 1811 in Wien; absolvierte seine Schul- und Universitätstudien zu Prag, widmete sich aber, als 1771 ein Ballett seiner Komposition am Prager Nationaltheater mit Erfolg zur Aufführung gelangt war, ganz der Komposition und schrieb zunächst in sechs Jahren 24 weitere Ballette, 3 Pantomimen und einige andre Theatermusiken. 1778 ging er nach Wien und wurde bald darauf zum Musiklehrer der Erzherzogin Elisabeth ernannt. Das Anerbieten, Mozarts Nachfolger als erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg zu werden (1781), schlug er aus; dagegen rückte er nach Mozarts Tod in dessen Stellung als kaiserlicher Hofkomponist ein (1792). R. schrieb mit außerordentlicher Leichtigkeit, doch auch ohne viel Selbstkritik; seine Werke, besonders die für Klavier, waren in Deutschland sehr beliebt; den Druck der meisten besorgte ein Bruder Rozeluchs in Wien. Seine Kompositionen sind außer den schon genannten Balletten mehrere Opern (»Didone abbandonata«, »Judith«, »Deborah und Sisara«), ein Oratorium: »Moses in Ägypten«, zahlreiche Arien, Kantaten, Chöre etc., gegen 30 Symphonien (nur zum Teil gedruckt), 13 im Druck erschienene Klavierkonzerte (eins zu 4 Händen, eins für 2 Pianofortes), 57 Klaviertrioß, 3 Symphonies concertantes für Streichtrio, viele Klaviersonaten (zu 2 und 4 Händen), Klavierstücke, 6 Cellokonzerte (2 gedruckt), 2 Klarinettenkonzerte, 2 Konzerte für Bassethorn etc. one of two readings
2mit Glück bekannt wurde, schrieb mehrere Opern, Oratorien, Messen &c., die bei seinen Lebzeiten hoch geschätzt wurden, aber nicht im Druck erschienen. — 2) Leopold, Better des vorigen, fruchtbarer Komponist, geboren um 1750 zu Wellwarn, gest. 7. Mai 1811 in Wien; absolvierte seine Schul- und Universitätstudien zu Prag, widmete sich aber, als 1771 ein Ballett seiner Komposition am Prager Nationaltheater mit Erfolg zur Aufführung gelangt war, ganz der Komposition und schrieb zunächst in sechs Jahren 24 weitere Ballette, 3 Pantomimen und einige andre Theatermusiken. 1778 ging er nach Wien und wurde bald darauf zum Musiklehrer der Erzherzogin Elisabeth ernannt. Das Anerbieten, Mozarts Nachfolger als erzbischöflicher Konzertmeister in Salzburg zu werden (1781), schlug er aus; dagegen rückte er nach Mozarts Tod in dessen Stellung als kaiserlicher Hofkomponist ein (1792). R. schrieb mit außerordentlicher Leichtigkeit, doch auch ohne viel Selbstkritik; seine Werke, besonders die für Klavier, waren in Deutschland sehr beliebt; den Druck der meisten besorgte ein Bruder Rozeluchs in Wien. Seine Kompositionen sind außer den schon genannten Balletten mehrere Opern (»Didone abbandonata«, »Judith«, »Deborah und Sisara«), ein Oratorium: »Moses in Ägypten«, zahlreiche Arien, Kantaten, Chöre &c., gegen 30 Symphonien (nur zum Teil gedruckt), 13 im Druck erschienene Klavierkonzerte (eins zu 4 Händen, eins für 2 Pianofortes), 57 Klaviertrioß, 3 Symphonies concertantes für Streichtrio, viele Klaviersonaten (zu 2 und 4 Händen), Klavierstücke, 6 Cellokonzerte (2 gedruckt), 2 Klarinettenkonzerte, 2 Konzerte für Bassethorn &c. one of two readings
4Rozolt, Heinrich, der Begründer (1849) und bis zu seinem Tode der Leiter des Rozoltschen a cappella-Gesangvereins in Berlin, geb. 26. Aug. 1814 zu Schnellwalde bei Neustadt (Oberschlesien), gest. 3. Juli 1881 in Berlin; studierte 1834—36 zu Breslau Philologie, ging dann zur Musik über und studierte 1836 bis 1838 in Berlin bei Dehn und Rungehagen Theorie, wurde 1838 erster Bassist der Danziger Oper, ließ sich in Danzig 1839—42 als Gesanglehrer nieder, wurde nach einigen längern Konzertreisen 1843 erster Solobass des Domchores und 1862 zweiter Dirigent desselben. Seit 1865 war er auch Gesanglehrer an der Königstädtischen Realschule und seit 1872 am Joachimsthalschen Gymnasium, wurde 1866 zum königlichen Musikdirektor und 1876 zum Professor ernannt. R. war ein vortrefflicher Gesanglehrer und Dirigent und hat auch eine a cappella-Gesangschule herausgegeben.
6Kraft, 1) Anton, geb. 30. Dez. 1752 zu Kotikan in Böhmen, gest. 28. Aug. 1820 zu Wien; ausgezeichneter Cellist, wirkte in den Kapellen der Fürsten Esterhazy (1778—90), Grassalkowitz (bis 1795) und Lobkowitz (bis 1820) in Wien. Haydn war eine Zeitlang sein Kompositionslehrer. R. schrieb: ein Cellokonzert, 6 Cellosonaten, 3 Duos concertants für Cello und Violine, 2 Duos für zwei Celli, ein Divertissement für Cello und Bass und mehrere Trios für zwei Baritons (Lieblingsinstrument des Fürsten Esterhazy, das auch R. spielte) und Cello. — 2) Nikolaus, Sohn und Schüler des vorigen, war ebenfalls ein hervorragender Cellospieler, geb. 14. Dez. 1778 zu Esterhazy, gest. 18. Mai 1853 in Stuttgart; Mitglied des berühmten Schuppanzighschen Quartetts, machte schon früh mit seinem Vater Konzertreisen, wurde 1796 Kammermusikus des Fürsten Lobkowitz, auf dessen Kosten er noch 1801 zu Berlin unter Dupont studierte, trat 1809 in das Hofoperorchester, aus dem er 1814 in das zu Stuttgart überging. 1834 erhielt er seine Pensionierung. Auch ihm verbandt die Celloliteratur wertvolle Werke, unter andern 5 Konzerte, 1 Phantasie mit Streichquartett (Op. 1), 3 Divertissements für zwei Celli, 6 Duos für Celli, Charakterstücke, 1 Polonäse, Bolero etc. Sein Sohn Friedrich, geb. 12. Febr. 1807, war längere Jahre als Cellist in der Hofkapelle zu Stuttgart angestellt. one of two readings
7Kraft, 1) Anton, geb. 30. Dez. 1752 zu Kotikan in Böhmen, gest. 28. Aug. 1820 zu Wien; ausgezeichneter Cellist, wirkte in den Kapellen der Fürsten Esterhazy (1778—90), Grassalkowitz (bis 1795) und Lobkowitz (bis 1820) in Wien. Haydn war eine Zeitlang sein Kompositionslehrer. R. schrieb: ein Cellokonzert, 6 Cellosonaten, 3 Duos concertants für Cello und Violine, 2 Duos für zwei Celli, ein Divertissement für Cello und Bass und mehrere Trios für zwei Baritons (Lieblingsinstrument des Fürsten Esterhazy, das auch R. spielte) und Cello. — 2) Nikolaus, Sohn und Schüler des vorigen, war ebenfalls ein hervorragender Cellospieler, geb. 14. Dez. 1778 zu Esterhazy, gest. 18. Mai 1853 in Stuttgart; Mitglied des berühmten Schuppanzighschen Quartetts, machte schon früh mit seinem Vater Konzertreisen, wurde 1796 Kammermusikus des Fürsten Lobkowitz, auf dessen Kosten er noch 1801 zu Berlin unter Dupont studierte, trat 1809 in das Hofoperorchester, aus dem er 1814 in das zu Stuttgart überging. 1834 erhielt er seine Pensionierung. Auch ihm verbandt die Celloliteratur wertvolle Werke, unter andern 5 Konzerte, 1 Phantasie mit Streichquartett (Op. 1), 3 Divertissements für zwei Celli, 6 Duos für Celli, Charakterstücke, 1 Polonäse, Bolero &c. Sein Sohn Friedrich, geb. 12. Febr. 1807, war längere Jahre als Cellist in der Hofkapelle zu Stuttgart angestellt. one of two readings
9Krakowiak (franz. Cracovienne), ein polnischer Tanz im 4/4-Takt, der, wie die Mazurka und andre polnische, ungarische und böhmische Tänze, sein Charakteristi-
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.