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Scan 552

Musik-Lexikon, 1884

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1Streichquintette, 1 Streichtrio, Violinduette, 5 Violinkonzerte, 5 Symphonien, Harmoniemusiken, Märsche &c., Flöten- und Klarinettenkonzerte, Quartette und Quintette für Blasinstrumente sowie Concertanten für verschiedenartiges Ensemble.
3Kromphorn, s. Krummbogen.
5Kronach, Emanuel, s. Klitzs.
7Kröpfe heizen in der Orgel die rechtswinkelig geknickten Röhren, mittelß deren die Randle an die Bälge, resp. die Nebenrandle an den Hauptkanal und an die Windlaben angesetzt sind. Wird ein Kanal durch zwei Bälge gespeist, so hat er zwei Kröpfe (Doppelfropf).
9Kröpfe nennt man das Umnicken großer Orgelpfeifen, um dieselben in beschränktem Raum anbringen zu können. Der Ton der Pfeifen leidet durch das K. fast gar nicht, besonders wenn die Ecken des Knies abgekantet werden.
11Krotalou (griech., »Klapper«), antikes Klapperinstrument, ähnlich den Rastaguetten, zur Markierung des Rhythmus.
13Krüdel, Franz, Dr. jur., trefflicher Bühnensänger (Bariton), geb. 10. Nov. 1841 zu Edlspitz (Mähren), war bereits als Jurist im Staatsdienst thätig, als er sich entschloß, sich unter Dessoff zum Bühnensänger auszubilden. Er debütierte 1868 zu Brünn und war seitdem in Engagement zu Kassel, Augsburg (1871), Hamburg (1874), Köln (1875) und seit 1876 wieder in Hamburg.
15Krug, 1) Dietrich, geb. 25. Mai 1821 zu Hamburg, Musiklehrer daselbst, gest. 7. April 1880; schrieb eine große Zahl leichter melodiöser Pianosortenwerke, auch Etüden und eine Klavierschule. — 2) Arnold, Sohn und Schüler des vorigen, geb. 16. Okt. 1849 zu Hamburg, später von Gurlitt weitergebildet, 1868 Schüler des Leipziger Konservatoriums, 1869 Stipendiat der Mozart-Stiftung und als solcher Schüler von Reinecke und Riel (1871), im Klavierspiel noch von E. Frank, war 1872—77 Lehrer des Klavierspiels am Sternschen Konservatorium zu Berlin und ging 1877—78 als Stipendiat der Meyerbeer-Stiftung nach Italien und Frankreich. Seitdem lebt er zu Hamburg. K. besitzt ein gesundes Kompositionstalent und hält sich von Effekthaschei rei fern. Die Zahl seiner veröffentlichten Werke ist bis jetzt 24, darunter eine Symphonie, eine Suite, Romanische Tänze für Orchester, »Liebesnovelle« für Streichorchester, ein Klavierquartett, Trio, vierhändige Walzer für Klavier, Klavierstücke, Lieder, Chorlieder, ein Psalm &c.
17Krüger, 1) Eduard, Musiktheoretiker, geb. 9. Dez. 1807 zu Lüneburg, besuchte die Gymnasien in Lüneburg, Hamburg und Gotha, studierte zu Berlin und Göttingen Philologie, machte aber dabei zugleich gründliche musikalische Studien. Nachdem er zuerst längere Zeit Gymnasiallehrer und danach Seminardirektor in Emden und Aurich gewesen, wurde er 1861 als Professor der Musik nach Göttingen berufen. K. ist einer unserer gelehrtesten und denkendsten Musiker; seine Kritiken in den »Göttinger Gelehrten Anzeigen« sind von einer heute sehr seltenen Sachlichkeit und Gebiegenheit, desgleichen seine Novitätenbesprechungen in der »Neuen Berliner Musikzeitung« und »Allgemeinen Musikalischen Zeitung«. Einen reichen Schatz von Denk- und Forscherarbeit bergen auch seine Werke: »Grundriss der Metrik« (1838), »Beiträge für Leben und Wissenschaft der Tonkunst« (1847) und besonders das »System der Tonkunst« (1866); auch hat er zahlreiche Broschüren geschrieben, unter andern die Doktordissertation »De musicis Graecorum organis circa Pindari tempora« (1830). Von seinen Kompositionen sind nur wenige kleine Sachen gedruckt worden. — 2) Wilhelm, geb. 1820 zu Stuttgart, Sohn des 1790 zu Berlin geborenen Flötenvirtuosen und königlich württembergischen Kammermusikus Gottlieb K., ist als vortrefflicher Klavierspieler und Komponist eleganter Salonmusik für sein Instrument bekannt; er lebte 1845—1870 in Paris, seitdem wieder in Stuttgart als königlicher Hofpianist und Lehrer am Konservatorium. Sein Bruder Gottlieb, geb. 1824, ist ein ausgezeichneter Harfenvirtuose und als solcher Mitglied der Hofkapelle in Stuttgart.
19Krummbogen heizen bei den Naturhörnern und Naturtrompeten die verschie-

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