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Scan 554

Musik-Lexikon, 1884

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1blitzendes Sternelein« &c.); auch sind noch zu erwähnen eine Oper: »Der Prätendent« (Stuttgart 1847), Violinsonaten, Cellosonaten, Männerquartette u. a.
3Kufferrath, 1) Johann Hermann, geb. 12. Mai 1797 zu Mülheim a. d. Ruhr, gest. 28. Juli 1864 in Wiesbaden; trefflicher Violinist, Schüler Spohrs und Hauptmauns in Kassel, 1823 Musikdirektor zu Bielefeld, 1830 städtischer Musikdirektor zu Utrecht, Gesanglehrer an der Musikschule und Dirigent mehrerer Musikvereine, hochverdient um das Musikleben dieser Stadt, zog sich 1862 nach Wiesbaden zurück. K. komponierte mehrere Festkantaten, Ouvertüren, Motetten &c. und gab 1836 eine Gesanglehre für Schulen heraus (preisgekrönt vom Niederländischen Musikverein). — 2) Hubert Ferdinand, geb. 10. Juni 1808 zu Mülheim, Bruder und Schüler des vorigen, studierte noch 1833—36 unter Fr. Schneider in Dessau und unter Mendelssohn und David in Leipzig, war 1841—44 Dirigent des Männergesangvereins zu Köln, ließ sich 1844 in Brüssel nieder und wurde 1872 Kompositionsprofessor am Konservatorium. Er veröffentlichte eine Symphonie, mehrere Klavierkonzerte, Lieder &c. — 3) Louis, geb. 10. Nov. 1811 zu Mülheim, Bruder der beiden vorigen, Pianist, Schüler von Fr. Schneider in Dessau, 1836—50 Direktor der Musikschule zu Leeuwarden sowie Dirigent der Vereine Euphonia-Crescendo und Tot nut van t’algemeen und Begründer der Groote Zangvereeniging, seit 1850 zu Gent ausfassig, sich ganz der Komposition und dem Privatunterricht widmend. Von ihm: 1 vierstimmige Messe mit Orgel und Orchester, 250 Kanons, 1 Kantate: »Artevelde«, viele Klavierkompositionen, Lieder, Chorlieder &c.
5Kuffner, Joseph, geb. 31. März 1776 zu Würzburg, gest. 9. Sept. 1856 daselbst; komponierte 7 Symphonien, 10 Ouvertüren, viele Werke für Harmonie- und Militärmusik, Streichquartette, ein Bratschenkonzert, Quintette für Flöte und Streichquartett, Flötenbuette und -Trios, Marinettenduo &c. Besonders Anklang fanden seine Werke für Militärmusik.
7Ruhe, Wilhelm, geb. 10. Dez. 1823 zu Prag, Schüler von Tomaczek daselbst, Pianist und Komponist gefälliger Klavierfach, lebt seit längern Jahren als Musiklehrer in London.
9Ruhlan, Friedrich, geb. 13. März 1786 zu Uelzen in Hannover, gest. 18. März 1832 zu Kopenhagen; war Kurrendensänger zu Braunschweig und studierte unter Schwenke in Hamburg Harmonie, entzog sich 1810 der französischen Konkription durch die Flucht nach Kopenhagen, wo er als Flötist der königlichen Kapelle Anstellung fand und zum Hofkomponist und Professor aufstieg. K. komponierte für Kopenhagen die Opern: »Die Räuberburg«, »Elisa«, »Luluc«, »Die Zauberharfe«, »Hugo und Adelheid«, »Der Erlenhügel«, welche vor treffliche Aufnahme fanden, aber vergessen sind. Seine Instrumentalkompositionen (3 Flötenquartette, Trios concertants, Duette, Soli &c. für Flöte, 2 Klavierkonzerte, 8 Violinsonaten, vier- und zweihändige Klaviersonaten und Sonatinen, letztere noch heute allbeliebtes Unterrichtsmaterial für Anfänger, Rondos, Variationen, Divertissements, Tänze &c.) haben sich zum Teil gehalten, während man von seinen einst beliebten Liedern und Männerquartetten nichts mehr hört. one of two readings
10Ruhlan, Friedrich, geb. 13. März 1786 zu Uelzen in Hannover, gest. 18. März 1832 zu Kopenhagen; war Kurrendensänger zu Braunschweig und studierte unter Schwenke in Hamburg Harmonie, entzog sich 1810 der französischen Konkription durch die Flucht nach Kopenhagen, wo er als Flötist der königlichen Kapelle Anstellung fand und zum Hofkomponist und Professor aufrückte. K. komponierte für Kopenhagen die Opern: »Die Räuberburg«, »Elisa«, »Luluc«, »Die Zauberharfe«, »Hugo und Adelheid«, »Der Erlenhügel«, welche vor treffliche Aufnahme fanden, aber vergessen sind. Seine Instrumentalkompositionen (3 Flötenquartette, Trios concertants, Duette, Soli &c. für Flöte, 2 Klavierkonzerte, 8 Violinsonaten, vier- und zweihändige Klaviersonaten und Sonatinen, letztere noch heute allbeliebtes Unterrichtsmaterial für Anfänger, Rondos, Variationen, Divertissements, Tänze &c.) haben sich zum Teil gehalten, während man von seinen einst beliebten Liedern und Männerquartetten nichts mehr hört. one of two readings
12Rühmstedt, Friedrich, geb. 20. Dez. 1809 zu Oldisleben in Thüringen, gest. 10. Jan. 1858 zu Eisenach; war für das Studium der Theologie bestimmt, entlief aber mit 19 Jahren vom Gymnasium zu Weimar und wurde drei Jahre Kompositionsschüler von K. H. Rind in Darmstadt. Die Absicht, sich zum Klaviervirtuosen auszubilden, vereitelte eine Lähmung der linken Hand. Nachdem er einige Zeit als Musiklehrer zu Weimar gelebt, wurde er 1836 als Seminarmusiklehrer in Eisenach angestellt, später zum Musikdirektor und schließlich zum Professor ernannt. K. komponierte mehrere Oratorien (»Auferstehung«, »Triumph des Göttlichen«), eine vierstimmige Messe mit Orchester, Motetten und andre auch weltliche Chorsachen, Lieder, Klavierkonzerte, Rondos &c., welche sämtlich vergessen sind; dagegen halten sich in Ansehen sein

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