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Scan 384

Musik-Lexikon, 1887

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1Grundstimme — Gruppetto.
3jede Linie und jedes Spatium ein Buchstabe geschrieben ist, welcher angibt, wie die auf dieselben fallenden Noten heißen, begnügen wir uns mit der Vorzeichnung eines einzigen Schlüsselbuchstabens für jedes Fünfliniensystem (s. Schlüssel). Die G. ist und war schon im Altertum die Folge von: 2 Ganztönen, 1 Halbton, 3 Ganztönen, 1 Halbton, welche sich in höheren und tieferen Ottaven gleichmäßig wiederholt:
5Die Oktavengattungen der Griechen (s. Griechische Musik II) wie die Gregorianischen Kirchentöne (s. d.) sind nichts als Ausschnitte von einer Oktave Umfang aus dieser G. Von den sieben möglichen Arten (c—c', d—d', e—e', f—f', g—g', a—a', h—b' ohne Vorzeichen) sind für das jetzige Allgemeinbewußtsein nur noch zwei von typischer Bedeutung, nämlich:
7d. h. die Durtonleiter ohne Vorzeichen (die Durgrundskala), und:
9d. h. die Molltonleiter ohne Vorzeichen (Mollgrundskala). Wie unter "Molltonleiter" näher nachgewiesen ist, muß jedoch die Molltonleiter, wenn es gilt, sie als Typus aufzustellen, vom Mollhauptton aus notiert werden, in welchem Fall sie als eraltes Gegenbild der Durtonleiter erscheint:
11Sollen die Verhältnisse der Durgrundskala (2, 1/2, 3, 1/2) von einem andern Ton als von c aus konstruiert (auf eine andre Stufe transponiert) werden, so werden Veränderungen einzelner Töne der G. nötig, z. B. für d'—d'':
13Ohne die Kreuze würde die Reihenfolge sein: 1, 1/2, 3, 1/2, 1. Die verschiedenen Transpositionen der G. sind im Art. Tonart in Noten mitgeteilt.
15(Grundstimme, 1) in der Orgel eine Stimme, welche auf die Taste c auch den Ton c oder eine seiner Oktaven giebt, besonders aber die 8'— und für Pedal die 16'—Stimmen, von denen man die kleineren Oktavstimmen dann als Seitenstimmen unterscheidet. Im weiteren Sinn sind die Grundstimmen den Hilfsstimmen entgegengesetzt, d. h. den Quintstimmen, Terzstimmen, Mixturen &c. — 2) In der Kompositionslehre in G. soviel wie Bassstimme; das Wort auch im Sinn von Fundamentalklazz zu gebrauchen, führt nur zu Konfusionen.
17Grundton heißt in der Generalbaslehre derjenige Ton, welcher beim terzenweisen Aufbau des Akkords der tiefste ist, z. B. c in c. e. g oder g in g. b. d. f. Liegt der G. im Bass, so erscheint der Akkord in Grundlage; liegt er in einer andern Stimme, so hat man eine Umkehrung vor sich (s. Durakkord, Mollakkord &c.).
19Grünsfeld, Alfred, bedeutender Pianist, geb. 4. Juli 1852 in Prag, Schüler des Prager Konservatoriums, lebt als K. K. Kammervirtuos in Wien.
21Gruppetto (Gruppo, Groppetto, Gropo), ital. "Knoten", s. v. w. Doppelschlag, sowohl wenn die Manier in großen Noten ausgeschrieben, als wenn sie durch ~ oder kleine Noten ange- deutet ist.

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