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Scan 388

Musik-Lexikon, 1887

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1noch ein besonderes Gumpelzhaimersches Compendium anzunehmen (Fétiß); die Identität beider ist durch Eitner (»Monatshefte« 1870 u. 1873) festgestellt. Der Titel der ersten Ausgabe von 1591 ist: »Compendium musicae, pro illius artis tironibus a M. Heinrico Fabro latine conscriptum et a Christophoro Rid in vernaculum sermonem conservum nunc praecceptis et exemplis auctum studio et opera Adami Gumpelzhaimeri T.« [Trossbergensis] (1591 u. öfter). Von Gumpelzhaimers Kompositionen sind erhalten: »Erster«, beziehungsweise »Zweiter Teil des Lustgärtlein« teutsch und lateinischer Lieder von 3 Stimmen. (1591 u. 1611, mehrmals aufgelegt): »Erster (zweiter) Teil des Würkgärtlein 4stimmiger geistlicher Lieder« (1594 [1619] u. 1619); »Psalmus L. octo vocum« (1604); »Partitio sacrorum concentuum octonis vocibus modulandorum cum dupli basso in organorum usum« (1614 u. 1619, 2 Teile); »10 geistliche Lieder mit 4 Stimmen« (1617): »2 geistliche Lieder mit 4 Stimmen«; »5 geistliche Lieder mit 4 Stimmen von der Himmelfahrt Jesu Christi«; »Neue teutsche geistliche Lieder mit 3 und 4 Stimmen« (1591 u. 1592). Eine Anzahl Motetten von G. enthält: »Bodenschatz«, »Florilegium Portense«.
3Gumprecht, Otto, geb. 4. April 1823 zu Erfurt, studierte in Breslau, Halle und Berlin Jura und promovierte zum Dr jur., übernahm aber 1849 die Redaktion des musikalischen Feuilletons der »Rationalzeitung« und zählt zu den besten deutschen Musikkritikern. In Buchform gab er eine Reihe seiner Arbeiten heraus mit den Titeln: »Musikalische Charakterbilder« (1869); »Neue musikalische Charakterbilder« (1876) und »Richard Wagner und dessen Bühnenfestspiel, Der Ring des Nibelungen« (1873; G. ist kein Anhänger Wagner's). Seit einer Reihe von Jahren ist G. erblindet. one of two readings
4Gumprecht, Otto, geb. 4. April 1823 zu Erfurt, studierte in Breslau, Halle und Berlin Jura und promovierte zum Dr jur., übernahm aber 1849 die Redaktion des musikalischen Feuilletons der »Nationalzeitung« und zählt zu den besten deutschen Musikkritikern. In Buchform gab er eine Reihe seiner Arbeiten heraus mit den Titeln: »Musikalische Charakterbilder« (1869); »Neue musikalische Charakterbilder« (1876) und »Richard Wagner und dessen Bühnenfestspiel, Der Ring des Nibelungen« (1873; G. ist kein Anhänger Wagner's). Seit einer Reihe von Jahren ist G. erblindet. one of two readings
6Gunzl, 1) Joseph, geb. 1. Dez. 1810 zu Zsambek (Ungarn), zuerst Oboist, später Musikmeister des 4. österreichischen Artillerieregiments, machte große Konzerttouren mit seiner Kapelle, durch die er hauptsächlich Tänze und Marsche eigener Komposition zur Aufführung brachte, errichtete 1843 in Berlin ein eigenes Orchester, mit dem er unter andern 1849 Amerika besuchte, wurde 1850 zum königlichen Musikdirektor ernannt, übernahm 1858 die Militärkapellmeisterstelle des 23. Infanterieregiments zu Brünn, lebte seit 1864 in München und zog 1876 nach Frankfurt a. M. Die Tänze von G. genießen neben denen von Strauss eine ausgezeichnete Popularität. — 2) Virginia, Tochter des vorigen, ist eine tüchtige Opernsängerin, debütierte 1871 an der Hofoper zu Berlin und ist jetzt in Frankfurt a. M. engagiert. — 3) Johann, geb. 5. März 1828 zu Zsambek, gest. im Nov. 1883 zu Becs in Ungarn, gleichfalls ein beliebter Tanzkomponist, konzertierte in Petersburg, Berlin u. c. und lebte seit 1862 zurückgezogen zu Fünfkirchen in Ungarn.
8Gunn, John, geboren um 1765 zu Edinburg, 1790—95 Musiklehrer in London, sodann wieder zu Edinburg, gab heraus: »40 scotch airs arranged as trios for flute, violin and violoncello« (1793, nebst einer Abhandlung über Streichinstrumente); »The art of playing the german flute on new principles« (1794); »Essay theoretical and practical on the application of harmony, thorough-bass and modulation to the violoncello« (1801) und »An historical inquiry respecting the performance on the harp in the highlands of Scotland« (1807).
10Günther-Bachmann, Karoline, vorzügliche Sängerin und Schauspielerin, geb. 13. Febr. 1816 zu Düsseldorf, gest. 17. Jan. 1874 in Leipzig; Tochter des Bassbuffo und Komikers Günther, der später in Braunschweig glänzte, wuchs auf der Bühne auf und gehörte von 1834 bis zu ihrem Tode der Leipziger Bühne an, seit 1859 im Fach der komischen Alten, während sie in jüngern Jahren ebenso als Soubrette wie im Lustspiel exzellierte und allgemein beliebt war. Sie verheiratete sich 1844 mit dem Dr. jur. Bachmann.
12Gura, Eugen, geb. 8. Nov. 1842 zu Bressern bei Saaz in Böhmen, ursprünglich zum Techniker bestimmt, besuchte das Polytechnikum und später die Akademie in Wien, sodann die Malerschule von

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