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Scan 420
Musik-Lexikon, 1887
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1(no line here) one of two readings
2Heinemeyer — Heinze. one of two readings
4eine treffliche Sängerin, starb im Irrenhaus (zu Wien 23. Feb. 1857).
6Heinemeyer, Ernst Wilhelm, geb. 25. Febr. 1827 zu Hannover, gest. 12. Febr. 1869 in Wien; Sohn des gleichfalls sehr vorteilhaft bekannten Flötisten Christian H. (geb. 1796 zu Celle, gest. 6. Dez. 1872 als königlicher Kammermusikus in Hannover), 1845 neben seinem Vater in der Hofkapelle zu Hannover als Flötist angestellt, 1847 erster Flötist der kaiserlichen Kapelle zu Petersburg, 1859 pensioniert wieder zu Hannover lebend, vertauschte nach 1866 dieses aus Abneigung gegen Preußen mit Wien. H. schrieb Konzerte, Solostücke &c. für Flöte, welche bei den Flötisten sehr angesehen sind.
8Heinichen, Johann David, geb. 17. April 1683 zu Krössulin bei Weissenfels, gest. 16. Juli 1729 in Dresden; erhielt seine musikalische und Schulbildung an der Thomasschule zu Leipzig unter Schelle und Kuhnau, studierte aber auch Jura und funktionierte einige Zeit zu Weissenfels als Advokat; bald gab er die Advokatur wieder auf und kehrte nach Leipzig zurück, debütierte daselbst als Opernkomponist und veröffentlichte seine Generalbassschule (»Neu erfundene und gründliche Anweisung &c.«, 1711: 2. Aufl. als »Der Generalbass in der Komposition, oder Neu erfundene &c.«, 1728). Das Werk erregte Aufsehen, und ein Rat Geiz erbot sich, H. unentgeltlich mit nach Italien zu nehmen, damit er dort die Oper noch weiter studiere. Er verlebte in Italien die Jahre 1713—18, meist sich in Benedig aufhaltend, wo er mehrere Opern zur Ausführung brachte. 1718 nahm er das Engagement als Hofkapellmeister Augusts des Starken von Sachsen und Polen an und lebte von da bis zu seinem Tod in Dresden; die Oper hatte er indes nur kurze Zeit zu dirigieren, da er sich 1720 mit Senesino überwarf und der König die ganze Truppe auslöste, so daß H. nur noch die Funktionen eines Dirigenten der Kirchenmusik blieben. Erst 1730 trat die Oper wieder ins Leben (i. Hasse 2). H. war ein ausgezeichneter Kontrapunktist und schrieb außer Opern, Serenaden und Kantaten auch Messen, ein Requiem, Te Deum, Fugen, Violinsoi &c. one of two readings
9Heinichen, Johann David, geb. 17. April 1683 zu Krössulin bei Weissenfels, gest. 16. Juli 1729 in Dresden; erhielt seine musikalische und Schulbildung an der Thomasschule zu Leipzig unter Schelle und Kuhnau, studierte aber auch Jura und funktionierte einige Zeit zu Weissenfels als Advokat; bald gab er die Advokatur wieder auf und kehrte nach Leipzig zurück, debütierte daselbst als Opernkomponist und veröffentlichte seine Generalbassschule (»Neu erfundene und gründliche Anweisung &c.«, 1711: 2. Aufl. als »Der Generalbass in der Komposition, oder Neu erfundene &c.«, 1728). Das Werk erregte Aufsehen, und ein Rat Geiz erbot sich, H. unentgeltlich mit nach Italien zu nehmen, damit er dort die Oper noch weiter studiere. Er verlebte in Italien die Jahre 1713—18, meist sich in Benedig aufhaltend, wo er mehrere Opern zur Ausführung brachte. 1718 nahm er das Engagement als Hofkapellmeister Augusts des Starken von Sachsen und Polen an und lebte von da bis zu seinem Tod in Dresden; die Oper hatte er indes nur kurze Zeit zu dirigieren, da er sich 1720 mit Senesino überwarf und der König die ganze Truppe auslöste, so daß H. nur noch die Funktionen eines Dirigenten der Kirchenmusik blieben. Erst 1730 trat die Oper wieder ins Leben (i. Hasse 2). H. war ein ausgezeichneter Kontrapunktist und schrieb außer Opern, Serenaden und Kantaten auch Messen, ein Requiem, Te Deum, Zug, Violinsoi &c. one of two readings
11Heinrichs, 1) Johann Christian, geb. 1760 zu Hamburg, lebte längere Jahre in Petersburg, wo er herausgab: »Entstehung, Fortgang und jetzige Beschaffenheit der russischen Jagdmusik« (1796). — 2) Anton Philipp (»Vater H.«), geb. 11. März 1781 zu Schönbüchel in Böhmen, gest. 3. Mai 1861 zu New York; komponierte zahlreiche Instrumentalwerke, die teilweise zu London und Boston erschienen.
13Heinroth, Joh. August Günther, geb. 19. Juni 1780 zu Nordhausen, wo sein Vater Organist war, 1818 Nachfolger Forkels als Universitätsmusikdirektor in Göttingen, wo er 2. Juni 1846 starb. H. bemühte sich, die damals für Volkschulen in Aufnahme gekommene Zifferntonschrift durch eine vereinfachte wirkliche Notenschrift zu verdrängen, was ihm für Hannover auch vollständig gelang; auch hat er Verdienste um die Reform des jüdischen Tempelgesangs (mit Jacobson). Die Göttinger Musikverhältnisse belebte er durch Einführung der akademischen Konzerte. Als Komponist hat er nur wenig geleistet (169 Choralmelodien, vierstimmig gesetzt [1829], 6 dreistimmige Lieder, 6 vierstimmige Männerchöre). Seine Schriften sind: »Gesangunterrichtsmethode für höhere und niedere Schulen« (1821—23, 3 Teile); »Volksnoten oder vereinfachte Tonschrift &c.« (1828); »Kurze Anleitung, das Klavierpiel zu lehren« (1828); »Musikalisches Hilfsbuch für Prediger, Kantoren und Organisten« (1833); Artikel in G. Webers »Cäcilia«, Schillings »Universalleritton« &c.
15Heinze, Gustav Adolf, geb. 1. Okt. 1820 zu Leipzig, wo sein Vater Klarinetist im Gewandhausorchester war, wurde bereits 1835 im Gewandhausorchester angestellt (Klarinetist) und machte als Virtuose größere Konzerttouren. 1844 erhielt er die zweite Kapellmeisterstelle am Stadttheater zu Breslau, wo er seine Opern: »Lorelei« (1846) und »Die Ruine in Tharandt« (1847) aufführte (Texte von seiner Frau Henriette H.-Berg), und folgte 1850 einem Ruf als Kapellmeister der Deutschen Oper zu Amsterdam, übernahm 1853 die Leitung der Liedertafel »Euterpe« daselbst, 1857 die der Vincentius-Konzerte und 1868 die des Kirchengesangvereins »Excelsior«. Von seinen Kompositionen,
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