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Scan 506

Musik-Lexikon, 1887

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1Thalberg, Chopin, Schumann, Heller, Rubinstein und Liszt sowie Bachs »Wohltemperiertes Klavier«.
3Klee, Ludwig, geb. 13. April 1846 zu Schwerin, Schüler (1864–68) und später (bis 1875) Lehrer an Kullaks Akademie in Berlin, seitdem Vorsteher einer eigenen Musikschule, gab eine Anzahl klarvierpädagogischer Werke heraus, von denen besonders »Die Ornamentik der klassischen Klaviermusik« Beachtung verdient.
5Kleemann, Karl, geb. 9. Sept. 1848 zu Rudolstadt (Thüringen), war für die Buchhändlerkarriere bestimmt, bildete sich aber unter Hofkapellmeister Müller in Rudolstadt zum Musiker aus und begann seine praktische Karriere als Dirigent eines Gesangvereins in Westfalen. 1878 ging er für mehrere Jahre nach Italien, fleißig der Komposition lebend, und wurde nach seiner Rückkehr als zweiter Operndirigent und herzogl. Musikdirektor in Dessau angestellt. Von seinen Kompositionen sind anzuführen: Musik zu Grillparzers »Der Traum ein Leben« (vielfach aufgeführt), zwei Symphonien (Nr. II D dur gedruckt), Lieder, Chormotive, Klavierstücke &c.
7Kleffel, Arno, geb. 4. Sept. 1840 zu Böcknitz (Thüringen), besuchte kurze Zeit das Leipziger Konservatorium, war aber hauptsächlich Privatschüler von Moritz Hauptmann. 1863–67 Dirigent der Musikalischen Gesellschaft zu Riga, sodann Theaterkapellmeister an den Bühnen in Köln, Amsterdam, Görlitz, Breslau, Stettin &c., 1878–80 am Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater in Berlin, in Augsburg und in letzter Zeit in Magdeburg. K. komponierte eine Oper: »Des Meermanns Harfe«, die 1865 in Riga aufgeführt wurde, Musik zu dem Weihnachtsmärchen »Die Wichtelmännchen«, ferner Lieder, Klavierstücke, Chorlieder, ein Streichquartett &c.
9Klein, 1) Johann Joseph, geb. 24. Aug. 1740 zu Arnstadt, gest. 25. Juni 1823 in Kahla bei Jena; Advokat zu Eisenberg (Altenburg), schrieb: »Lehrbuch der praktischen Musik« (1783); »Lehrbuch der theoretischen Musik« (1801); »Neues vollständiges Choralbuch« (1785, mit einer Einleitung über Choralmusik) sowie verschiedene Artikel für die »Allgemeine Musikalische Zeitung« (1799–1800). — 2) Bernhard, geb. 6. März 1793 zu Köln, gest. 9. Sept. 1832 in Berlin; vortrefflicher Komponist von Kirchenwerken, erhielt seine musikalische Jugenderziehung in Köln, wo sein Vater als Kontrabassist wirkte, ging 1812 nach Paris, wo er unter Cherubini einige Zeit arbeitete und die Bibliothek des Konservatoriums fleißig studierte. Nach der Rückkehr wurde er als Musikdirektor am Dom zu Köln angestellt, 1819 vom Ministerium nach Berlin berufen, um die dortigen musikalischen Institutionen zu studieren, blieb aber ganz dort, da er 1820 als Kompositionslehrer an dem neubegründeten königlichen Institut für Kirchenmusik und zugleich als Musikdirektor und Gesanglehrer an der Universität angestellt wurde. Kleins Hauptwerke sind die Oratorien: »Jephtha«, »David« und »Hiob«, 1 Messe, 1 achtstimmiges Paternoster, 1 sechsstimmiges Magnifikat (mit Tripelfuge), sechsstimmige Responsorien, ferner 8 Hefte Psalmen, Hymnen und Motetten für Männerstimmen (sehr bekannt und in hohem Ansehen), Klaviersonaten, Variationen &c., Lieder und Balladen (»Erlkönig«), Kantate »Worte des Glaubens« (Schiller), zwei Opern: »Dido« (Helfstab) und »Ariadne« (1825), 2 Akte einer dritten: »Irene«, Musik zu Raupachs »Erdennacht« &c. — 3) Bruno Oskar, geb. 6. Juni 1856 zu Osnabrück, Schüler seines Vaters, des Musikdirektor Karl K. und der Münchener Kgl. Musikschule. K. wurde 1879 als Organist am St. Francis Xavier zu New York angestellt. Als Komponist machte er sich durch Orchesterstücke, eine Violinsonate, eine Suite für Klavier und Violine u. a., bekannt.
11Kleine Oktave, Klein c–h, die Töne
13Bgl. die »Übersicht der Noten« (S. 1).
15Kleinmichel, Richard, Komponist und Pianist, geb. 31. Dez. 1846 zu Posen, erhielt den ersten Klavierunterricht von seinem Vater, der daselbst Militärkapellmeister war und in der Folge nach Potsdam und zuletzt nach Hamburg versetzt

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