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Scan 557

Musik-Lexikon, 1887

13 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1durch Herausgabe instruktiver Werke für Klavier berühmt gemacht. Obenan steht die gemeinschaftlich mit L. Stark herausgegebene »Große Klavierschule«, die bis jetzt außer in 10 deutschen auch in 2 französischen, 3 englischen und je einer italienischen und russischen Auflage herausgegeben wurde; ferner eine instruktive Klavierausgabe (mit Haist, Bülow, Ignaz Lachner, Lützt), ein Jugendlbum (mit Stark), Clementis »Gradus ad Parnassum« &c. Die Tübinger Universität ernannte ihn zum Ehrendoktor der Philosophie, der König von Württemberg verlieh ihm den Professortitel. Der 1815 geborene am 19. Okt. 1883 zu Stuttgart gestorbene Jakob Levy, Professor des Klavierspiels am Konservatorium, war sein Bruder.
3Lebeuf (spr. =bœf), Jean, geb. 6. März 1687 zu Auxerre, gest. 10. April 1760 daselbst als Abbé, Kanonikus und Subtantor an der Kathedrale, seit 1740 Mitglied der Pariser Akademie; war ein fleißiger Schriftsteller und schrieb über Musik: »Traité historique et pratique sur le chant ecclésiastique« (1741) und eine Reihe Artikel über den Gregorianischen Gesang (plain-chant) im »Mercure de France« von 1825—37; auch seine größeren historischen Werke: »Recueil de divers écrits pour servir d'éclaircissements à l'histoire de France« (1738, 2 Bde.) und »Dissertations sur l'histoire ecclésiastique et civile de Paris« (1739—45, 3 Bde.), enthalten vieles auf Musik Bezügliche. one of two readings
4Lebeuf (spr. -bœf), Jean, geb. 6. März 1687 zu Auxerre, gest. 10. April 1760 daselbst als Abbé, Kanonikus und Subtantor an der Kathedrale, seit 1740 Mitglied der Pariser Akademie; war ein fleißiger Schriftsteller und schrieb über Musik: »Traité historique et pratique sur le chant ecclésiastique« (1741) und eine Reihe Artikel über den Gregorianischen Gesang (plain-chant) im »Mercure de France« von 1825—37; auch seine größeren historischen Werke: »Recueil de divers écrits pour servir d'éclaircissements à l'histoire de France« (1738, 2 Bde.) und »Dissertations sur l'histoire ecclésiastique et civile de Paris« (1739—45, 3 Bde.), enthalten vieles auf Musik Bezügliche. one of two readings
6Leborne (spr. =born), Aimé Ambroise Simon, geb. 29. Dez. 1797 zu Brüssel, gest. 1. April 1866 in Paris; Schüler von Dourlen und Cherubini am Pariser Konservatorium, Sieger des Hörerpreises von 1820, bereits 1816 Hilfslehrer am Konservatorium, 1820 wirklicher Lehrer einer Elementarklasse, 1836 Nachfolger Reichas als Kompositionsprofessor, 1834 Bibliothekar der Großen Oper, später Kapellbibliothekar Napoleons III.; war besonders als Lehrer renommiert, hat sich aber auch als Komponist mit Glück versucht und mehrere komische Opern herausgebracht. Eine Harmonielehre blieb Manuskript; dagegen gab er Catels berühmten »Traité de l'harmonie« neu heraus. one of two readings
7Leborne (spr. -born), Aimé Ambroise Simon, geb. 29. Dez. 1797 zu Brüssel, gest. 1. April 1866 in Paris; Schüler von Dourlen und Cherubini am Pariser Konservatorium, Sieger des Hörerpreises von 1820, bereits 1816 Hilfslehrer am Konservatorium, 1820 wirklicher Lehrer einer Elementarklasse, 1836 Nachfolger Reichas als Kompositionsprofessor, 1834 Bibliothekar der Großen Oper, später Kapellbibliothekar Napoleons III.; war besonders als Lehrer renommiert, hat sich aber auch als Komponist mit Glück versucht und mehrere komische Opern herausgebracht. Eine Harmonielehre blieb Manuskript; dagegen gab er Catels berühmten »Traité de l'harmonie« neu heraus. one of two readings
9Lebrun (spr. =brœn), 1) Ludwig August, weitberühmter Oboevirtuose, geb. 1746 zu Mannheim, gest. 16. Dez. 1790 in Berlin; war seit 1767 im Hoforchester zu München angestellt, von wo aus er mit reichlich gewährtem Urlaub sich auf Konzertreisen im In- und Ausland bekannt machte. Seine veröffentlichten Kompositionen sind sieben Oboekonzerte, Trios für Oboe, Violine und Cello und Flötenduette. Seine Frau Franziska (geborene Danzi, geb. 1756 zu Mannheim, gest. 14. Mai 1791 in Berlin), Schwester von Franz Danzi, war eine der hervorragendsten Sängerinnen ihrer Zeit (hoher Sopran) und feierte gleiche Triumphre zu Mannheim, München, Mailand, Venedig, Neapel, London und Berlin. Kaum hatte sie ein Engagement in der letzten Stadt angetreten, als sie ihren Gatten verlor; der Verlust schmerzte sie so tief, daß sie ihm bald folgte. Auch die Töchter beider, Sophie (nachmals Frau Dulken, geb. 20. Juni 1781) und Rosine (geb. 13. April 1785), haben sich einen Namen gemacht, die erstere als Pianistin, die letztere als Sängerin. — 2) Jean, geb. 6. April 1759 zu Lyon, vorzüglicher Hornvirtuose, besonders in der Hervorbringung hoher Töne kaum übertrffen, war 1786—92 erster Hornist der Pariser Großen Oper, sodann längere Zeit an der Berliner Hofoper. 1806 kehrte er nach Paris zurück, fand aber keine Anstellung wieder und tötete sich schließlich aus Verzweiflung durch Erstickung 1809. — 3) Louis Sébastien, geb. 10. Dez. 1764 zu Paris, gest. 27. Juni 1829; war 1787—1803 Opernsänger (Tenor) an der Großen und zeitweilig an der Komischen Oper, sodann Repetitor an der Großen Oper, 1807 Tenorist der Kaiserlichen Kapelle und seit 1810 Gesangsdirektor der selben, brachte mit Erfolg eine größere Anzahl Opern zur Aufführung (besonders »Le rossignol«, 1815, die sich mehrere Jahrzehnte hielt), auch ein Te Deum (1809); ein »Messe solennelle« &c. one of two readings
10Lebrun (spr. -brœn), 1) Ludwig August, weitberühmter Oboevirtuose, geb. 1746 zu Mannheim, gest. 16. Dez. 1790 in Berlin; war seit 1767 im Hoforchester zu München angestellt, von wo aus er mit reichlich gewährtem Urlaub sich auf Konzertreisen im In- und Ausland bekannt machte. Seine veröffentlichten Kompositionen sind sieben Oboekonzerte, Trios für Oboe, Violine und Cello und Flötenduette. Seine Frau Franziska (geborene Danzi, geb. 1756 zu Mannheim, gest. 14. Mai 1791 in Berlin), Schwester von Franz Danzi, war eine der hervorragendsten Sängerinnen ihrer Zeit (hoher Sopran) und feierte gleiche Triumphre zu Mannheim, München, Mailand, Venedig, Neapel, London und Berlin. Kaum hatte sie ein Engagement in der letzten Stadt angetreten, als sie ihren Gatten verlor; der Verlust schmerzte sie so tief, daß sie ihm bald folgte. Auch die Töchter beider, Sophie (nachmals Frau Dulken, geb. 20. Juni 1781) und Rosine (geb. 13. April 1785), haben sich einen Namen gemacht, die erstere als Pianistin, die letztere als Sängerin. — 2) Jean, geb. 6. April 1759 zu Lyon, vorzüglicher Hornvirtuose, besonders in der Hervorbringung hoher Töne kaum übertrffen, war 1786—92 erster Hornist der Pariser Großen Oper, sodann längere Zeit an der Berliner Hofoper. 1806 kehrte er nach Paris zurück, fand aber keine Anstellung wieder und tötete sich schließlich aus Verzweiflung durch Erstickung 1809. — 3) Louis Sébastien, geb. 10. Dez. 1764 zu Paris, gest. 27. Juni 1829; war 1787—1803 Opernsänger (Tenor) an der Großen und zeitweilig an der Komischen Oper, sodann Repetitor an der Großen Oper, 1807 Tenorist der Kaiserlichen Kapelle und seit 1810 Gesangsdirektor der selben, brachte mit Erfolg eine größere Anzahl Opern zur Aufführung (besonders »Le rossignol«, 1815, die sich mehrere Jahrzehnte hielt), auch ein Te Deum (1809); ein »Messe solennelle« &c. one of two readings
12Lechner, Leonhard, ein begabter und fleißiger Komponist des 16. Jahrh., war im Etschthal geboren und eine zeitlang, vielleicht als Sängerknabe an der berzgl. bayerischen Kapelle angestellt; bekleidete um 1570 eine Schullehrerstelle in Rünn:

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