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Scan 558

Musik-Lexikon, 1887

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1berg, wurde 1584 Kapellmeister beim Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern in Hechingen, verließ die Stellung aber schon nach einem Jahre und wurde 1586 Komponist und Musikus am Württembergischen Hofe. Um 1590 muß er dort gestorben sein. Ein Verzeichnis seiner Kompositionen (4—6st. Motetten, 2—3st. deutsche Lieder nach Villanelleart, 4—5st. deutsche Lieder und Madrigale, 5—6st. Messen &c.) i. in dem Monatsh. f. Mus.-Gesch. I, 179 und X, 137.
3Leclair (spr. tötähr) Jean Marie, bedeutender Komponist für Violine, geb. 1697 zu Lyon, ermordet 22. Okt. 1764 in Paris: war ursprünglich Balletttänzer und wurde als Ballettmeister zu Turin angestellt, kultivierte aber das Violinspiel daneben mit Energie und Erfolg, so daß Somis auf ihn aufmerksam wurde und ihn zu seinem Schüler machte. 1729 kam er nach Paris, erlangte aber nur Anstellung als Rivienspieler an der Großen Oper: 1731 trat er in das königliche Orchester ein, doch nur für kurze Zeit, da er die Stelle eines Borgeigers der zweiten Geigen nicht erlangen konnte. Seitdem lebte er als Privatlehrer und Komponist, bis er aus unbekannten Motiven ermordet wurde. Seine Werke sind: 48 Sonaten für Violine mit Continuo (Op. 1, 2, 5, 9); Duos für 2 Violinen (Op. 3, 12); 6 Trios für 2 Violinen mit Continuo (Op. 4); leichte Trios für 2 Violinen mit Continuo (Op. 6, 8); Concerti grossi für 3 Violinen, Bratsche, Cello und Orgelbass (Op. 7, 10); eine Oper: »Glaucus und Scylla« Op. 11, aufgeführt 1747; Duettüren und Sonaten als Trios für 2 Violinen und Bass (Op. 13) und endlich eine posthume Sonate (Op. 14). Ferdinand David hat 2 Sonaten von L. in seiner »Hohen Schule des Violinspiels« neu belebt. one of two readings
4Leclair (spr. tötähr) Jean Marie, bedeutender Komponist für Violine, geb. 1697 zu Lyon, ermordet 22. Okt. 1764 in Paris: war ursprünglich Ballettänzer und wurde als Ballettmeister zu Turin angestellt, kultivierte aber das Violinspiel daneben mit Energie und Erfolg, so daß Somis auf ihn aufmerksam wurde und ihn zu seinem Schüler machte. 1729 kam er nach Paris, erlangte aber nur Anstellung als Rivienspieler an der Großen Oper: 1731 trat er in das königliche Orchester ein, doch nur für kurze Zeit, da er die Stelle eines Borgeigers der zweiten Geigen nicht erlangen konnte. Seitdem lebte er als Privatlehrer und Komponist, bis er aus unbekannten Motiven ermordet wurde. Seine Werke sind: 48 Sonaten für Violine mit Continuo (Op. 1, 2, 5, 9); Duos für 2 Violinen (Op. 3, 12); 6 Trios für 2 Violinen mit Continuo (Op. 4); leichte Trios für 2 Violinen mit Continuo (Op. 6, 8); Concerti grossi für 3 Violinen, Bratsche, Cello und Orgelbass (Op. 7, 10); eine Oper: »Glaucus und Scylla« Op. 11, aufgeführt 1747; Duettüren und Sonaten als Trios für 2 Violinen und Bass (Op. 13) und endlich eine posthume Sonate (Op. 14). Ferdinand David hat 2 Sonaten von L. in seiner »Hohen Schule des Violinspiels« neu belebt. one of two readings
6Leclercq (spr. tötähr), Louis, i. Celler.
8Lecocq (spr. tötöt), Alexandre Charles, geb. 3. Juni 1832 zu Paris, der bekannte Rivale Offenbachs auf dem Gebiet der Operette, war am Konservatorium Schüler von Bazin (Harmonie), Halévy (Komposition) und Benoist (Orgel) und war seit 1854 als Musiklehrer tätig. Sein erstes Debüt als Komponist machte er 1857, wo er bei der von Offenbach ausgeschriebenen Konkurrenz gemeinschaftlich mit G. Bizet für die Komposition einer Operette: »Le docteur Miracle«, preisgekrönt wurde. Der Erfolg war nur ein mäßiger. Noch weniger reüssierte 1859 seine Operette »Huis-Clos«, und auch die nächstfolgenden Stücke: »Le baiser à la porte« (1864), »Liline et Valentin« (1864), »Les Ondines de Champagne« (1865), »Le Myosotis« (1866), »Le cabaret de Rambonneau« (1867) und die komische Oper »L'amour et son carquois« (1868), fanden nur mäßigen und nicht nachhaltigen Beifall. Erst sein »Fleur de thé« (April 1868) schlug vollständig durch, wurde in kurzer Zeit 100mal aufgeführt und fand den Weg ins Ausland. Seitdem rangierte L. unter die beliebtesten Komponisten des großen Publikums; von Offenbach und Hervé unterscheidet er sich vorteilhaft durch größere Sorgfalt und Korrektheit des Gastes. Seine den genannten seitdem gefolgten Stücke sind: die komische Oper »Les jupeaux de Bergame« (1868); das Vaudeville »Le carnaval d'un merle blanc« (1868); die Operetten: »Gandolfo« (1869), »Deux portières pour un cordon«, »Le Rajah de Mysore«, »Le beau Dunois« (1870), »Le testament de Mr. de Crac« (1871), »Le barbier de Trouville«, »Sauvons la caisse« (1872), »Les 100 vierges, »La fille de Madame Angot« (»Mamell Angot«), »Giroflé-Girofla« (1874), »Les prés de St. Gervais«, »Le pompon« (1875), »La petite mariée« (1876), »Kosiki«, »La Marjolaine« (1877), »Le petit duc« (1878), »Camargo«, »La petite Mademoiselle« (1879), »Le grand Casimir«, »La jolie Persane« (1880), »Le marquis de Windsor«, »Janot« (1881), »La roussotte«, »Le jour et la nuit«, »Le coeur et la main« (1882), »La princesse des Canaries« (1883), »L'oiseau bleu« (1884) und »Plutus« (1886). Außer den Bühnenwerken hat L. herausgegeben: »Les Fantoccini« (Ballett-pantomime für Klavier), eine Gavotte und 24 Charakterstücke (»Les miettes«) für Klavier, eine Anzahl Gesangstücke mit Klavier (Mélodies, Chansons, Aubade &c.), kirchliche Gesänge für Frauenstimmen: »La chapelle au couvent« (1885) und

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