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Scan 559
Musik-Lexikon, 1887
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1einen Klavierauszug von Rameaus „Castor et Pollux“ (1877).
3Le Couppen (spr. lö kuppén), Félix, geb. 14. April 1814 zu Paris, Schüler von Dourlen am Konservatorium, wurde bereits 1828 Hilfslehrer einer Harmonievorklasse, 1837 ordentlicher Lehrer, 1843 Nachfolger Dourlens als Harmonieprofessor, 1848 Stellvertreter des verreisten Henri Herz und bald darauf Professor einer neuen Klavierklasse für Damen. Die Publikationen von L. sind überwiegend instruktive Werke für Klavier: Etüden, eine „École du mécanisme du piano“, „L’art du piano“ (50 Etüden nebst Anmerkungen) und eine Schrift: „De l’enseignement du piano; conseils aux jeunes professeurs“ (1865).
5Ledebr, Karl, Freiherr von geb. 20. April 1806 zu Schildeche bei Bielefeld, war Kavallerieoffizier in Berlin, nahm 1852 nach einem Sturz vom Pferd seinen Abschied und widmete sich seitdem vorzugsweise musikalischen Studien. L. veröffentlichte ein „Tonkünstlerlexikon Berlins von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart“ (1860—61), ein mit großer Sorgfalt abgefasstes Werk.
7Lee (spr. lih), die Brüder: Sebastian, geb. 24. Dec. 1805 zu Hamburg, gest. 4. Jan 1887 dafelbst und Louis, geb. 19. Okt. 1819 dafelbst, ausgezeichnete Cellisten, Schüler von J. N. Prell. Sebastian L. war 1837—68 Solocellist der Großen Oper zu Paris, lebte seitdem in Hamburg und gab Phantasien, Variationen, Rondos und Duette für Cello sowie eine sehr verbreitete Cello-Schule heraus. Louis L. konzertierte bereits mit zwölf Jahren in Deutschland und Kopenhagen, wirkte sodann als Cellist am Hamburger Stadttheater, lebte mehrere Jahre in Paris, veranstaltete in Hamburg Kammermusiksoireen mit Hafner, später mit Böie und ist gegenwärtig erster Cellist der Philharmonischen Gesellschaft, bis 1884 auch Lehrer am Konservatorium. Von seinen Kompositionen erschienen in Druck: je ein Klavierquartett (Op. 10) und Trio (Op. 5), eine Cellosonate (Op. 9), Sonatine (Op. 15), Violinsonate (Op. 4), Sonatine (Op. 13), Stüde für Klavier und Cello und für Klavier allein; im Manuskript, aber aufgeführt: Symphonien (die eine unter Spohr in Kassel), 2 Streichquartette und die Musiken zu Schillers „Jungfrau von Orleans“ und „Wilhelm Tell“.
9Lefebure (spr. -bühr) Louis François Henri, geb. 18. Febr. 1754 zu Paris, gestorben 1840; französischer Verwaltungsbeamter, zuletzt Unterpräfekt zu Verdun, seit 1814 in Ruhestand zu Paris lebend, schrieb: „Nouveau solfège“ (1780), worin er eine neue Methode der Solmisation vortrug, die Gossac an der École royale du chant einführte; ferner: „Revue, erreurs et méprises de différents auteurs célèbres en matière musicale“ (1789); auch komponierte er mehrere Kantaten und Oratorien.
11Lefebure-Wély, Louis James Alfred, geb. 18. Nov. 1817 zu Paris, gest. 31. Dez. 1869; Sohn des Organisten der Rochuskirche, Antoine L., der Klaviersonaten, Violinsonaten, eine Messe, Te Deum x. herausgegeben hat (gest. 1831), war der Schüler seines Vaters und schon mit 8 Jahren sein Stellvertreter und mit 14 Jahren sein Amtsnachfolger. Kurz nach dieser Ernennung trat er ins Konservatorium, wo Benoist (Orgel), Zimmermann (Klavier), Bertin und Halévy (Komposition) seine Lehrer wurden und er mehrere Preise erhielt. Daneben war L. noch Privatschüler von Adam (Komposition) und dem Organisten der Kirche St. Sulpice, Séjan (Orgel). 1847 vertauschte er den Organistenposten der Rochuskirche mit dem der Madeleine an der herrlichen Orgel von Cavaille-Coll, gab diesen 1848 auf, um sich ganz der Komposition zu widmen, nahm jedoch 1863 die Nachfolgerschaft Séjans an St. Sulpice an. L., der in Deutschland hauptsächlich als Komponist des Klavierstücks „Les cloches du monastère“ („Klosterglöckchen“) bekannt ist, war ein ausgezeichneter Musiker, besonders trefflicher Improvisator auf der Orgel. Als Komponist hat er sich auf fast allen Gebieten betätigt (Oper „Les recruteurs“ [1861], Kantate „Après la victoire“ [1863], 2 Orgelmesse, 1 Orchestermesse, 3 Symphonien x.).
13Lefebvre (spr. -bühr), Jacques (Le Febvre, Jacobus Faber), geboren um 1435 oder 1455 zu Etaples bei Amiens (daher Stapulensis), gest. 1537 oder one of two readings
14Lefebvre (spr. -lésähwri), Jacques (Le Febvre, Jacobus Faber), geboren um 1435 oder 1455 zu Etaples bei Amiens (daher Stapulensis), gest. 1537 oder one of two readings
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