Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Books › Musik-Lexikon, 1887 › scan 584

Scan 584

Musik-Lexikon, 1887

9 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1chronometer: ein an einen Faden pendelndes Blei und eine Skala mit 72 verschiedenen Geschwindigkeitsgraden. L. konstruierte auch ein »sonomètre«, eine Art Monochord als Hilfsmittel für Klavierstimmer. Beide Instrumente fanden den Beifall der Pariser Akademie. Die Schriften Louliés sind: »Éléments de musique« (1696, mit Abbildung und Beschreibung des Chronometers); »Abrégé des principes de musique« (1696, auch als »Éléments ou principes de musique«) und »Nouveau système de musique« (1698, mit Erklärung des Sonometers).
3Loure (spr. luhr), 1) Name eines veralteten, der Sackpfeife ähnlichen Instruments in der Normandie und, davon herkommend — 2) Name eines Tanzes von gemessener Bewegung im Tripeltakt mit merklicher Hervorhebung des Taktanfangs, Motivbildung meist mit Verbot des Abstoßens der punktierten Note.
5Löwe, Johann Karl Gottfried, geb. 30. Nov. 1796 zu Löbejün bei Köthen, gest. 20. April 1869 in Kiel; zwölftes Kind eines Schullehrers, war Chorknabe zu Köthen, besuchte sodann das Gymnasium der Franck-Stiftung in Halle a. S. wo er Musikunterricht von Türk erhielt; er zeichnete sich als Chorsänger so aus, daß König Jérôme von Westfalen gelegentlich eines Besuchs in Halle ihm ein Stipendium von 300 Thl. jährlich aussetzte, das er nun zur Konzentration auf das musikalische Studium ausnutzte. Der Sturz Napoleons brachte ihn um diesen Zuschuß, und L. widmete sich zunächst dem Studium der Theologie, setzte aber seine musikalischen Arbeiten fort, gab seine ersten Balladen heraus und wurde bald bekannt, so daß er 1820 einen Ruf als Kantor der Jakobskirche und Gymnasialmusiklehrer zu Stettin erhielt: 1821 wurde er städtischer Musikdirektor. In dieser bescheidenen Stellung wirkte er 46 Jahre, bis er 1866 nach einem Schlaganfall seine Entlassung erhielt. Er siedelte nun nach Kiel über, wo er sein Leben beschloß. Die Universität Greifswald hatte ihm den philosophischen Doktorstitel verliehen. L. war selbst ein tüchtiger Sänger und machte von Stettin aus vielfach Konzertausflüge (nach England, Standinavien und Frankreich u. c.), auf denen er seine Balladen vortrug. Die Gesamtzahl seiner publizierten Werke ist 145, darunter drei Streichquartette, ein Klaviertrio, Klaviersonaten (Mazeppa, Frühlingssonate, Alpensonate u. c.) u. a. Doch liegt der Schwerpunkt der Bedeutung Löwes in seinen GesangsWerken, besonders den »Balladen« für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Edward [Op. 1], Erlkönig, Heinrich der Vogler, Archibald Douglas, »Der Röck«, »Tom der Reimer«, »Oluf«, »Die verfallene Mühle« u. c.; vgl. die Löwe-Albums von Peters [20 Balladen] und Schlesinger [16 Balladen]); zu nennen sind noch: »Die Walpurgisnacht« (Ballade für Soli, Chor und Orchester); die Kantate »Die Hochzeit der Lhetis«; die Oratorien: »Die Festzeiten«, »Die Zerstörung Jerusalem«, »Die Siebenschläfer«, »Die ehrne Schlange«, »Die Apostel von Philippi« (a cappella) »Gutenberg«, »Palestrina«, »Hiob«, »Der Meister von Avis«, »Das Sühnopfer des neuen Bundes«, »Das hohe Lied Salomonis«, »Polus Atella«, »Die Heilung des Blindgeborenen« (a cappella), »Johannes der Läuterer« (a cappella) »Die Auferweckung des Lazarus« (a cappella). Von fünf Opern, die er geschrieben, gelangte nur eine, »Die drei Wünsche«, zur Aufführung (Berlin 1834, Klavierauszug gedruckt); auch Symphonien, Ouvertüren u. c. blieben Manuskript. Endlich ist L. auch Verfasser einer »Gesanglehre« (1826, 3. Aufl. 1834) und der Schrift »Musikalischer Gottesdienst; methodische Anweisung zum Kirchengesang und Orgelspiel« (1851). Seine Selbstbiographie wurde 1870 von K. H. Bitter herausgegeben. one of two readings
6Löwe, Johann Karl Gottfried, geb. 30. Nov. 1796 zu Löbejün bei Köthen, gest. 20. April 1869 in Kiel; zwölftes Kind eines Schullehrers, war Chorknabe zu Köthen, besuchte sodann das Gymnasium der Franck-Stiftung in Halle a. S. wo er Musikunterricht von Türk erhielt; er zeichnete sich als Chorsänger so aus, daß König Jérôme von Westfalen gelegentlich eines Besuchs in Halle ihm ein Stipendium von 300 Thl. jährlich aussetzte, das er nun zur Konzentration auf das musikalische Studium ausnutzte. Der Sturz Napoleons brachte ihn um diesen Zuschuß, und L. widmete sich zunächst dem Studium der Theologie, setzte aber seine musikalischen Arbeiten fort, gab seine ersten Balladen heraus und wurde bald bekannt, so daß er 1820 einen Ruf als Kantor der Jakobskirche und Gymnasialmusiklehrer zu Stettin erhielt: 1821 wurde er städtischer Musikdirektor. In dieser bescheidenen Stellung wirkte er 46 Jahre, bis er 1866 nach einem Schlaganfall seine Entlassung erhielt. Er siedelte nun nach Kiel über, wo er sein Leben beschloß. Die Universität Greifswald hatte ihm den philosophischen Doktorstitel verliehen. L. war selbst ein tüchtiger Sänger und machte von Stettin aus vielfach Konzertaussflüge (nach England, Standinavien und Frankreich u. c.), auf denen er seine Balladen vortrug. Die Gesamtzahl seiner publizierten Werke ist 145, darunter drei Streichquartette, ein Klaviertrio, Klaviersonaten (Mazeppa, Frühlingssonate, Alpensonate u. c.) u. a. Doch liegt der Schwerpunkt der Bedeutung Löwes in seinen GesangsWerken, besonders den »Balladen« für eine Singstimme mit Klavierbegleitung (Edward [Op. 1], Erlkönig, Heinrich der Vogler, Archibald Douglas, »Der Röck«, »Tom der Reimer«, »Oluf«, »Die verfallene Mühle« u. c.; vgl. die Löwe-Albums von Peters [20 Balladen] und Schlesinger [16 Balladen]); zu nennen sind noch: »Die Walpurgisnacht« (Ballade für Soli, Chor und Orchester); die Kantate »Die Hochzeit der Lhetis«; die Oratorien: »Die Festzeiten«, »Die Zerstörung Jerusalem«, »Die Siebenschläfer«, »Die ehrne Schlange«, »Die Apostel von Philippi« (a cappella) »Gutenberg«, »Palestrina«, »Hiob«, »Der Meister von Avis«, »Das Sühnopfer des neuen Bundes«, »Das hohe Lied Salomonis«, »Polus Atella«, »Die Heilung des Blindgeborenen« (a cappella), »Johannes der Läuterer« (a cappella) »Die Auferweckung des Lazarus« (a cappella). Von fünf Opern, die er geschrieben, gelangte nur eine, »Die drei Wünsche«, zur Aufführung (Berlin 1834, Klavierauszug gedruckt); auch Symphonien, Ouvertüren u. c. blieben Manuskript. Endlich ist L. auch Verfasser einer »Gesanglehre« (1826, 3. Aufl. 1834) und der Schrift »Musikalischer Gottesdienst; methodische Anweisung zum Kirchengesang und Orgelspiel« (1851). Seine Selbstbiographie wurde 1870 von K. H. Bitter herausgegeben. one of two readings
8Lübeck, 1) Johann Heinrich, geb. 11. Febr. 1799 zu Alphen in Holland, gest. 7. Febr. 1865 im Haag; ein um die Musik seines Vaterlandes hochverdienter Musiker, machte die Befreiungskriege 1813—15 als preußischer Militärmusiker mit, trieb sodann zu Potsdam eingehende theoretische Studien, wirkte in den Theaterorchestern zu Riga und Stettin, trat auch als Violinvirtuose auf und kehrte 1823 nach den Niederlanden zurück, wo er sich durch Konzerte vorteilhaft bekannt

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.