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Scan 605
Musik-Lexikon, 1887
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1sem und unter Elasing in Hamburg, später (1830) unter Seyfried und Bocklet in Wien und ließ sich dann als Musiklehrer in Hamburg nieder. 1875 erhielt er den Titel Königlicher Musikdirektor. M. war der Lehrer von Johannes Brahms.
3Marziale (marciale, ital.), kriegerisch.
5Maschinen, s.: Pistons: Maschinenpauken, s. Pauken.
7Masék (spr. masék), Vincent, tüchtiger Pianist und Virtuose auf der Harmonika, geb. 5. April 1755 zu Zvikovec in Böhmen, gest. 15. Nov. 1831 zu Prag; Schüler von Dussek, machte Kunstreisen, war dann Organist an St. Nikolaus zu Prag und zuletzt Musikalienhändler. M. komponierte mehrere böhmische Opern, ferner Messen, Symphonien, Klavierkonzerte, Kammerensembles, Lieder, Klaviersonaten, Stücke für Harmonika etc. — Sein Bruder Paul, geb. 1761, war gleichfalls ein tüchtiger Pianist und starb 22. Nov. 1826 als Privatmusiklehrer zu Wien. Auch er hat sich auf allen Gebieten der Komposition versucht.
9Maskenspiele (franz. und engl. Masques, ital. Ludi) waren Vorläufer der Oper, allerlei allegorische oder mythische Szenen mit Gesang und üppiger dekorativer Ausstattung, welche besonders im 16.—17. Jahrh. an den Fürstenhöfen bei Vermählungsfeierlichkeiten etc. zur Aufführung gelangten. Von dem Musikdrama, wie es das 17. Jahrh. brachte, unterschieden sich die M. sehr scharf durch die noch mangelnde Monodie. In England waren die M. in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. sehr im Schwange (W. Lawes, Laniere, Campion, Lock u. a., s. d. Art.).
11Mason (spr. méhs'n), 1) William, Musikschriftsteller, geb. 1725 zu Hull, gest. 5. April 1797 in Aston; Bakkalaureus, später Magister artium (Cambridge), nahm 1755 geistliche Weihen und wurde Kanonikus und Precentor an der Kathedrale zu York. M. gab heraus: eine Zusammenstellung der Bibeltexte, welche als Anthems komponiert worden (»A copious collection etc.«, 1782), nebst einem vorausgeschickten »Essay on cathedral music«, ferner Essays: »On instrumental church music«, »On parochial psalmody«, »On the causes of the present imperfect alliance between music and poetry«; auch war er Dichter (Tragödien, lyrische Gedichte), schrieb eine Biographie Grays und komponierte auch selbst einige Anthems. — 2) Lowell, verdienter nordamerikan. Musiker, geb. 8. Jan. 1792 zu Medfield in Massachusetts, gest. 11. Aug. 1872 zu Orange in New Jersey; war längere Zeit Präsident der Handel and Haydn Society zu Boston, begründete 1832 die Bostoner Musikakademie, rief regelmäßige Versammlungen von Musiklehrern ins Leben, wurde von der New Yorker Universität 1835 zum Doktor der Musik promoviert, machte eine Studienreise nach Deutschland (1837) und veröffentlichte die Resultate seiner Beobachtungen (»Musical letters abroad«, 1853). — Zwei seiner Söhne, Lowell und Henry, sind Mitbegründer der Firma »M. and Hamlin« zn Boston (Orgel- und Harmoniumfabrik); ein dritter — 3) William, geb. 1829 zu Boston, geschätzter Pianist, studierte 1849—54 in Deutschland unter Moscheles, Dreschdorff und Liszt (Clavier) und M. Hauptmann und E. F. Richter (Theorie). Nach erfolgreichem Auftreten als Konzertspieler in Leipzig, Prag, Weimar, London kehrte er nach Amerika zurück, machte zunächst ein Konzerttournee durch die Vereinigten Staaten und ließ sich dann in New York nieder, wo er mit Bergmann und Thomas klassische Musikabende einrichtete. Seit einigen Jahren spielt er nicht mehr öffentlich, sondern ist nur noch als Lehrer tätig. Er veröffentlichte viele gefällige Klaviersachen.
13Massaini, Liburcio, Kontrapunktist des 16. Jahrh., geboren zu Cremona, war zuerst Kapellmeister an Santa Maria del Popolo zu Rom, erhielt sodann Anstellung am Hofe Kaiser Rudolfs II. in Prag (1580) und lebte später wieder zu Rom (noch 1605). Seine erhaltenen Werke sind: 2 Bücher 4 stimmiger Madrigale (1569, 1573), 4 Bücher 5 stimmiger Madrigale (1571—94), 6—12 stimmige »Sacri modulorum concentus« (2—3 chörige Motetten, 1567), 5 stimmige Vesperpsalmen und Magnifikats (davon eins 9 stimmig, 1576), 4 Bücher 5 stimmiger Motetten (1576—94), ein Buch 4 stimmiger Motetten (1580, Philipp de Monte gewidmet),
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