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Scan 606

Musik-Lexikon, 1887

13 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

17 stimmige Motetten (1607), 6 stimmige Psalmen (1578), 5- bis 6 stimmige Messen (1578), 8 stimmige Messen (1600), 5 stimmige Lamentationen (1599) sowie einiges in Sammelwerken Verstreute und Manuskripte in Rom.
3Massart (spr. -ahr), Lambert Joseph, ausgezeichneter Violinist, geb. 19. Juli 1811 zu Lüttich, entstammte einer Musikersfamilie, erhielt seine Ausbildung von R. Kreutzer in Paris, wurde jedoch als Ausländer von Cherubini nicht ins Konzervatorium aufgenommen; nachdem er sich bereits als Violinlehrer in Paris Renommee erworben, wurde er 1843 als Violinprofessor am Konzervatorium angestellt. H. Wieniawski war sein Schüler.—Massarts Gattin Louise Aglaë, geborene Masson, geb. 10. Juni 1827 zu Paris, ist eine vorzügliche Pianistin und 1875 als Nachfolgerin Farrencs als Lehrerin des Klavierspiels am Konzervatorium angestellt. Ein anderer Tonkünstler, vermutlich ein Verwandter Victor M. geb. 1799, gest. 6. Aug. 1883 zu Lüttich war Kontrabassist und Lehrer am Konzervatorium zu Lüttich. one of two readings
4Massart (spr. -ahr), Lambert Joseph, ausgezeichneter Violinist, geb. 19. Juli 1811 zu Lüttich, entstammte einer Musikersfamilie, erhielt seine Ausbildung von R. Kreutzer in Paris, wurde jedoch als Ausländer von Cherubini nicht ins Konservatorium aufgenommen; nachdem er sich bereits als Violinlehrer in Paris Renommee erworben, wurde er 1843 als Violinprofessor am Konservatorium angestellt. H. Wieniawski war sein Schüler.—Massarts Gattin Louise Aglaë, geborene Masson, geb. 10. Juni 1827 zu Paris, ist eine vorzügliche Pianistin und 1875 als Nachfolgerin Farrencs als Lehrerin des Klavierspiels am Konservatorium angestellt. Ein anderer Tonkünstler, vermutlich ein Verwandter Victor M. geb. 1799, gest. 6. Aug. 1883 zu Lüttich war Kontrabassist und Lehrer am Konservatorium zu Lüttich. one of two readings
6Massé, Victor (eigentlich Félix Marie), franz. Operntomponist, geb. 7. März 1822 zu Lorient (Morbihan) gest. 4./5. Juli 1884 zu Paris, 1834—44 Schüler von Zimmermann (Klavier) und Halévy (Komposition) am Pariser Konzervatorium, erhielt 1844 den großen Staatspreis für Komposition (prix de Rome) für die Kantate »Le rénégat de Tanger«, sandte von Rom während des vorgeschriebenen dreijährigen Studienaufenthalts unter anderem eine italienische Oper: »La favorita e la schiava«, ein, machte sich nach seiner Rückkehr zuerst durch Romanzen bekannt und debütierte als Operntomponist mit gutem Erfolg 1852 an der Romischen Oper mit »La chanteuse voilée«. Seitdem folgten: »Galatée« (1852), »Les noces de Jeannette« (1853), »La fiancée du diable« (1854), »Miss Fauvette« (1855), »Les saisons« (1855), »La reine Topaze« (1856), »Le cousin de Mariavaux« (1857), »Les chaises à porteurs« (1858), »La fée Carabosse« (1859) »La mule de Pedro« (1863), »Fior d’Aliza« (1866), »Le fils du brigadier« (1867), »Paul et Virginie« (1876) und »La nuit de Cléopâtre« (1677). 1860 wurde M. Chordirektor der Großen Oper, 1866 Kompositionsprofessor am Konzervatorium; 1880 trat er mit dem Titel eines Ehrenprofessors in den Ruhestand. 1871 wurde er an Stelle Aubers in die Akademie gewählt. one of two readings
7Massé, Victor (eigentlich Félix Marie), franz. Operntomponist, geb. 7. März 1822 zu Lorient (Morbihan) gest. 4./5. Juli 1884 zu Paris, 1834—44 Schüler von Zimmermann (Klavier) und Halévy (Komposition) am Pariser Konservatorium, erhielt 1844 den großen Staatspreis für Komposition (prix de Rome) für die Kantate »Le rénégat de Tanger«, sandte von Rom während des vorgeschriebenen dreijährigen Studienaufenthalts unter anderem eine italienische Oper: »La favorita e la schiava«, ein, machte sich nach seiner Rückkehr zuerst durch Romanzen bekannt und debütierte als Operntomponist mit gutem Erfolg 1852 an der Romischen Oper mit »La chanteuse voilée«. Seitdem folgten: »Galatée« (1852), »Les noces de Jeannette« (1853), »La fiancée du diable« (1854), »Miss Fauvette« (1855), »Les saisons« (1855), »La reine Topaze« (1856), »Le cousin de Mariavaux« (1857), »Les chaises à porteurs« (1858), »La fée Carabosse« (1859) »La mule de Pedro« (1863), »Fior d’Aliza« (1866), »Le fils du brigadier« (1867), »Paul et Virginie« (1876) und »La nuit de Cléopâtre« (1677). 1860 wurde M. Chordirektor der Großen Oper, 1866 Kompositionsprofessor am Konservatorium; 1880 trat er mit dem Titel eines Ehrenprofessors in den Ruhestand. 1871 wurde er an Stelle Aubers in die Akademie gewählt. one of two readings
9Massenet (spr. mass’na), Jules Emile Frédéric, einer der bedeutendsten jüngern französischen Komponisten, geb. 12. Mai 1842 zu Montaud bei St. Etienne (Loire), erhielt seine Ausbildung auf dem Pariser Konzervatorium, wo Laurent (Klavier), Reber (Harmonie) und Ambroise Thomas (Komposition) seine speziellen Lehrer waren. 1863 erhielt er den Römerpreis für die Kantate »David Rizzio« und hat sich seither durch eine Reihe bemerkenswerter Werke vorteilhaft bekannt gemacht. Besonders seien hervorgehoben: »Maria Magdalena« (biblisches Drama in 4 Akten, 1873 im Odéontheater), »Eva« (Mysterium in 3 Abteilungen, 1875), »Die Erinneren« (antikes Drama in 2 Akten, 1873), »Die Jungfrau« (biblische Legende in 4 Szenen), die drei 5 aktigen großen Opern: »Der König von Lahore« (1877), »Herodias« und »Cid« (1885), die 3 aktigen tonischen Opern: »Don César de Bazan« (1872) und »Manon« (1884), die Einakter »Ma grand’ tante« (1867) und »Berangère et Anatole« (1876), Musik zu Sardous »Theodora« (1884), 5 Orchestersuiten (darunter »Ungarische Suite« und »Scènes pittoresques«), Ouvertüren, Orchesterphantasien, Klavierstücke u. M. ist Mitglied des Institut de France (Akademie) und seit 1878 Kompositionsprofessor am Konzervatorium (Nachfolger Bazins). one of two readings
10Massenet (spr. mass’na), Jules Emile Frédéric, einer der bedeutendsten jüngern französischen Komponisten, geb. 12. Mai 1842 zu Montaud bei St. Etienne (Loire), erhielt seine Ausbildung auf dem Pariser Konservatorium, wo Laurent (Klavier), Reber (Harmonie) und Ambroise Thomas (Komposition) seine speziellen Lehrer waren. 1863 erhielt er den Römerpreis für die Kantate »David Rizzio« und hat sich seither durch eine Reihe bemerkenswerter Werke vorteilhaft bekannt gemacht. Besonders seien hervorgehoben: »Maria Magdalena« (biblisches Drama in 4 Akten, 1873 im Odéontheater), »Eva« (Mysterium in 3 Abteilungen, 1875), »Die Erinneren« (antikes Drama in 2 Akten, 1873), »Die Jungfrau« (biblische Legende in 4 Szenen), die drei 5 aktigen großen Opern: »Der König von Lahore« (1877), »Herodias« und »Cid« (1885), die 3 aktigen tonischen Opern: »Don César de Bazan« (1872) und »Manon« (1884), die Einakter »Ma grand’ tante« (1867) und »Berangère et Anatole« (1876), Musik zu Sardous »Theodora« (1884), 5 Orchestersuiten (darunter »Ungarische Suite« und »Scènes pittoresques«), Ouvertüren, Orchesterphantasien, Klavierstücke u. M. ist Mitglied des Institut de France (Akademie) und seit 1878 Kompositionsprofessor am Konservatorium (Nachfolger Bazins). one of two readings
12Masutto, 1) Giovanni, ital. Musikschriftsteller und Referent musikalischer Zeitschriften in Benedig, Verfasser von »I maestri di musica italiani del secolo XIX.« (Benedig, 3. Aufl. 1884). — 2) Renzo, Sohn des vorigen, geb. 25. April 1858 zu Treviso, Schüler von Cozzi, Del Maino und Ferrarini (Violine), Sartori und Ficcarelli (Klavier), Giov. Rossi in Parma und Tonassi in Benedig (Komposition), jetzt Kapellmeister des 27. ital. Infanterie-Regiments, trat als Pianist und Violinist auf und verspricht als Kompo-

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