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Scan 657
Musik-Lexikon, 1887
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1Mozart-Stiftung.
3nur Streichquartett und zwei Hörner, dazu eine Sonate für Fagott und Cello, ein Adagio für zwei Bassettthörner und Fagott, Adagio für zwei Klarinetten und drei Bassettthörner, Adagio für Harmonika, Adagio und Allegretto für Harmonika, Flöte, Oboe, Bratsche und Cello, Adagio, und Allegretto (desgleichen), Phantasie für ein Glockenspiel, Andante für eine Drehorgel. VI. Konzerte und Solostücke mit Orchester (Serie 12 und 16): 6 Violinkonzerte, 6 Solostücke für Violine, Concertone für zwei Violinen, Concertante für Violine und Bratsche, ein Fagottkonzert, ein Konzert für Flöte und Harfe, 2 Flötenkonzerte, eine Andante für Flöte, 4 Hornkonzerte, ein Klarinettenkonzert, 25 Klavierkonzerte, ein Konzert-Rondo für Klavier, ein Doppelkonzert für zwei Klaviere, ein Tripelkonzert für drei Klaviere. VII. Kammermusik (Serie 13—15, 17, 18): 7 Streichquintette (zwei Bratschen), ein Quintett für eine Violine, zwei Bratschen, Horn (ad lib. Cello) und Cello, ein Quintett für Klarinette und Streichquartett, 26 Streichquartette, eine Nachtmusik für Streichquintett (mit Kontrabass), Adagio und Fuge für Streichquartett, ein Quartett für Oboe und Streichtrio, ein Divertissement für Streichtrio, 2 Duos für Violine und Bratsche, ein Duo für zwei Violinen, ein Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, 2 Klavierquartette mit Streichtrio, 7 Klaviertrios, eins desgleichen mit Klarinette und Bratsche, 42 Violinsonaten, ferner ein Allegro und 2 Variationenwerke für Klavier und Violine. VIII. Klaviermusik (Serie 19—22): a) vierhändig: 5 Sonaten und eine Andante mit Variationen; b) für zwei Klaviere: eine Fuge und eine Sonate; c) zweihändig: 17 Sonaten, Phantasie und Fuge, 3 Phantasien, 15 Variationenwerke, 35 Kadenzzen zu Klavierkonzerten, mehrere Menuette, 3 Rondos, eine Suite, eine Fuge, 2 Allegros, Allegro und Andante, Andantino, Adagio, Gigue. IX. Für Orgel (Serie 23): 17 Sonaten, zum größten Teil mit zwei Violinen und Cello. Das Supplement (Serie 24) bringt die unvollendeten (unter andern das Requiem) und zweifelhaften Werke sowie die Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten (Bachs Wohltemperiertes Klavier für Streichquartett u. a.).
5Die biographischen Arbeiten eines Riemtschek (1798), Nissen (1828), Ulibischew (1843), Holmes (1845) &c. sind überschüttelt und absorbiert durch die erschöpfende Mozart-Biographie von Otto Jahn (1856—59, 4 Bde.; 2. Aufl. 1867, 2 Bde.), ein wahrhaft würdiges Denkmal des Lieblings der Welt. In neuester Zeit hat besonders noch Ludwig Nohl wertvolles Material über M. beigebracht (»Die Zauberflöte«, 1862; »Mozarts Leben«, 2. Aufl. 1876; englisch von Mrs. Wallace, 1877; »Mozarts Briefe«, 2. Aufl. 1877; »M. nach den Schilderungen seiner Zeitgenossen«, 1880). Endlich ist noch als Arbeit von hohem Wert hervorzuheben v. Köchels »Chronologisch-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke W. A. Mozarts« (1862). Von Mozarts beiden Söhnen starb der ältere, Karl (geb. 1784), als Beamter zu Mailand 1859. Der jüngere, one of two readings
6Die biographischen Arbeiten eines Riemtschek (1798), Nissen (1828), Ulibischew (1843), Holmes (1845) &c. sind überflügelt und absorbiert durch die erschöpfende Mozart-Biographie von Otto Jahn (1856—59, 4 Bde.; 2. Aufl. 1867, 2 Bde.), ein wahrhaft würdiges Denkmal des Lieblings der Welt. In neuester Zeit hat besonders noch Ludwig Nohl wertvolles Material über M. beigebracht (»Die Zauberflöte«, 1862; »Mozarts Leben«, 2. Aufl. 1876; englisch von Mrs. Wallace, 1877; »Mozarts Briefe«, 2. Aufl. 1877; »M. nach den Schilderungen seiner Zeitgenossen«, 1880). Endlich ist noch als Arbeit von hohem Wert hervorzuheben v. Köchels »Chronologisch-thematisches Verzeichnis sämtlicher Tonwerke W. A. Mozarts« (1862). Von Mozarts beiden Söhnen starb der ältere, Karl (geb. 1784), als Beamter zu Mailand 1859. Der jüngere, one of two readings
84) Wolfgang Amadeus, nach dem Vater benannt, geb. 26. Juli 1791, gest. 30. Juli 1844 zu Karlsbad, bildete sich unter A. Streicher, Albrechtsberger und Neukomm zum Pianisten aus und lebte viele Jahre als Musiklehrer und Dirigent des von ihm begründeten Cäcilienvereins zu Lemberg. Seine Werke (2 Klavierkonzerte, je eine Sonate für Klavier allein und für Klavier und Violine, ein Streichquartett, ein Klaviertrio, Variationenwerke, Polonäsen &c.) sind nicht von Bedeutung und dürfen nicht mit solchen des Vaters verwechselt werden.
10Mozart-Stiftung zu Frankfurt a. M., ein aus den Überschüssen des vom Frankfurter »Liederfranz« 1838 veranstalteten Musikfestes gegründeter Fonds, dessen Zinsen auf je vier Jahre an minder bemittelte junge Komponisten gegeben werden; die Verwaltung bestimmt deren Lehrer. Das Jahresstipendium ist von 400 Fl. rhein. jetzt auf 1800 Mk. gestiegen. Stipendiaten waren: J. J. Bott, K. J. Bischoff, M. Bruch, K. J. Brambach, E. Deu- rer, L. Wolf, A. Krug, F. Steinbach, E. Humperdinck, Paul Umlaufst u. Alexander Adam (die beiden letzten zu gleicher Zeit, 1879—83).
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