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Scan 658
Musik-Lexikon, 1887
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1Mudie, Thomas Molleson, engl. Komponist, geb. 30. Nov. 1809 zu Chelsea, gest. 24. Juli 1876 in London; Schüler von Crotch an der Academy of music, 1832—44 Klavierprofessor an demselben Institut, sodann bis 1863 Musiklehrer zu Edinburg und seitdem bis zu seinem Tod wieder in London, gab zahlreiche Klavierstücke, Duos und Phantasien über schottische Lieder, eine Sammlung geistlicher Gesänge, viele Lieder &c. heraus; außerdem gelangten in der Society of British musicians drei Symphonien, ein Klavierquintett und ein Trio zur Aufführung, welche nach Macfarrens Urteil sehr bemerkenswert sind.
3Mussat, 1) Georg, bemerkenswerter Komponist des 17. Jahrh., gest 23. Febr. 1704 zu Passau; studierte in Paris Lullys Stil, war dann Organist am Straßburger Münster bis 1675, lebte einige Zeit in Wien und muß schon einige Jahre vor 1682 Organist an der bischöflichen Kapelle zu Salzburg gewesen sein, denn der Aufenthalt in Rom wurde ihm erst durch seinen Herrn ermöglicht der ihn zum 18. Oktober 1682 wieder zurückrief. Als derselbe 1687 (3. Mai) starb, wird er in Passau beim Bischof Dienste gesucht haben. Auch dort wird er anfänglich nur Organist gewesen und vielleicht erst 1695 zum Kapellmeister und Pagen-Hofmeister ernannt sein. M. gab heraus: »Armonico tributo« (1682, Sonaten für mehrere Instrumente), »Suavioris harmoniae instrumentalis hyporchematicae florilegium« (1685, 1698, 2 Teile, enthaltend 50 und 62 Tanzstücke für vier oder acht Violinen mit Continuo) und »Apparatus musico-organisticus« (1690, zwölf Toccaten, eine Chaconne und eine Passacaglia enthaltend). — 2) August Gottlieb, Sohn des vorigen, geboren um 1690, gest. 10. Dez. 1770 zu Wien; Schüler von J. J. Fux, 1717 kaiserlicher Hoforganist in Wien, pensioniert 1764. Er publizierte: »72 Motetten oder Fugen samt 12 Toccaten« (für Orgel, 1726) und »Componimenti musicali« (für Klavier, 1727; mit einer Abhandlung über die Verzierungen). one of two readings
4Muffat, 1) Georg, bemerkenswerter Komponist des 17. Jahrh., gest 23. Febr. 1704 zu Passau; studierte in Paris Lullys Stil, war dann Organist am Straßburger Münster bis 1675, lebte einige Zeit in Wien und muß schon einige Jahre vor 1682 Organist an der bischöflichen Kapelle zu Salzburg gewesen sein, denn der Aufenthalt in Rom wurde ihm erst durch seinen Herrn ermöglicht der ihn zum 18. Oktober 1682 wieder zurückrief. Als derselbe 1687 (3. Mai) starb, wird er in Passau beim Bischof Dienste gesucht haben. Auch dort wird er anfänglich nur Organist gewesen und vielleicht erst 1695 zum Kapellmeister und Pagen-Hofmeister ernannt sein. M. gab heraus: »Armonico tributo« (1682, Sonaten für mehrere Instrumente), »Suavioris harmoniae instrumentalis hyporchematicae florilegium« (1685, 1698, 2 Teile, enthaltend 50 und 62 Tanzstücke für vier oder acht Violinen mit Continuo) und »Apparatus musico-organisticus« (1690, zwölf Toccaten, eine Chaconne und eine Passacaglia enthaltend). — 2) August Gottlieb, Sohn des vorigen, geboren um 1690, gest. 10. Dez. 1770 zu Wien; Schüler von J. J. Fux, 1717 kaiserlicher Hoforganist in Wien, pensioniert 1764. Er publizierte: »72 Motetten oder Fugen samt 12 Toccaten« (für Orgel, 1726) und »Componimenti musicali« (für Klavier, 1727; mit einer Abhandlung über die Verzierungen). one of two readings
6Mühlbörster, Wilhelm Karl, geb. 6. März 1837, bis Mitte 1881 zweiter Kapellmeister am Leipziger Stadttheater, seitdem Kapellmeister an dem zu Köln, komponierte mehrere Opern (»Kryffhäuser«, »Prinzessin Rehenblüte«), ferner zahlreiche Schauspielmusiken, Ouvertüren, Ballette, Lieder, Chorlieder.
8Mühling, Julius, Seminarmusikdirektor, später Organist und Vereinsdirigent in Magdeburg, geb. 3. Juli 1810 zu Nordhausen, starb 20. Febr. 1880 in Magdeburg.
10Müller, 1) Christian, berühmter Orgelbauer zu Amsterdam um 1720—70, unter andern der Erbauer der großen Orgel zu Haarlem (1738, 60 Stimmen). — 2) Wilhelm Christian, Musikschriftsteller, geb. 7. März 1752 zu Wasungen bei Meiningen, gest. 6. Juli 1831 in Bremen als Musikdirektor; schrieb: »Versuch einer Geschichte der Tonkunst in Bremen« (im »Hanseatischen Magazin« 1799); »Versuch einer Ästhetik der Tonkunst« (1830). — 3) Wenzel, seiner Zeit populärer Komponist, geb. 26. Sept. 1767 zu Turnau in Mähren, gest. 3. Aug. 1835 zu Baden bei Wien; Theaterkapellmeister zu Brünn, 1786 am Marinellischen Theater in Wien, später am Leopoldstädtter Theater, komponierte Instrumentalwerke und Vokalwerke aller Art, aber ohne tiefen Gehalt und machte mit seinen zahllosen Liederspielen, Zauberopern und Posen wahrhaft Furore (»Das neue Sonntagskind«, »Die Schwestern von Prag«, »Die Zaubertrommel«, »Die Teufelsmühle« u. v. a.).
124) August Eberhard, einer der würdigen Nachfolger Bachs im Leipziger Thomaskantorat, geb. 13. Sept. 1767 zu Northeim in Hannover, gest. 3. Dez. 1817 zu Weimar; vortrefflicher Klavier- und Orgelspieler, 1789 Organist der Ulrichskirche in Magdeburg, 1794 an der Nikolaikirche zu Leipzig, 1800 Adjunkt und 1804 Nachfolger A. Hillers als Kantor an der Thomasschule und städtischer Musikdirektor, 1810 Hofkapellmeister in Weimar; veröffentlichte: 2 Klavierkonzerte, 5 Klaviersonaten, 2 Hefte Orgelstücke, 1 Orgelsonate für zwei Manuale und Pedal, vortreffte Choräle u. dgl., 1 Klaviertrio, 2 Violinsonaten, 6 Kapricen und Phantasien für Klavier (vortreffliche Stücke), eine Reihe Variationenwerke für Klavier,
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