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Scan 743

Musik-Lexikon, 1887

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1hält; der 2. sonst nur noch in Bologna, der dritte in Wien).
21502: Canti B (datiert vom 5. Febr. 1501; nach damaliger Zeitrechnung fäng aber in Venedig das neue Jahr zu Ostern an, dieser 5. Febr. fällt also nach heutigem Begriff ins Jahr 1502; 2. Ausg. 4. Aug. 1503). Misse Josquin und die zweite Auflage derselben: »Missarum Josquin liber I«.
31503: Canti C. (cento cinquanta); Motetti B (Motetti A unbekannt); Missarum Josquin lib. II—III; Misse Brumel; Misse Ghiselin; Misse Petri de la Rue; Misse Obrecht.
41504: Misse Alexandri Agricola; Motetti C; Frottole lib. I—IV (das vierte Buch als Strambotti, Ode, Frottole, Sonetti et modo de cantar versi latini e capituli, libro IV).
51505: Frottole lib. V—VI; Misse de Orto; Motetti libro IV.
61506: Lamentationum Jeremie prophetae liber I—II; Misse Henri Izac.
71507: Frottole lib. VII—VIII. Missarum diversorum auctorum lib. I.
81508: Frottole lib. IX. Intabolatura de lauto lib. I—IV (Padoane, Calate, Frottole etc.).
91509: Tenori e contrabassi intabolati col soprano in canto figurato … Francisci Bossinensis opus.
10Ohne Jahreszahl, gedruckt in Venedig: Misse Gaspard (van Verbete); Fragmenta missarum; Laudi lib. II (die natürlich auch ein liber I vorausgehen) und Frottole de misser Bartolomeo Tromboncino etc.
11Von den Fossombroner Druden ist der erste ein Band Messen (1513), als Chorbuch gedruckt, d. h. in Folio, die zusammengehörigen Bruchstücke der Stimmen immer auf zwei gegenüberstehenden Seiten gedruckt in der Ordnung: Sopran Tenor Alt Bass.
121514—16 druckte er Josquins Messen in neuer Auflage; 1515 brachte er: Missarum Joannis Mouton lib. I, ferner: Misse Antonii de Fevin und Missarum X a clarissimis musicis … libri II. Eine reiche Motettensammlung (83 Stücke von den bedeutendsten Meistern) sind die Motetti della Corona (lib. I, 1514; lib. II—IV, 1519). Als letzte Publikationen Petruccis werden drei Messen oder drei Bücher Messen genannt, in Folio als Chorbücher 1520—23 gedruckt. Eine ausgezeichnete Monographie über P., die aber durch einige neuere Funde zu ergänzen war, verfasste Anton Schmid (1845).
13Petrus de Cruce (Pierre de la Croix), einer der ältesten Mensuralmusikschriftsteller, lebte im 13. Jahrh. und war aus Amiens gebürtig (Ambianensis). Ein Traktat von ihm ist abgedruckt bei Coussemaker (»Scriptores etc.«).
14Petrus Platensis, s. La Rue.
15Petschke, Dr. Hermann Theobald, beliebter Männergesangskomponist, geb. 21. März 1806 in Bautzen, lebt als höherer Beamter zu Leipzig.
16Pezhold, 1) Christian, kurfürstlich sächsischer und königlich polnischer Organist und Kammerkomponist, geb. 1677 zu Königstein in Sachsen, gest. 2. Juli 1733 zu Dresden; komponierte Klavierkonzerte und Kammermusikwerke, die zu Dresden in der Privatbibliothek des Königs aufbewahrt werden. — 2) Wilhelm Leberecht (Pezhold), Pianofortebauer, geb. 2. Juli 1784 zu Lichtenhain in Sachsen, 1806—14 associert mit J. Pfeiffer in Paris, seitdem allein arbeitend (Todesjahr unbekannt), gab kräftige Anregungen zur vervollkommnung des Baues der Tafelklaviere und mittelbar auch der Flügel, da er längere und stärkere Saiten, überhaupt eine solidere Bauart behufs Erzielung eines vollern, kräftigern Tons einführte; seine Tafelklaviere waren bis zum Auftreten Papeß sehr gesucht. — 3) Eugen Karl, geb. 7. Nov. 1813 zu Ronneburg in Altenburg, erhielt seine Ausbildung zu Leipzig (Thomasschule und Universität), wurde 1839 Theatertapellmeister zu Bautzen, 1840 Lehrer an einem Pensionat in der Schweiz, 1842 Organist zu Murten, 1844 Musikdirektor und Organist zu Bosingen (Schweiz), machte sich um die dortigen musikalischen Verhältnisse sehr verdient durch Einrichtung von Abonnementkonzerten, Kirchentonzerien &c. und hat sich auch als Komponist in verschiedenen Genres betätigt. Seit 1874 hat er sich von den Konzerten zurückgezogen.
17Pevernage (s. v. pövernabich), Andreas,

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