Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

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1Schriften widmete. Papst Leo X. zog ihn deshalb in die römische Kapelle und zeichnete ihn vielfach aus. A. gründete um das Jahr 1516 in Rom eine Musikschule, welche bald zu Ansehen und Flor gelangte, und starb etwa 1533 als Kanonikus zu Rimini.
3Abaco, Evaristo Felice dall', zu Ende des 17. Jahrhunderts in Verona geboren, zeichnete sich als Violinvirtuose und Componist so aus und wusste seinen Ruf so zu verbreiten, dass er um 1726 in die Kapelle des Kurfürsten Maximilian Emanuel von Bayern berufen wurde. Etwa 12 Jahre später fungirte er als kurfürstlicher Rath, scheint aber als solcher vor 1740 gestorben zu sein. Kirchen- und Kammer-Sonaten und Conzerte seiner Composition sind in Amsterdam erschienen.
5Abaco, Freiherr von, wahrscheinlich ein Nachkomme des Vorigen, gleichfalls aus Verona gebürtig, war zu Ende des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts weithin als Violoncell-Virtuose und auch als Componist seines Instruments berühmt. Nähere biographische Notizen über ihn mangeln.
7Abalard, Peter (franz. Abailard, Abélard, lat. Petrus Abaelardus), einer der berühmtesten und gefeiertsten Scholastiker und Theologen des Mittelalters, war 1079 in der Umgegend von Nantes geboren und ist am 21. April 1142 in der Abtei St. Marcel bei Chalons an der Saône gestorben. Sein Verhältniss zu Heloise, der Nichte des Kanonikus Fulbert zu Paris, hat ihn zugleich zum romantischen Helden gestempelt. Er soll als Mönch um 1120 und später als Abt eine Anzahl von Kirchengesängen componirt haben, von denen Etwas zu ermitteln der Forschung vorbehalten bleibt.
9Abauzit, Firmin, ein philosophischer und musikalischer Schriftsteller, geboren zu Uzés am 11. November 1679, gestorben 20. März 1767 zu Genf, wohin er nach Aufhebung des Edicts von Nantes gegangen war. Er ist der Verfasser vieler Artikel des grossen »Dictionnaire de musique« von J. J. Rousseau und wurde von diesem hoch geachtet und verehrt.
11Abbandono, con, oder abbandonatamente, italien., ist der Kunstausdruck für seelenvoll, mit voller Hingebung. Abgeleitet vom Zeitwort abbandonare: sich gehen lassen.
13Abbassamento di mano, das Niederfallen der Hand des Dirigenten beim Taktiren; abbassamento di voce, das Sinkenlassen der Stimme, beides entgegengesetzt dem alzamento, dem Erheben oder Aufheben. Im Klavierspiel, bei Stellen, wo die Hände sich kreuzen, bezeichnet abb., dass die Hand, unter welcher es steht, unter die andere zu liegen kommen soll.
15Abbatini, Antonio Maria, ein zu Tiferno im Römischen um 1605 geborner Componist, von dessen Lebenslauf und zahlreichen Werken Wenig auf die Gegenwart gekommen ist. Von ihm erschien im J. 1638 eine Sammlung Motetten, in Folge dessen er Musikdirector der Kapelle St. Giovanni in Rom wurde. In derselben Eigenschaft fungirte er nach einander im Lateran, bei den Jesuitenvätern zu St. Lorenzo in Damaso und endlich um 1672 an Santa Maria Maggiore. Er starb um das Jahr 1680 in grossem Ansehen und hinterliess einen bedeutenden Ruf.
17Abbellimento, abgeleitet vom Zeitwort abellare schmücken, sind Verzierungen aller Art, s. agréments.
19Abbé l'ainé, Philippe de St. Sevin, und dessen Bruder l'Abbé cadet, Pierre de St. Sevin genannt, gehörten Beide dem geistlichen Stande an, waren um 1720 Musikmeister an der Pfarrkirche zu Aachen und als vortreffliche Violoncellisten berühmt. In der letzteren Eigenschaft traten sie nach absolvirten, Aufsehen erregenden Conzerten, der ältere 1727, der jüngere 1730 in das Orchester der Grossen Oper in Paris und haben durch ihre Fertigkeit und ihren schönen, gesangreichen Vortrag nicht wenig zur Verdrängung der Viola di Gamba aus den Orchestern beigetragen. Noch 1761 glänzten sie, besonders der jüngere, als Sterne dieses Orchesters, ihr Todesjahr ist jedoch unbekannt.
21l'Abbé fils, ein Sohn des ältesten der Vorigen, eigentlich Joseph Barnabé de St. Sevin, war am 11. Juni 1727 zu Aachen geboren und kam in zartester Jugend nach Paris, wo er ein aussergewöhnliches musikalisches Talent bekundete, das von seinem Vater sorgfältig gepflegt wurde, sodass er schon 1739, ein zwölfjähriger

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