Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 158

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

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1undzwanzig Opern führt C. v. Ledebur im Tonkünstler-Lexikon Berlins neunzehn mit Namen auf.
3Alessandri, Gennaro d', Kapellmeister und Operncomponist, wurde im J. 1717 zu Neapel geboren. Von seinen Partituren wird »Ottone«, 1740 in Venedig aufgeführt, mit Auszeichnung genannt.
5Alessandro, Luigi, geboren im J. 1736 zu Siena, wurde 1786 Kapellmeister der Kathedrale ebendaselbst, schrieb viele Messen, Motetten, Vespern u. s. w., welche noch jetzt in Italien sehr geschätzt sind, und starb in dieser Stellung am 29. Januar 1794.
7Alessandro Romano, auch Alessandro della Viola wegen seiner ausserordentlichen Fertigkeit auf der Geige geheissen, ist wahrscheinlich, seinem Namen nach zu schliessen, in Rom und zwar in den vierziger Jahren des 16. Jahrhunderts geboren. Im J. 1560 findet er sich als angestellter Sänger der päpstlichen Kapelle. Seine Bedeutung für alle Zeiten beruht darin, dass er der Erfinder der vier-, fünf-, sechs- und mehrstimmigen Gesänge sein soll, wie übereinstimmend bezeugt wird. Eben so wird er unter den Ersten genannt, welche Gesangstücke mit Instrumentalbegleitung componirt haben. Zu verwundern bleibt es, dass Beides nicht mehr angefochten worden ist, da höchstens von der Erfindung einer gewissen Species von mehrstimmigen Gesängen, keineswegs von der ganzen Art die Rede sein kann, welche ja viel älter ist und wenigstens doch bis zu den Niederländern hinaufsteigt. Die Erfindung der selbstständigen Instrumentalbegleitung wiederum ist weit jüngeren Datums. Im Mannesalter verliess A. die päpstliche Kapelle und wurde unter dem Namen Julius Cäsar Olivetanermönch. Die Einsamkeit und Stille des Klosters verbirgt alle weiteren Nachrichten über ihn.
9A l'étendard (franz.), eine der französischen Sprache und dem französischen Kriegswesen entnommene Bezeichnung, welche ins Deutsche übersetzt »zur Fahne« bedeutet. In dieser Bedeutung war es ein durch die Trompete gegebenes Cavalleriesignal, welches den Befehl ertheilte, sich nach geschehenem Angriff oder einem anderen kriegerischen Manöver wieder bei der an einem bestimmten Orte stationirten Standarte zu sammeln und sich in Reih und Glied aufzustellen. Es besteht aus drei sogenannten Rufen und drei hohen und tiefen Posten (s. Feldstücke), ist aber unter diesem Namen im norddeutschen Bundesheere nicht in Gebrauch.
11Alexander, Joh., ein vortrefflicher Violoncellist zu Ende des vorigen und zu Anfange dieses Jahrhunderts, welcher hauptsächlich durch reine, vollendet schöne Tongebung und durch empfindungstiefen Vortrag, so wie durch besonders ausgezeichnete Virtuosität excellirte. In Duisburg wirkte er als wohlrenommirter Lehrer seines Instrumentes. Von ihm existiren eine »Anweisung für das Violoncell« (Lpz., Breitkopf und Härtel, 1801), so wie verschiedene Werke leichterer Gattung, von denen einige der Variationenhefte noch hier und da zur Verwendung kommen.
13Alexander, von seinem Geburtsorte Aphrodisias in Kleinasien Aphrodisiensis genannt, lebte und wirkte zu Athen und Alexandria, um 220 n. Chr., als Hauptlehrer der von Aristoteles begründeten peripatetischen Philosophenschule. Er soll, nach alten Zeugnissen, ein wichtiges Buch über Musik geschrieben haben, welches aber verloren gegangen zu sein scheint. — Ein anderer Alexander existirt nur noch als Autorname eines »Breviarium Musicorum Phrygicorum«, welches sich im 5. Bande von »Zwingeri Theatrum vitae humanae« abgedruckt findet.
15Alexander Cytherius, so genannt von seiner Heimath, der Insel Cythera im jonisichen Meerbusen, oder Cytheros, der uralten, von Kekrops erbauten Stadt in Attika. Er lebte um 350 v. Chr. und wird als Saitenspieler hoch gerühmt. Sein eigentliches Instrument war das Epigonion oder Psalterion, welches er durch Hinzufügung neuer Saiten sehr vervollkommnete. Als ihn das zunehmende Alter behinderte, sich mit Saitenspiel in der früheren vollkommenen Weise zu beschäftigen, hing er sein Instrument im Tempel der Diana auf, als Zeichen der Erkenntlichkeit gegen die Götter für das ihm verliehene Talent zur Kunst.
17Alexander Symphoniarcha, ein gelehrter Contrapunktist zu Ende des 16. und zu Anfang des 17. Jahrhunderts, von welchem noch drei Bücher fünf-, sechs-, acht-

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