Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 159

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

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1bis zwölfstimmiger Motetten vorhanden sind (Frankfurt a. M. 1606), welche für den damals auch in Deutschland schon getübten strengen Styl vortheilhaft sprechen.
3Alexandre, Charles Guillaume, ein berühmter französischer Violinist und Componist aus der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Er hat sich auch im Opernstyl mit Glück versucht, und mehrere seiner Opern und Operetten wurden in Paris und dem übrigen Frankreich bis zur Revolutionszeit hin mit grossem Beifall gegeben. Auf dauernderen Werth machten seine Violinwerke Anspruch, von denen sechs Violinconzerte (Paris 1782) und sechs Duette für zwei Violinen noch immer bedeutend zu nennen sind.
5Alexandrides, ein altgriechischer Musiker, welcher um 400 v. Chr. lebte, und dem man die Erfindung zuschreibt, auf den Blasinstrumenten bestimmte, vorher noch nicht bekannte höhere und tiefere Töne nach Belieben hervorzubringen. Dadurch wäre er für den erweiterten Umfang und die daraus entspringende ausgedehntere Verwendung jener Instrumente von ganz besonderer Bedeutung.
7Alexi, Joseph, ein hervorragender Opernsänger der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, wurde 1747 in Prag geboren, wo er auch zuerst die Bühne betrat. Von 1778 bis 1788 war er als gern gehörter und gesehener Sänger bei dem Döbbelin'schen Theater in Berlin engagirt, wo er in der letzten Zeit die Partie des Sturmwald in Dittersdorf's »Doctor und Apotheker« schuf, die er mit unübertrefflichem Humor gegeben haben soll. Von Berlin wandte er sich nach Schwedt und zog sich wahrscheinlich bald in das Privatleben zurück. — Gleichem Namens, vielleicht auch verwandt mit ihm, tritt in jener Zeit eine Sängerin, Karoline Alexi, hervor, welche sehr bedeutend gewesen sein soll und 1794 am Hoftheater zu Oels engagirt war. one of two readings
8Alexi, Joseph, ein hervorragender Opernsänger der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, wurde 1747 in Prag geboren, wo er auch zuerst die Bühne betrat. Von 1778 bis 1788 war er als gern gehörter und gesehener Sänger bei dem Döbbelin'schen Theater in Berlin engagirt, wo er in der letzten Zeit die Partie des Sturmwald in Dittersdorf's »Doctor und Apotheker« schuf, die er mit unübertrefflichem Humor gegeben haben soll. Von Berlin wandte er sich nach Schwedt und zog sich wahrscheinlich bald in das Privatleben zurück. — Gleichen Namens, vielleicht auch verwandt mit ihm, tritt in jener Zeit eine Sängerin, Karoline Alexi, hervor, welche sehr bedeutend gewesen sein soll und 1794 am Hoftheater zu Oels engagirt war. one of two readings
10Alfieri, Abbate Pietro, um 1805 in Rom geboren, trat daselbst in einen Mönchsorden und wurde sodann Mitglied der berühmten Akademie Santa Cäcilia und Gesanglehrer am Kirchencollegium der englischen Nation. Er ist als Sammler und musikalischer Schriftsteller der Gegenwart von Bedeutung. Er veröffentlichte mehrere Sammlungen Palestina'scher Compositionen, so wie ausgewählte Stücke anderer alter römischer Meister. Ausserdem erschien von ihm ein »Saggio storico teoretico-pratico del canto gregoriano etc.« (Rom 1835), ferner »Ristabilmente del canto e della musica ecclesiastica etc.« (Rom 1843) und eine Uebersetzung von Catel's Harmonielehre.
12Alfons. Unter diesem Namen sind im Mittelalter mehrere kunstsinnige Fürsten aufzuführen, welche sich entweder durch eigene Lieder in der Sprache der Trobadors, oder durch Schutz und Freigebigkeit gegen diese Dichter ein ruhmvolles Gedächtniss in der Literaturgeschichte erworben haben. Im 12. Jahrhundert ist hier vorzüglich Alfons II., König von Aragon (1162—1196) zu erwähnen. Sein Reichthum und seine Freigebigkeit machten seinen Hof zu dem beliebtesten Sammelplatz provençalischer Dichter und Sänger. Sein häufiger Aufenthalt in der Grafschaft Provence, welche sein Grossvater Raimund Berengar im J. 1112 durch Heirath erworben hatte, erleichterte diesen Verkehr mit den südfranzösischen Trobadors. Bei seinen grossen Eigenschaften als Regent und Gönner der Dichtkunst ist es nicht zu verwundern, wenn sich der Dank der also begünstigten Sänger in begeisterten Weisen aussprach. Fast alle bekannten Trobadors seiner Zeit haben ihm ihre Huldigungen dargebracht, so Peire Vidal, der Mönch von Montaudon, und viele andere. Eigenthümlich sticht von diesem allgemeinen Lobe der schroffe Tadel eines der tapfersten und kriegerischsten Ritter, und zugleich vielleicht des genialsten Dichters jener Zeit, ab, wir meinen Bertran von Born. Dieser, ein politischer wie persönlicher Gegner des Königs, greift ihn in mehreren Sirventesen mit der heftigsten Leidenschaftlichkeit an. Feigheit, Verzärtelung und niedere Genusssucht wirft er ihm vor, doch kann, wie gesagt, sein Urtheil durchaus nicht unparteiisch erscheinen und wird durch die gemeinschaftlichen Lobsprüche der ernsten Geschichtschreiber und der heiteren Künstler entkräftet, welche in Uebereinstimmung Alfons II. als weisen, gerechten und freigebigen Fürsten erheben. An selbstständigen Dichtungen ist von ihm nur eine Canzone erhalten, in welcher er das Glück der Liebe feiert. — Als Gönner der Trobadors wären sonst noch zu nennen Alfons III. von Castilien, Alfons VIII. von Castilien und Leon, so wie Alfons IX. von Leon. Eine etwas ausführlichere

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