Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 461

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für Gebildete aller Stände, unter Mitwirkung der Literarischen Commission des Berliner Tonkünstlervereins, so wie der Herren Musikdirector Billert, Concertmeister F. David … etc., 1870

9 lines. Read by computer on 10 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1hard Beer war. Der junge B. bekundete schon frühzeitig aussergewöhnliche musikalische Anlagen und besass eine herrliche und umfangreiche Sopranstimme, die den Dr. Arnold, Director des Lyceum-Theaters, veranlasste, ihn schon mit 11 Jahren zur Bühne zu ziehen und ihn von Horn und dem Chordirector Price musikalisch ausbilden zu lassen. Dabei sang B. fleissig in der Oper und in Oratorienaufführungen und versuchte sich als Autodidakt in der Composition. Damals schon schrieb er zwei Messen und viele kleinere Tonstücke, von denen auch einige im Druck erschienen. Mit der Mutation seiner Stimme 1815 löste sich auch sein Verhältniss zum Theater und Oratorienverein, und er studirte um so fleissiger bei Perez, dem Organisten der spanischen Gesandtschaft zu London, so wie bei Ferd. Ries. Viele seiner damals erschienenen Lieder wurden sehr beliebt. Im J. 1825 kam sein erstes dramatisches Werk, die Farce »Before breakfast«, zur Aufführung, der sich nach und nach noch andere mit mehr oder minderem Erfolg anreichten. Im J. 1832 wurde B. Musikdirector an dem Olympic-Theater der Mad. Vestris, und 1834 kam seine erste wirkliche Oper »The Mountain Sylph« in dem neu erbauten Lyceum-Theater zur Aufführung. Im J. 1837 folgte auf dem Drurylane-Theater »Fair Rosamond«. In derselben Zeit verheirathete sich B. mit der Tochter des Violoncellisten Lindley, reiste mit derselben nach Frankfurt a. M. und nahm dort noch einigen Unterricht bei Schnyder von Wartensee. Nach London 1838 zurückgekehrt, brachte er 1839 eine neue Oper »Farinelli« auf die englische Opernbühne. Alle genannten Opern hatten zwar augenblicklichen Erfolg, hielten sich aber nicht für längere Zeit. Mit dem Schauspieler Morris Barnett übernahm er Ende 1839 die Direction des St. James-Theaters, fallirte aber noch in demselben Jahre und ging 1841 als Gesanglehrer nach Cheltenham, wo er auch als Componist noch wirkt. In B.'s Compositionen, meist Gesänge, aber ausser aufgeführten und nicht aufgeführten Opern auch aus einem Oratorium, Sinfonien und Streichquartetten bestehend, findet sich eine angenehme, flissende Productionsgabe und geschickte Technik, dagegen eine geringe Eigenthümlichkeit und Selbstständigkeit.
3Barnewitz, Karl, geboren den 12. Novbr. 1800 zu Berlin, war im Violinspiel ein Schüler K. Möser's und kam bereits um 1821 als Violinist in die königl. Kapelle, welche damals unter Spontini's Direction blühte. B. ist ein eben so trefflicher Musiker, wie Componist, von dessen Werken jedoch leider Nichts erschienen ist.
5Barni, Camillo, geboren den 18. Januar 1762 zu Como, erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht von seinem Grossvater David de Rachetti auf dem Violoncell und machte seine ferneren Musikstudien bei dem Chorherrn Giuseppe Gadgi in Como. Im J. 1788 kam er als zweiter und 1791 als erster Violoncellist in das Orchester des Scala-Theaters zu Mailand, und setzte bei Minoja seine Compositionstudien eifrig fort. Im J. 1802 siedelte er nach Paris über und war einige Zeit hindurch erster Violoncellist an der Italienischen Oper. Obwohl ein Meister seines Instrumentes, machte er sich doch vorzüglich durch seine Compositionen rühmlichst bekannt. Diese bestehen in Duetten, Terzetten und Quartetten für Streichinstrumente, welche in den Jahren von 1804 bis 1809 in Paris erschienen und sehr beliebt wurden. Seine Oper: »Edouard, ou le frère par supercherie« kam 1811 im Théâtre Feydeau mit günstigem Erfolg zur Aufführung.
7Barock (franz.: baroque, ital.: barocco) heisst im Leben und ganz vorzüglich in der Kunst das Willkürlurch-Seltsame, das, aus eigenthümlichen Einfällen des Einzelnen hervorgehend, gegen die allgemeinen und natürlichen Ansichten verstösst und in das Ungereimte und Komische übergeht, ohne dass eine solche Wirkung beabsichtigt wäre. Eine gewisse Art von Genialität kann dem Barocken unter Umständen nicht abgesprochen werden, doch aber nur eine verworrrene, welcher Klarheit und Organisationsvermögen abgehen, sodass sie es zu keiner Einheit bringt. Diese Eigenschaft äussert sich in der Musik durch Anhäufung gesuchter, schwer zu treffender Fortschreitungen in der Melodie, durch Ueberladung der Harmonie mit ungereimten Accordfolgen, hastigen und frappirenden Modulationen, durch unmässigen Gebrauch der Dissonanzen, Regellosigkeit und Verzerrtheit des Rhythmus, willkürlliche Zusammenstellung von heterogenen Klangfarben u. s. w. Das Barocke fällt daher mit dem one of two readings
8Barock (franz.: baroque, ital.: barocco) heisst im Leben und ganz vorzüglich in der Kunst das Willkürlurch-Seltsame, das, aus eigenthümlichen Einfällen des Einzelnen hervorgehend, gegen die allgemeinen und natürlichen Ansichten verstösst und in das Ungereimte und Komische übergeht, ohne dass eine solche Wirkung beabsichtigt wäre. Eine gewisse Art von Genialität kann dem Barocken unter Umständen nicht abgesprochen werden, doch aber nur eine verworrene, welcher Klarheit und Organisationsvermögen abgehen, sodass sie es zu keiner Einheit bringt. Diese Eigenschaft äussert sich in der Musik durch Anhäufung gesuchter, schwer zu treffender Fortschreitungen in der Melodie, durch Ueberladung der Harmonie mit ungereimten Accordfolgen, hastigen und frappirenden Modulationen, durch unmässigen Gebrauch der Dissonanzen, Regellosigkeit und Verzerrtheit des Rhythmus, willkürlliche Zusammenstellung von heterogenen Klangfarben u. s. w. Das Barocke fällt daher mit dem one of two readings

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.