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Scan 105
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870
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1in Italien und erwarb sich dort auch zuerst einen musikalischen Ruf, den er in seinem Vaterlande noch vergrösserte, wozu besonders beitrug, dass er zuerst in England den Gebrauch des Generalbasses einführte. Er wurde 1610 zu Oxford zum Baccalaureus der Musik ernannt und fand 1625 als Organist im englischen Nonnenkloster zu Brüssel und 1630 als Organist der Königin von England Anstellung. Da er Katholik war, so musste er 1657 sein Vaterland wieder verlassen und wandte sich nach Italien, wo er auch bald sein thatenreiches Leben beschloss. Seine erhalten gebliebenen Werke sind: »Cantiones sacrae 6 vocum, cum Basso cont. ad Organum« (Antwerpen, 1597); »Cantica sacra ad Melodiam madrigalium elaborata senis vocibus« (Antwerpen, 1618); »Cantiones sacrae 5 voc. cum Basso contin.« (Antwerpen, 1619); »Cantica sacra, ad duas et tres voces composita, cum Basso cont. ad Organum« (London, 1662); und »Cantica sacra T. II« (London, 1674). Aus den 1662 erschienenen von Mace sehr gerühmten Gesängen hat Burney in seiner Hist. of Mus. Vol. III p. 479 ein Gloria Patri a 3 voc. abgedruckt. †
3Defesch, Wilhelm, ein niederländischer Tonkünstler, war 1725 Organist an der grossen Kirche zu Antwerpen und hatte sich ausserdem als Violoncellvirtuose einen Ruf erworben. Um sein musikalisches Wissen jedoch besser zu verwerthen, begab er sich um 1730 nach England, wo er durch Composition von Violin- und Violoncellkonzerten und des Oratoriums »Judith« viele Verehrer gewann. Es scheinen jedoch auch hier die Hoffnungen D.'s sich nicht erwartetermassen erfüllt zu haben; denn Burney nennt ihn einen fruchtbaren und bändereichen aber trockenen und uninteressanten Tonsetzer. Nach »Schillings Lexikon« starb D. im J. 1758. Seine bekannteren Werke sind: VI Sonate a 2 V. (Amsterdam); Concerti a 4 V., A., Vc. e Continuo (ebenda); VI Concerti (ebenda); X Sonate a 2 V. o Fl. e B. cont. op. 7 (ebenda); VI Flöten- und Violinsolos mit Bass. op. 8 Liv. 1 (ebenda); VI Violoncellsolos op. 8 Liv. 2 (ebenda); Canzonetti e Arie a Canto solo e Contin. (ebenda); das Oratorium »Judith«, welches 1730 zu London aufgeführt wurde, aber wohl niemals verlegt wurde. one of two readings
4Defesch, Wilhelm, ein niederländischer Tonkünstler, war 1725 Organist an der grossen Kirche zu Antwerpen und hatte sich ausserdem als Violoncellvirtuose einen Ruf erworben. Um sein musikalisches Wissen jedoch besser zu verwerthen, begab er sich um 1730 nach England, wo er durch Composition von Violin- und Violoncellkonzerten und des Oratoriums »Judith« viele Verehrer gewann. Es scheinen jedoch auch hier die Hoffnungen D.'s sich nicht erwartetemassen erfüllt zu haben; denn Burney nennt ihn einen fruchtbaren und bändereichen aber trockenen und uninteressanten Tonsetzer. Nach »Schillings Lexikon« starb D. im J. 1758. Seine bekannteren Werke sind: VI Sonate a 2 V. (Amsterdam); Concerti a 4 V., A., Vc. e Continuo (ebenda); VI Concerti (ebenda); X Sonate a 2 V. o Fl. e B. cont. op. 7 (ebenda); VI Flöten- und Violinsolos mit Bass. op. 8 Liv. 1 (ebenda); VI Violoncellsolos op. 8 Liv. 2 (ebenda); Canzonetti e Arie a Canto solo e Contin. (ebenda); das Oratorium »Judith«, welches 1730 zu London aufgeführt wurde, aber wohl niemals verlegt wurde. one of two readings
6Deff, dem hebräischen תופ (toph) entsprechend, s. Adufe, ist der arabische Name für die ganze Gattung der Handpauken, deren diese Nation viererlei Arten: bendyr, mazhar (s. d.), tár (s. d.) und req (s. d.) genannt, unterscheidet. 0
8Deficiendo (ital.), ein sehr selten gebrauchter Kunstausdruck, der synonym mit decrescendo (s. d.), auch mit perdendosi (s. d.) ist.
10Definitiones (latein., abgeleitet von definire, d. i. erklären, bestimmen), ist in der Musiksprache die seltenere Benennung der den Tropen angehörenden Differenzen im alten Kirchengesange. S. Tropus.
12Degen war der Name zweier aus Gotha gekommener Organisten, der eine Matthias, der andere Melchior mit Vornamen, die das 1596 in der Schlosskirche zu Grüningen vollendete Orgelwerk als 9. und 32. Berufener einer Prüfung zur Abnahme desselben unterziehen mussten. Vergl. Werkmeister, Org. Gruning. rediv. § 11.
14Degen, Heinrich Christoph, deutscher Tonkünstler, geboren zu Anfang des 18. Jahrhunderts in einem Dorfe bei Glogau, war 1757 in der fürstlich schwarzburgisch-rudolstädtischen Capelle als Soloviolinist und Cembalist angestellt. Er hat auch verschiedene Conzerte für diese Instrumente und Cantaten componirt, die jedoch Manuscript geblieben sind. †
16Degen, Johann Philipp, deutscher Musiker, geboren 1728 zu Wolfenbüttel, war zu seiner Zeit ein bedeutender Virtuose auf dem Violoncello und war zuerst im Nicolinischen Theaterorchester zu Braunschweig angestellt. Nach Auflösung der Capelle machte er Kunstreisen und wurde 1760 königl. Kammermusikus zu Kopenhagen. Als solcher gab er 1779 eine Cantate für die hohe Johannisfeier da-selbst im Klavierauszuge heraus und starb im Januar 1789. Ausser der genannten Cantate existiren von ihm noch Compositionen für Violoncello. 0
18Deggeler, Johann Kaspar, Cantor an der St. Johanniskirche zu Schaffhausen, geboren am 7. Februar 1695 von dem nichts weiter bekannt ist, als dass er 1757 nach einem Gemälde Huster's von Müller in Kupfer gestochen wurde. 0
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