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Scan 146
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870
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1lichen Musikschule, die sich im Laufe der Zeit einen guten Namen erwarb. D. starb im J. 1847 mit dem Ruf eines vorzüglichen Violinspielers. Als Componist ist er nur mit einem im Druck erschienen Variationenheft über ein russisches Thema in die Öffentlichkeit getreten. Andere seiner Compositionen sind Manuscript geblieben. one of two readings
2lichen Musikschule, die sich im Laufe der Zeit einen guten Namen erwarb. D. starb im J. 1847 mit dem Rufe eines vorzüglichen Violinspielers. Als Componist ist er nur mit einem im Druck erschienen Variationenheft über ein russisches Thema in die Öffentlichkeit getreten. Andere seiner Compositionen sind Manuscript geblieben. one of two readings
4Devienne, François, berühmter französischer Flöten- und Fagottvirtuose und Componist, geboren 1759 zu Joinville im Departement der Haute-Marne, erhielt seine Erziehung, die sich besonders auf die Ausbildung des Musikalischen richtete, bei seinem älteren Bruder, einem Musiker in der Kapelle des Prinzen von Zweibrücken. Im 10. Lebensjahre war D. bereits Flötist eines Regiments-Musikcorps und hatte eine sehr beifällig aufgenommene Messe mit Blasinstrumentalbegleitung componirt. Als er seine Selbstständigkeit erlangt hatte und fertig ausgebildet war, berief ihn der Cardinal von Rohan für seine Hausmusik. Zugleich trat D. in das Musikcorps der Schweizer-Garden in Paris, von wo aus er 1788 die Anstellung als erster Fagottist am Théâtre de Monsieur, später an der Grossen Oper erhielt. Sofort nach Eröffnung des neu gegründeten Conservatoriums im J. 1795 wurde er zum Professor der ersten Classe für Flötenspiel ernannt und gab sich trotz der Arbeitslast in seinen verschiedenen Fächern, zu der noch Ertheilung von Privatunterricht kam, der Composition mit solchem Eifer hin, dass er darauf täglich bis an 13 Stunden zu erübrigen wusste. Auf diese Art schuf er hunderte von Werken der verschiedensten Gattung, die auch fast sämmtlich im Druck erschienen sind, zerstörte aber seine Gesundheit dermassen, dass man ihn in das Irrenhaus zu Charenton bringen musste, wo er am 5. Septbr. 1813 starb. — D.'s Compositionen sind frisch und melodienreich, angenehm und flüssend gesetzt und zeugen von reicher Erfindungskraft. Ihre Aufzählung nimmt in den Wörterbüchern von Gerber und Fétis eine ganze Reihe von Seiten in Anspruch. Es genüge, zu bemerken, dass sie bestehen aus neun sämmtlich zur Aufführung gekommenen und beliebt gewesenen komischen Opern (»Le mariage clandestin«, »Les visitandines«, »Les comédiens ambulants«, »Les Quiproquos espagnols« etc.), ferner aus zahlreichen Romanzen, Ouvertüren, concertirenden Sinfonien für Blaseinstrumente, Concerten für Flöte sowohl wie für Fagott, 36 Quartetten für Flöte, Violine, Viola und Violoncello, 6 dergleichen für Clarinette und Bogeninstrumente und für Fagott und Bogeninstrumente, einer Unzahl von Trios und Duos für verschieden zusammenstellte Instrumente, Sonaten für Blaseinstrumente mit Begleitung u. v. a. Auch eine gute Flötenschule hat er veröffentlicht, die es auf mehrere Auflagen brachte und gab ein Journal d'harmonie in monatlichen Heften heraus. Von seinen Opern waren übrigens »Les visitandines«, zuerst 1792 im Theater Feydeau gegeben, lange in ungeschwächter Beliebtheit auf dem Repertoire, so dass sich 1872 die Direktion des Theaters Folies-Bergères zu Paris bewogen fand, dieselben von Neuem zur Aufführung zu bringen.
6Devisien, s. Flageolet.
8Devisne da Valgay, Anne Pierre Jacques, französischer Theaterdirektor, geboren 1745 zu Paris, war längere Zeit königl. Operndirektor und wurde seiner grossen Geschäftskenntnisse wegen auch während und nach der Revolution in seiner Stellung belassen. Er hat theils über seine Direktion, theils über Theaterverhältnisse im Allgemeinen zahlreiche Broschüren geschrieben und herausgegeben. D. starb im J. 1819 zu Candepec. — Seine Gattin, Jeanne Hippolyte D., geboren 1765 zu Lyon, war eine gute Clavierspielerin, Sängerin und sogar Componistin, die 1801 eine Oper: »Praxiteles« componirte und zur Aufführung brachte.
10Devos, Laurent, belgischer Kirchencomponist, geboren 1733 zu Antwerpen, war in seinen Mannesjahren Musikmeister zu Cambrai. Unruhen, welche in Folge der unerhörten Gewalttätigkeiten der hohen Geistlichkeit 1780 in Cambrai ausbrachen, benutzte der Bischof zu einem Akt der Privatrache, indem er D., der eine Motette auf einen für den Bischof sehr anzüglichen Text componirt hatte,
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