Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1Dorothea, geborene Prinzessin von Anhalt, die Mutter des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg, soll in der Composition wohl bewandert gewesen sein. Zeugniss dafür legen die Melodien ab, welche sie zu dem von ihrem Sohne verfassten »Christ-Fürstlichen Davids-Harffen-Spiele« (Nürnberg, 1667) componirt hat. Vgl. Wetzel’s Hymnopoeograph. T. I p. 66.
3Dorsch, Joseph, französischer Componist, gab 1780 sechs Trio’s für Flöte, Violine und Bass zu Paris heraus.
5Dorsonville, französischer Componist, 1785 als Pensionnaire du Roi aufgeführt, hat in Paris veröffentlicht: »L’Inconstante ou la Femme à la Mode, nouvelle Romance av. Acc. de V. et B. suivie de 2 Menuets p. V. et B.«
7Dorstin, Johann von, gelehrter Theologe, geboren zu Recklinghausen, war um 1475 Augustinermönch zu Erfurt und verfasste als solcher: »De monochordo liber unus« und »De modo bene cantandi liber unus.«
9Dorus, Vincent Joseph, genannt van Steenkiste, französischer Flötenvirtuose, geboren am 1. März 1812 zu Valenciennes, wurde 1822 Zögling des Pariser Conservatoriums und dadurch ein Schüler Guillon’s. Von 1828 bis 1830 fungirte er als erster Flötist im Orchester des Variété-Theaters, von 1834 an als erster Solobläser der Grossen Oper. Daneben wurde er Mitglied der Concertgesellschaft des Conservatoriums, Solist der Privatmusik des Kaisers Napoleon und 1858 als Nachfolger Toulou’s Professor am Conservatorium. Verschiedene seiner Flötencompositionen sind in Paris erschienen. — Seine Schwester, Frau Julie Aimée D.-Gras war bis zur Mitte des 19. Jahrh. hin eine der berühmtesten und ausgezeichnetsten Coloratursängerinnen ihrer Zeit. Geboren ist dieselbe 1813 zu Valenciennes, trat noch vor ihrem Bruder in das Pariser Conservatorium und erschien zuerst, Aufsehen machend, auf der Opernbühne zu Brüssel. Von dort wurde sie 1830 für die Grosse Oper in Paris engagirt, deren Zierde sie bis 1850 in allen leichten volubilen Parthieen war. Im J. 1833 verheirathete sie sich mit dem Violinisten Gras und zog sich 17 Jahre später in das Privatleben zurück.
11Dorval, Philippe, Gesanglehrer in Versailles, ist der Verfasser eines Buches, betitelt: »L’art de la prononciation appliquée au chant« (Paris 1850).
13Dosdupla di crome (ital.), s. Dodecupla.
15Dothel, Nicolas, deutscher Flötenvirtuose, geboren zu Anfange des 18. Jahrhunderts und um 1750 in der grossherzoglichen Kapelle zu Florenz angestellt. Er hat sich musikgeschichtlich dadurch hervorgethan, dass er in einer der Quantz’schen Manier entgegengesetzten Weise ohne den Gebrauch der Zunge die Flöte blies und blasen lehrte, worüber Ausführlicheres Cramer in seinem »Magazin über Musik« 1. Jahrgang S. 686 berichtet. Auch als Componist hat D. sich bemerkbar gemacht. Man kennt von ihm sechs Flötenduos (Amsterdam, 1763), ferner »Studj per il Flauto in tutti i tuoni e modi« nebst einem besonderen Bass (Paris), sowie im Manuscript neun Flötencomcerte und sieben Quatuors.
17Dotzauer, Justus Johann Friedrich, einer der ausgezeichnetsten deutschen Violoncellisten sowie Componist und Lehrer seines Instruments, wurde am 20. Januar 1783 zu Hässelrieth bei Hildburghausen geboren und war der Sohn eines Predigers. Anlage und Vorliebe für die Musik traten schon frühzeitig bei ihm hervor und bewogen den Vater, ihm beim Kammermusicus Heuschkel in Hildburghausen Clavier- und beim Musikdirektor Gleichmann ebendaselbst Violinunterricht geben zu lassen; dazu trat später das Studium des Generalbasses und der Composition, dem er beim Organisten Rüttinger, einem Schüler Kittl’s, oblag. Nebenbei noch unterrichtete ihn der Hoftrumpeter Hessner, der bei Schlick gelernt hatte, auf dem Violoncello, und diesem Instrumente wandte D. so sehr seine Vorliebe zu, dass sein Vater einsah, sein Sohn sei zum Violoncellisten bestimmt und ihn demzufolge zu Kriegck nach Meiningen, dem anerkannten Virtuosen damaliger Zeit, brachte. Von diesem in ausgezeichnetener Weise gefördert, konnte D. schon 1801 in die herzogl. Meiningen’sche Hofkapelle treten, in der er bis 1805 blieb und dann, um seinen künstlerischen Gesichtskreis zu erweitern, nach Leipzig zog. Dort trat er in angenehme Verbindungen, die es denn auch ermöglichten,

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