Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 267

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1Compositionen für Blaseinstrumente erworben, denn diese fanden nicht allein Eingang bei den Militärkorps der kaiserl. österreichischen Armeen, sondern auch fast bei allen des übrigen Europa. Hin und wieder finden sich noch von ihm Manuskripte von Concerten für Violine, sowie auch für einzelne Blaseinstrumente. Geburts- und Todesjahr dieses merkwürdigen Tonkünstlers sind bis jetzt leider nicht ermittelt worden.
3Dryden, John, berühmter, im höchsten Grade stylfertiger englischer Dichter, geboren am 9. Aug. 1631 in der Grafschaft Nordhampton, gestorben nach einem sehr bewegten Leben am 1. Mai 1701 zu London und in der Westminsterabtei neben Chaucer begraben. Von Bedeutung für die Musik war er hauptsächlich dadurch, dass er, als unter Karl II. die italienische Oper in England eingeführt ward, die ersten englischen Operntexte, z. B. »King Arthur« schrieb und auf die Bühne brachte. Ferner ist er der Dichter der berühmten Ode auf den Cäcilientag »Alexander's feast«, welche von Händel 1725 in Musik gesetzt wurde.
5D – sol – re nannte man in der Blüthezeit der Solmisation (s. d.) den Klang, welcher ungefähr unserem heutigen eingestrichenen d entspricht. Dieser Klang musste, wenn er in dem auf g gebauten Tetrachord, in dem unser heutiges h als mi erschien, verwerthet wurde, auf sol gesungen werden und auf re, wenn das Tetrachord mit c' begann. Die kürzeste Vereinigung der alphabetischen und syllabisch möglichen Benennungen wurde zum Tonnamen in jenen Tagen.
7Du Bain, Freiherr von, Musikliebhaber und unermüdlicher Sammler von künstlerischen Curiositäten und Antiquitäten, lebte zu Ende des 18. Jahrhunderts zu Wien und besass ein ungeheures und, was die Italiener betraf, sogar vollständiges Musikarchiv.
9Duben, ein wahrscheinlich deutscher Tonkünstler des 17. Jahrhunderts, von dem man nur weiss, dass er in Stockholm als Kapellmeister angestellt war und dasselb im J. 1670 starb.
11Dubitatio (latein.), der Zweifel, die Ungewissheit, nennt man die zuweilen am Schlusse des Hauptsatzes eines grösseren Werkes sich vorfindenden oratorisch-musikalischen Figuren von unbestimmter melodischer und harmonischer Anlage, zu dem Zweck angebracht, den Zuhörer für einige Momente über die Absicht des Componisten in Ungewissheit zu lassen und dadurch das Interesse zu steigern.
13Dublettregister, s. Doublette.
15Dubois, Amedée, vortrefflicher belgischer Violinvirtuose, geboren am 17. Juli 1818 zu Tournay, erhielt daselbst den ersten Violinunterricht von einem gewissen Moreau und trat endlich 1836 in das Conservatorium zu Brüssel, wo Wery sein Violinlehrer wurde. Mit verschiedenen Preisen gekrönt, verliess er 1839 das Institut, reiste nach Paris und gab dort mit Erfolg Concerte, worauf er eine Anstellung als Concertmeister im Orchester des Casino Paganini fand. Nach verschiedenen Kunstreisen durch Frankreich und die Niederlande wurde er um 1851 in seiner Geburtsstadt Tournay als Director der Communal-Musikschule angestellt. Als Componist ist D. mit Violincompositionen an die Oeffentlichkeit getreten, die aber nicht gerade tieferen Gehaltes sind.
17Dubois, Charles Victor, guter belgischer Orgelspieler, geboren im J. 1832 zu Lessines, hatte das Unglück, in früher Jugend zu erblinden, in Folge dessen er in die Blindenanstalt in Brüssel gebracht wurde. Dort trug besonders der Musikunterricht bei ihm gute Früchte, und namentlich erlangte er im Orgelspiel, vom Frère Julien unterrichtet, eine ganz bedeutende Fertigkeit. Daneben cultivirte er selbständig und mit besonderer Vorliebe das Harmoniumspiel und zwar mit solchem Erfolge, dass er zum Professor dieses Instrumentes am Conservatorium zu Brüssel ernannt wurde. Einige seiner Compositionen für Harmonium sind auch im Druck erschienen. Neben seiner Stellung am Conservatorium bekleidet D. auch das Amt eines Organisten.
19Dubos, Jean Baptiste, einer der vorzüglichsten französischen Aesthetiker, zugleich politischer und historischer Schriftsteller, geboren 1670 zu Beauvais, studirte daselbst und zu Paris, wurde 1695 im Ministerium angestellt und auf diesem

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