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Scan 278
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870
18 lines. Read by computer on 16 September 2026. Printed page 272. See the scan on archive.org.
1daselbst bei Imbault »VI Romances tirées de Victor ou l’enfant de la Forest en Musique, p. le Clav. op. 7« heraus.
3Dumolin, Jean R., niederländischer Organist und fruchtbarer Kirchenkomponist, geboren um 1495, war in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Organist an der Johanniskirche zu Malingen angestellt.
5Dumonchau, Charles François, gefälliger französischer Componist und tüchtiger Musiklehrer, geboren am 11. Apr. 1775 zu Strassburg, begann seine Musikstudien bei seinem Vater, dem Violoncellisten Joseph D., während er später bei Berg noch Harmonielehre und bei Baumeyer Clavierspiel trieb. Diese erfolgreich begonnenen Studien unterbrachen die Wirren der Revolution, und er nahm dieselben erst wieder auf, nachdem er eine Stelle beim Kriegsfuhrwesen in Paris gefunden hatte. Dort besuchte er dann einige Zeit das Conservatorium, zog es aber bald vor, bei Wölfl Privatunterricht zu nehmen. Er blieb noch bis nach 1805 in Paris, worauf er nach Strassburg zurückkehrte, 1809 nach Lyon als Musiklehrer übersiedelte und daselbst am 21. Decbr. 1820 starb. Bedeutend als Musiklehrer, war er als Componist geschätzt. Man kennt von ihm Clavier-Sonaten und Concerte, Fantasien, Rondos, Variationen, sowie Duos für Clavier und Violine oder Flöte, Trios u. s. w., auch eine Oper »L’officier cosaque«, die 1805 nicht ohne Erfolg zur Aufführung kam. — Sein Sohn, Silvain D., war wie sein Grossvater ein tüchtiger Violoncellist, spielte aber auch das Pianoforte mit Fertigkeit und Geschmack und hat während seiner Laufbahn als Musiklehrer in Strassburg Mancherlei für Violoncello sowohl wie für Clavier (Sonaten u. s. w.) komponirt und veröffentlicht. Berühmter als er war seine Gattin Antoinette Sophie D., eine gebore Malade und zwar als ausgezeichnete Harfenspielerin. Dieselbe war 1789 in Paris geboren, Schülerin des dortigen Conservatoriums und starb am 13. Apr. 1833.
7Dumont, Henri, angesehener belgischer Organist und Kirchenkomponist, geboren 1610 in der Nähe von Lüttich, in welcher Stadt er das Orgelspiel unter so erfolgreichen Aussichten erlernte, dass ihn seine Eltern zur weiteren Ausbildung nach Paris schickten. Dort wurde er 1639 Organist zu St. Paul und nicht lange darauf wegen der Vortrefflichkeit seiner Compositionen einer der vier Hofkapellmeister. Im J. 1674 nahm er seinen Abschied mit Pension und starb 1684 in Paris. Man kennt und besitzt von ihm 5 Messen, 2 Collectionen zwei-, drei-, vier- und fünfstimmiger Cantica sacra mit Instrumentalbegleitung, ferner Motetten, Orgelstücke u. s. w.
9Dun, eine französische Musikerfamilie in Paris, welche von 1670 ab ein ganzes Jahrhundert der Pariser Oper Sänger, Sängerinnen und Orchestermusiker stellte, die zum Theil, wenn auch nicht hervorragend, so doch recht verdienstvoll wirkten. Am bekanntesten von ihnen war Henry D., der in den Jahren von 1715 bis 1741 Baritonist bei genannter Oper war, aber 1752 das Violoncello im Orchester derselben übernahm. — Sein jüngerer Bruder war von 1748 bis 1762 Violinist ebendaselbst und scheint nach dieser Zeit ausschliesslich als Lehrer und Componist gewirkt zu haben. VI Violinsolos seiner Composition sind 1770 in Paris erschienen.
11Duncombe, englischer Tonkünstler und Musiklehrer aus der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war Herausgeber zweier musikalischer Sammelwerke. Der Titel des ersten ist: »Set of XII progressives Lessons, etc., composed and compiled from the best Masters, four young Performers«; auch das zweite enthält die gleiche Zahl Uebungsstücke. Vgl. Bland’s Catal. 1789.
13Dundhi ist der noch jetzt im Orient bekannte Name eines altindischen Musikers.
15Dunecken, eine veraltete Orgelstimme, wie sie sich nach den Mittheilungen des Prätorius noch in der Orgel der Marienkirche zu Danzig befand.
17Duni, Egidio Romualdo, (in Frankreich Duny geschrieben), einer der ausgezeichnetsten italienischen Operncomponisten des 18. Jahrhunderts, geboren am 9. Febr. 1709 zu Matera bei Otranto im Königreich Neapel, war der Sohn eines
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