Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 282

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1In Bezug auf die Unterbetonungen, da wir doch alle Tongaben nur in Gruppen zu zweien oder zu dreien darzustellen vermögen, ist nur zu bemerken, dass die mit der D. erklingende Harmonie darüber entscheidet, ob die zwölf Klänge in zwei Hauptgruppen, jede zu zweimal drei Tönen, oder in drei Abschnitten, jeden zu zweimal zwei, zu geben ist. Ja, es können selbst noch Varietäten dieser Vortragsweisen der D. von Tonsetzern in einzelnen Compositionen gewünscht werden, welche Vortragsweisen jedoch, da sie eben selten vorkommen und subjektiv sind, nur durch Tradition weiter gefördert werden müssen. Auf die Vorführung solcher Abnormitäten darf hier verzichtet werden.
3Duodrama, s. Melodrama.
4Duolo (ital.), der Schmerz; als Vortragsbestimmung in Verbindung mit der Präposition con (s. d.).
6Duparc, Elisabeth, eine gefeierte französische Sängerin, die ihren Ruhm auf den Opernbühnen Italiens begründete, wie sie denn auch in Italien den Namen »La Francesina« (die Französin) erhielt. Im J. 1736 wurde sie nach London berufen und feierte namentlich in Händel’s Opern grossartige Triumphe. Wahrscheinlich von Händel dazu bestimmt, entsagte sie nach einigen Jahren der Bühne und sang von 1745 an ausschliesslich in Händel’s Oratorien.
8Duphly, französischer Tonkünstler, geboren zu Rouen, Schüler d’Agin-court’s, war seit 1750 in Paris ansässig und als Clavierspieler und Componist sehr geachtet. Von seinen Arbeiten kennt man vier Bücher Clavierstücke, deren erstes 1768 eine zweite Auflage erlebte. Vgl. Marpurg’s Beitr. Band I. S. 459.
10Duphont, Pierre Charles, ein französischer, in Paris lebender Tonkünstler, ist durch die Herausgabe von VI Quatt. à 2 Viol., A. et B. op. 1 (Wien) und Lettre en prose l’Heloise et Abeillard pour Clavessin et Violon (Paris, 1793) bekannter geworden.
12Dupierge, Felicien Tiburce Auguste, französischer Violinvirtuose, geboren am 11. Apr. 1784 zu Courbevoye bei Paris, war auf seinem Instrumente und in der Composition ein Schüler seines Vaters und bis 1815 Mitglied des Orchesters der Pariser Opéra comique. In dieser Zeit siedelte er nach Rouen über, wo er Musikunterricht ertheilte. Seinen Compositionen wird von seinen Landsleuten viel Gutes nachgerühmt. Sie bestehen in Violin-Concerten, Duo-Sonaten für Violine und Clavier, Solostücken, Duos für zwei Violinen u. s. w., die im Druck erschienen sind, ebenso eine Violinschule.
14Dupius, Sanders, englischer Tonkünstler, geboren 1733 zu London, machte tüchtige musikalische Studien zunächst als Königl. Kapellknabe bei Gates, dann bei Travers, die ihn befähigten, die Doctorwürde zu erwerben. Im J. 1779, als Dr. Boyce starb, wurde D. als Componist und Organist, dann als Musikkdirektor bei der königl. Kapelle angestellt. Er schrieb und veröffentlichte zahlreiche Compositionen für Orgel, für Clavier, für Harfe und für Gesang. Besonders bekannt machte ihn die Composition und die Aufführung einer grossen Trauermusik zu Ehren Händel’s.
16Dupla (sc. proportio oder ratio, lat.), d. i. das Verhältniss des Doppelten zum Einfachen, z. B. 2 : 1, 4 : 2 u. s. w. Als Intervall bezeichnet es die Octave. — D. sexquialtera, ein Verhältniss zweier Zahlen, von welchen die grössere Zahl die kleinere zweimal und ausserdem noch einen aliquoten (ohne Rest aufgehenden) Theil derselben enthält, z. B. 5 : 2, 10 : 4 u. s. w. D.’s. ist auch der Name für eine in alten Orgeln häufig, jetzt aber gar nicht mehr vorkommende Terzstimme. — D. superbipartiens, Verhältniss zweier Zahlen, von welchen die grössere die

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