Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 283

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1kleinere zweimal, ausserdem aber noch einige, nicht aufgehende Theile enthält, z. B. 8:3, 12:5 u. s. w.
3Duplessis. Unter diesem Namen kommen zwei französische, in Paris lebende Operncomponisten vor, von deren Lebensverhältnissen man nichts Genaues mehr weiss. Der ältere führte in Paris 1734 seine Oper »Les fêtes nouvelles« auf und der jüngere ebendaselbst 1800 eine ebensolche, betitelt: »L’amour, enchainé par Diane.«
5Duplicatio (lat.), die Verdoppelung zunächst in Bezug auf die Intervalle (s. Verdoppelung) dann aber auch in Betracht von Kirchengesängen, wo der Ausdruck eine Manier bedeutet, welche in der Verdoppelung der vorletzten Note des Gesanges besteht, im Falle nämlich diese höher liegt, als die Schlussnote selbst.
7Dupont, Auguste, gediegener belgischer Pianofortevirtuose und trefflicher Componist, geboren am 9. Febr. 1828 zu Ensival in der Provinz Lüttich, wurde zuerst von seinem Vater, einem anerkannten, tüchtigen Musiker, im Clavierspiel unterrichtet und musikalisch gut vorbereitet auf das Conservatorium zu Lüttich gebracht, wo er sich besonders unter Jalheau’s Leitung weiter ausbildete. Nach Vollendung seiner Studien, seit 1844, lebte er in seinem Heimathsorte, Unterricht ertheilend und eifrig fort arbeitend. Im J. 1850 besuchte er auf erfolgreichen Concertreisen Brüssel, England und Deutschland und legitimirte sich auch in jeder anderen Beziehung so vortheilhaft, dass ihm 1853 das Brüsseler Conservatorium eine der Professorstellen für Pianoforteunterricht antrug, die er annahm und noch jetzt bekleidet. Seit 1856 unternahm er noch weitere Kunstreisen nach Holland, Frankreich, Deutschland u. s. w. und fand überall die ehrenvollste Anerkennung. Nicht minder bedeutend ist D. als Componist; für seine hohe Begabung und vorzügliche Durchbildung legen Streichquartette, Claviertrios und Sonaten, Etüden, Salonstücke u. s. w. für Pianoforte ein günstiges Zeugniss ab.
9Dupont, F. A., trefflicher holländischer Violinist und gründlicher und geschickter Componist, geboren 1822 zu Rotterdam, wo er auch seine erste musikalische Ausbildung erhielt. Zur Vollendung seiner Studien begab er sich 1843 an das neu gegründete Conservatorium in Leipzig, wo er während dreier Jahre mit dem besten Erfolge den Unterricht Mendelssohn’s in der Composition und den Ferd. David’s im höheren Violinspiel genoss. Hierauf trat er in seinem Vaterlande als Componist von grossen Orchester- und Vocalwerken in vortheilhafter Weise hervor, begab sich sodann nach Deutschland, lebte 1857 und 1858 längere Zeit in Hamburg und trat 1862 (wie schon 1856 in Linz) in die Funktion eines Theater-Kapellmeisters in Nürnberg. Dort und später in Warschau und Moskau hat er sich als Dirigent einen ausgezeichneten Ruf erworben. Die meisten seiner Werke sind, wohl ihres bedeutendeu Umfangs wegen, Manuscript geblieben, obwohl ein preisgekröntes Claviertrio und Quartett sein grosses Talent ausser Zweifel stellten. Eine Oper von ihm »Bianca Siffredi« ist mit Beifall 1856 in Linz zur Aufführung gelangt.
11Dupont, Jean Baptiste, französischer Violinist und Componist, war von 1750 bis 1773 einer der besten Violinisten im Orchester der Pariser Oper und hat verschiedene seiner Arbeiten durch den Druck allgemeiner bekannt gemacht, so: »Principes de Musique« und »Principes de Violon«, Abhandlungen in Frage und Antwort, ferner zwei Violinconcerte über Opernarien.
13Dupont, Pierre, französischer Volksdichter und Componist, geboren 1821 in der Nähe von Lyon, war anfangs Seminarist, dann Schreiber bei einem Notar, hierauf Bankcommis und endlich Laureat der Akademie, als welcher er sich bei der Redaktion des grossen Lexicons der französischen Akademie betheiligte. Musikalisch bekannt ist er als Dichter und Componist zahlreicher beliebt gewordener ländlicher Oden, die er voller Natur und Gemüth auch zu singen wusste. Er starb am 26. Juli 1870 zu St. Etienne…
15Duport, zwei Brüder, ausgezeichnete und hochberühmte französische Violoncellisten, die ihren Ruf weithin getragen haben. Der ältere, Jean Pierre, D. war zu Paris am 27. Novbr. 1741 geboren und verdankt seine Ausbildung zu enormer Virtuosität seinem Lehrer Bertaut, dem berühmten Gründer der französischen Violoncelloschule. Aufsehen erregte D. 1761, wo er sich im Pariser Concert spiri-

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