Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 309

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

9 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 303. See the scan on archive.org.

1Nach seiner Rückkehr ging er in Verbindung mit dem Abbé de Voghi, welcher den Text besorgte, an die ihm übertragene Aufgabe und veröffentlichte ein »Graduale romanum juxta ritum sacrosanctae romanae ecclesiae etc.« (Mecheln, 1848) und ein »Vesperale romanum cum psalterio ex antiphonali romano fideliter extractum etc.« (ebendas.). Beide Werke, nicht verbesserte, sondern nur leichthin veränderte und sogar corrumpte Ausgaben, riefen heftige Angriffe der Sachkenner hervor, die D. jedoch nicht verhinderten, in ganz gleicher Weise ein »Manuale chori ad decantandas parvas horas« (Mecheln, 1850), ein »Processionale ritibus romanae ecclesiae accomodatum« (ebendas., 1851), ein »Rituale romanum Pauli V.« (ebendas., 1854) und ein »Pastorale Mechliniense rituali rom. accomod. etc.« (ebendas., 1852) herauszugeben. Daneben liefen verschiedene auf seine und Anderer musikalisch-liturgische Arbeiten bezügliche polemische Schriften und endlich ein »Traité d'accompagnement du plain-chant par l'orgue d'après les règles des théoriciens du 13. et du 14. siècle«, eine Arbeit, die ebenfalls schwach und voller grober Irrtümer ist. one of two readings
2Nach seiner Rückkehr ging er in Verbindung mit dem Abbé de Voghi, welcher den Text besorgte, an die ihm übertragene Aufgabe und veröffentlichte ein »Graduale romanum juxta ritum sacrosanctae romanae ecclesiae etc.« (Mecheln, 1848) und ein »Vesperale romanum cum psalterio ex antiphonali romano fideliter extractum etc.« (ebendas.). Beide Werke, nicht verbesserte, sondern nur leichthin veränderte und sogar corrumpirte Ausgaben, riefen heftige Angriffe der Sachkenner hervor, die D. jedoch nicht verhinderten, in ganz gleicher Weise ein »Manuale chori ad decantandas parvas horas« (Mecheln, 1850), ein »Processionale ritibus romanae ecclesiae accomodatum« (ebendas., 1851), ein »Rituale romanum Pauli V.« (ebendas., 1854) und ein »Pastorale Mechliniense rituali rom. accomod. etc.« (ebendas., 1852) herauszugeben. Daneben liefen verschiedene auf seine und Anderer musikalisch-liturgische Arbeiten bezügliche polemische Schriften und endlich ein »Traité d'accompagnement du plain-chant par l'orgue d'après les règles des théoriciens du 13. et du 14. siècle«, eine Arbeit, die ebenfalls schwach und voller grober Irrtümer ist. one of two readings
4Duval, François, französischer Violinspieler, gestorben 1738 zu Paris, war der erste französische Componist, der gemäss italienischem Vorbilde, Sonaten für Violine gesetzt hat. Man besitzt davon im Ganzen sieben Bücher von ihm, die in Paris erschienen sind. Vgl. Boivius, Catal. von 1729.
6Duval, Mdme., eine gewandte französische Opernsängerin, Componistin und musikalische Schriftstellerin, die in den Jahren von 1720 bis 1760 als Mitglied der Pariser Oper sehr geschätzt war. Sie ist die Componistin des Ballets »Les génies«, das 1737 zur Aufführung gelangte und Herausgeberin der: »Méthode agréable et utile pour apprendre facilement à chanter juste et avec goût etc.« (Paris, 1741). Sie selbst starb im J. 1769 zu Paris.
8Duvernoy, französische Musikerfamilie, von der sich drei Mitglieder rühmlich hervorgethan haben. — Frédéric D., geboren am 16. Octbr. 1765 zu Montbéliard, war ein ausgezeichneter Hornvirtuose, der seine sehr bedeutende Fertigkeit auf diesem Instrumente und sogar auch die Composition ganz ohne Lehrer erlernt hat. Im J. 1788 war er als Mitglied des Orchesters der Comédie-italienne in Paris angestellt und wurde bei der Gründung des Pariser Conservatoriums zum Professor für die Hornklasse berufen, ein Amt, das er bis 1815 versah. Gleichzeitig war er erster Hornist der Grossen Oper. Er hatte einen sehr schönen und edlen Ton und eine vorzügliche Vortragsart, doch verschmähte er es, die höchsten und tiefsten Töne des Instrumentes in Anspruch zu nehmen. Von ihm rührt auch die Bezeichnung Cor mixte (s. d.) her und für dasselbe hat er auch eine als gut anerkannte Schule geschrieben. Componirt hat er 12 Concerte, 3 Quintette für Horn und Streichinstrumente, Trios für Horn, Violine und Violoncello, Duos für zwei Hörner und für Clavier und Horn, endlich Sonaten, Etuden, Solos u. s. w. für Horn. D. starb zu Paris am 17. August 1838. — Sein jüngerer Bruder, Charles D., geboren 1766 zu Montbéliard, war trefflicher Virtuose auf der Clarinette, deren Behandlung er von einem Militär-Musikmeister erlernt hatte, welcher ihn selbst auch bei einer Regimentskapelle unterbrachte. Im J. 1790 begab sich D. nach Paris, wo er erster Clarinettist im Orchester des Théâtre de Monsieur, später am Théâtre Feydeau wurde. Im J. 1824 wurde er pensionirt und starb am 28. Febr. 1845 zu Paris. Wie sein Bruder war er übrigens einer der allerersten Professoren des neu gegründeten Pariser Conservatoriums trat aus dieser Stellung aber schon im J. X der Republik zurück. Von seinen, Compositionen erschienen Sonaten für Clarinette mit Bassbegleitung und Varationen für zwei Clarinetten. — Sein Sohn, Henry Louis Charles D., geboren am 16. Nov. 1820 zu Paris, erhielt eine vorzügliche musikalische Bildung. Neun Jahr alt wurde derselbe in das Conservatorium gebracht und studirte daselbst nicht weniger als 16 Jahre hindurch fast alle Zweige der Tonkunst, besonders Clavierspiel bei Zimmermann, Contrapunkt und Fuge bei Halévy. Im J. 1848 wurde D. selbst Professor einer Elementarklasse dieses Instituts und versah gleichzeitig Organistenstellen an mehreren protestantischen Bethäusern. Componirt und

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