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Scan 329
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870
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1und wurde 1676 von dort nach Zittau als Organist und Musikdirektor berufen, woselbst er am 6. December 1680 verstarb.
3Edelsberg, Philippine von, treffliche deutsche Bühnensängerin, geboren 1835 in München, machte sich zuerst auf Kunstreisen als gute Pianistin bekannt, widmete sich aber dann in Rücksicht auf ihre schöne, volltönende Altstimme dem Theater und war bis 1867 bei der königl. Oper in Berlin engagirt. Später sang sie an amerikanischen Bühnen und dann von 1870 bis 1872 am königl. Theater in Brüssel. Für die Frühjahrssaison 1873 ist sie am Scala-Theater in Mailand engagirt. Sie besitzt einen vorzüglich entwickelten Musiksinn, eine gute gebildete Stimme und bedeutendes Darstellungstalent, Eigenschaften, die sie zu einer sehr verwendbaren Sängerin machen. Auch in der Composition von Pianofortestücken und Liedern hat sie sich nicht ohne Glück versucht.
5Eder, Anton, ausgezeichneter deutscher Musiker, starb am 16. Decbr. 1813 in Wien als k. k. Hofpauker. Seine geistlichen Compositionen waren sehr geschätzt und Messen von ihm werden noch jetzt aufgeführt.
7Eder, Karl Kaspar, deutscher Violoncellovirtuose und Componist, geboren 1751 im Baierischen, studirte die Composition bei Köhler und Lang und wurde in der Kapelle des Kurfürsten von Trier als Violoncellist angestellt. Auf verschiedenen Kunstreisen durch Deutschland fand er grossen Beifall. Er hat 2 Sinfonien und 1 Quintett, ferner für Violoncello 20 Solostücke, 3 Duos, 2 Trios und 14 Concerte componirt.
9Eder, Philipp, Pianist und Componist zu Wien um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts, veröffentlichte seit 1803 Variationen, Rondos und Tänze seiner Composition für Clavier, trat aber seit 1807 nicht mehr hervor. — Seine Tochter, Josephine E., geboren 1816 in Wien, bildete sich bei Karl Czerny zu einer vorzüglichen Pianistin aus und machte mehrere sehr erfolgreiche Kunstreisen durch Deutschland. Im J. 1843 liess sie sich in Kassel nieder.
11Edgegumbe, Graf Mount, eifriger englischer Musikfreund, geboren um 1752 zu London, ist der Verfasser eines Buches, betitelt: »Musical reminiscence of an old amateur etc.«, welches 1838 in dritter Auflage erschien.
13Edinthonius, Jean, berühmter französischer Lautenist, der um 1603 in Paris lebte und eines grossen Ansehens genoss.
15Edling, Johann, ein vorzüglicher deutscher Clarinettist und gefälliger Componist für sein Instrument, geboren 1754 zu Falken bei Eisenach, war herzogl. Weimar’scher Kammermusicus und starb als solcher schon im J. 1786. Ausser Concerten für Clarinette hat er im Manuscript noch mehrere Sinfonien und die Musik zu Bertuch’s Trauerspiel »Elfriede« (1790 zu Berlin im Clavierauszuge erschienen) hinterlassen.
17Edlinger, Thomas und Joseph Joachim, Vater und Sohn, in Prag ansässige Lautenmacher, haben sich nach Baron’s Unters. des Instruments der Laute S. 96 sehr rühmlich bekannt gemacht, besonders nachdem sie eine Reise nach Italien gemacht hatten. Das Geschäft blühte besonders um 1720. Den Instrumenten des Sohnes gab man vor denen des Vaters allgemein den Vorzug. Gestorben ist Joseph E. (der Sohn) am 30. Mai 1748 zu Prag.
19E-dur (ital.: Mi maggiore, französ.: Mi majeur, engl.: Mi major) ist diejenige Durart (s. Dur), welche auf dem Tone E ihren Sitz hat, und deren Grundton die Durleiter von E aufweist. Diese Grundtöne weichen von denen der C-durleiter durch Erhöhung der f, g, c und d geheissen Klänge um einen Halbton ab, weshalb sie fis, gis, cis und dis benannt werden, was in der Notenschrift durch Vorsetzung eines Kreuzes (s.d.) vor der entsprechenden Note gekennzeichnet wird. Da diese Versetzungszeichen bei der Notirung von Tonstücken in E-dur aus Sparsamkeitsgründen stets gleich hinter dem Schlüssel zu Anfang jeder Notenreihe aufgezeichnet werden, so sagt man gewöhnlich, E-dur hat vier Kreuze vorgezeichnet, und zwar, indem man die allmähige Folge des Erscheinens derselben im Quintencirkel (s. d.) als Nennungsweise anwendet: fis, gis, cis und dis, nach welchem letzten Kreuze der Grundton erscheint, wonach die Tonfolge in E-dur sich folgender-
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