Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 349

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1Conservatorium berufen und wirkte zugleich als Orchestermitglied am dortigen ständischen Theater. Von seiner Lehrtüchtigkeit zeugen zahlreiche treffliche Schüler, die er gebildet hat. Componirt hat er Mancherlei, jedoch ist nur Weniges davon in weiteren Kreisen bekannt geworden.
3Eisert, Johannes, trefflicher Violoncellist, geboren 1775 in Georgenthal bei Rumburg, war als Kammermusiker in der Hofkapelle zu Dresden angestellt. — Sein Sohn, Johannes E., geboren 1810 zu Dresden, erhielt seine höhere musikalische Ausbildung in Wien und trat daselbst während eines fortgesetzt mehrjährigen Aufenthaltes als ungemien fertiger Orgelspieler und gründlicher Tonkünstler in die Oeffentlichkeit. Von dort her wurde er als Hoforganist nach Dresden zurückberufen und wirkte in diesem Amte bis 1864, wo er starb. Seine Compositionen bestehen in Orgelwerken, die meist in Wien erschienen sind und von denen besonders die Fugen als ebenso kunstvoll gearbeitet wie melodisch besonders beachtenswerth gelten dürfen.
5Eisfeld, Theodor, einer der tüchtigsten und gediegensten deutschen Tonkünstler der Vereinigten Staaten von Nordamerika, gleich ausgezeichnet als Pianist, Violinist und Theoretiker, wurde 1816 zu Wolfenbüttel geboren und legte den Grund seiner umfassenden Musikbildung in Braunschweig. Dort ertheilte ihm auch Karl Müller einen gründlichen Violin-Unterricht, während später Reissiger in Dresden E.'s Ausbildung in der Compositions- und Harmonielehre vollendete. Schon 1840 erhielt E. einen Ruf als herzogl. nassauischer Kapellmeister nach Wiesbaden, woselbst er jedoch nicht lange verblieb und einen Studienaufenthalt in Paris nahm. Dort wurde er auch Orchesterchef der sogenannten »Concerts Vivienne«. Auch diese Stellung gab er bald auf und bereiste nun Italien, den Gesang gründlich studirend und vielfache Auszeichnungen von Akademien und Gesellschaften entgegennehmend. Im J. 1848 siedelte er nach New-York über und erwarb sich innerhalb 10 Jahre als kenntnissreicher Musiker, Lehrer und Dirigent die allgemeinste Anerkennung und Hochachtung. Auf einer Reise 1858 nach Europa begriffen, verunglückte er mit der vom Brand zerstörten »Austria«, gehörte aber zu den wenigen glücklich Geretteten. In Folge dessen besuchte er erst 1866 auf längere Zeit seine Heimath wieder, von wo zurückgekehrt, er in New-York seine angesehene Stellung wieder einnahm.
7Eisner, Karl, einer der hervorragendsten deutschen Waldhornvirtuosen dieses Jahrhunderts, geboren am 19. Juni 1802 zu Pulsnitz in der Lausitz, erhielt seine Ausbildung in der Heimath und ging in seinen Jünglingsjahren nach Russland, wo er Kammermusiker der kaiserl. Kapelle wurde, in welcher Stelle er verblieb, bis er 1836 pensionsberechtigt wieder in das Ausland gehen durfte. Er machte nun eine grössere, sehr erfolgreiche Kunstreise, die ihn über Wien nach Dresden brachte, wo er 1838 als erster Hornist in die königl. Kapelle berufen wurde. Ferienreisen führten ihn noch oft in andere Städte und verbreiteten seinen Virtuosenruf durch ganz Deutschland. Sein Ton war voll, rund und schön, seine Fertigkeit, besonders in Bezug auf Passagen bewundernswerth. Auch als Componist hat er sich in mehreren seiner im Druck erschienenen Compositionen von durchaus vortheilhafter Seite gezeigt.
9Eisrich, Karl Traugott, vorzüglicher deutscher Pianist und Violinist, sowie trefflicher Liedercomponist, geboren um 1776 zu Baireuth, lebte als Musikdirektor in Riga und war in den genannten Eigenschaften hochgeschätzt.
11Eitner, Robert, verdienstvoller Tonkünstler und Musikgelehrter, geboren am 22. Octbr. 1832 zu Breslau, zeigte von früher Jugend an bedeutende Anlagen für Clavierspiel und Composition. Nach Absolvirung der wissenschaftlichen Bildung auf dem Gymnasium zu St. Elisabeth in Breslau, nahm sich der Domkapellmeister Moritz Brosig des hoffnungsvollen Jünglings an, und unter strenger Zucht und gänzlicher Zurückgezogenheit musste er 5 Jahre hindurch den wissenschaftlichen Musikstudien obliegen. Im J. 1853 siedelte E. nach Berlin über, wo die Sorgen um eine gesicherte Existenz vorläufig seine volle Thätigkeit in Anspruch nahmen. Erst nach einigen Jahren, nachdem er sich dort als Musiklehrer

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