Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1hauptet. Er war der Erste, der die für alle Zeiten sehr beachtenswerthe Einrichtung in seiner Gemeinde traf, dass an den grösseren gottesdienstlichen Gesängen nur gebildete Stimmen theilnehmen durften.
3Cyterák, Alois, Pianist und Componist, geboren am 19. Novbr. 1826 in Prag, besuchte dort das Gymnasium und studirte Philosophie. Diese Laufbahn verliess er im J. 1847 und wandte sich der Musik zu. Unter Alex. Dreyschock bildete er sich zum tüchtigen Pianisten und unter W. Tomaschek zum Componisten heran. Nach beendeten Klavierstudien wirkte er im J. 1851 mehrmals in Conzerten mit und veranstaltete auch selbstständige Conzerte in Prag. Im J. 1852 folgte er einem Rufe nach Siebenbürgen und konzertirte in Ungarn, Siebenbürgen und der Walachei mit äusserst günstigem Erfolge. Von dort zurückgekehrt, machte er eine Kunstreise durch Böhmen und Sachsen, wo sein solides und ausdrucksvolles Spiel überall Anklang fand. Seit dieser Zeit lebte er in Prag, mit Composition und Musikunterricht beschäftigt. Neben zahlreichen Klaviercompositionen modernen Styles schrieb er auch Compositionen ernsteren Inhaltes und grösseren Umfanges, namentlich zwei Sonaten für Klavier (D-moll, C-dur), ein Andante und Rondo für Klavier und Violoncell (H-moll), ein Trio für Klavier, Violine und Violoncell (H-moll), Introduction und Rondo für Klavier und Orchester (F-dur), Conzert für Klavier mit Orchesterbegleitung (F-moll), so wie einige Lieder auf Texte von E. Ebert, Goethe und Heine. Seine Compositionen zeichnen sich durch Formgewandtheit und Erfindung aus. M-s.
5Cyther, s. Zither.
6Czakan*), s. Stockflöte.
7Czapek, L. E. (eigentlich Čapek), Musikpädagog und Componist, geboren in Böhmen, wirkte in den Jahren 1830—1835 als Klavierlehrer in Wien und beschäftigte sich dabei mit Composition. Er schrieb viele Klavierstücke, welche insgesamt einen Musiker von Talent, Phantasie und Kenntniss seines Faches bekunden. Unter seinen 60 Werken verdienen besonders seine grosse Sonate (Op. 32), seine Fantasien (Op. 39 u. 40), seine Polonaise (Op. 38), Variationen (Op. 9 u. 56), Caprice (Op. 27), Allegro für Piano und Violoncell (Op. 5), Duetto für Piano und Violine (Op. 24), zwei Divertissements für Piano und Flöte (Op. 14 u. 25), Romanze für Piano und Violine (Op. 41) und das anziehende Lied »Heimath« (Op. 20) angeführt zu werden; denn sie zeichnen sich durch Ausdruck, Schwung und Geschmack aus. Wann er geboren und gestorben ist, konnte man bis jetzt nicht ermitteln. M-s.
9Czarth, Georg, auch Schardt, Zarth und Zart geschrieben, trefflicher Violinist und Componist, geboren 1708 zu Deutschbrod in Böhmen, erhielt von Jos. Timmer und Ant. Rosetti Unterricht im Violinspiel und von Biarelli auf der Flöte. Nachdem er als Musiker vollständig ausgebildet worden war, trat er in die Dienste des Grafen von Pachta in Wien, wo er sein Verhältniss jedoch so drückend fand, dass er sich mit seinem Freunde Franz Benda, der in einer ähnlichen Lage war, verband und heimlich über Breslau nach Warschau entfloh. Nach abenteuerlichen Wechselfällen fand C. Anstellung in der Kapelle des Grafen Suchaczewski, in welcher er bis 1733 verblieb, in welchem Jahre er königl. polnischer Kammermusiker wurde. Aber schon im folgenden Jahre folgte er einer Einladung seines Freundes Fr. Benda und trat in die Kapelle des Kronprinzen Friedrich von Preussen in Rheinsberg. Mit derselben siedelte er auch 1740 bei der Thronbesteigung des Kronprinzen nach Berlin über, wo er als königl. Kammermusiker bis 1760 blieb. Zu dieser Zeit erhielt er eine noch vortheilhaftere Anstellung an der kurfürstl. Kapelle in Mannheim, welcher er als Violinist bis zu seinem Tode angehörte. Sein Todesjahr wird übrigens verschieden angegeben; Lippowski nennt 1774, Schilling 1780, wogegen sich in Forkel's »Musikalischen Almanach« von 1782 unter den Mitgliedern der kurfürstl. Hofkapelle zu Mannheim noch ein Violinist Georg Zardt aufgeführt findet. Als Componist für Violine und für Flöte stand C. zu seiner Zeit in hohem Ansehen und seine Conzerte, Soli, Duos, Trios u. s. w. circulirten in zahlreichen Abschriften und waren sehr beliebt. Erschienen davon sind nur sechs Flöten-Conzerte (Paris,
11*) Die Artikel, welche man unter Cz vermisst, suche man weiter unten unter Č.

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