Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 524

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1hat er in dessen Auftrage zu dem Bunsen'schen Allgemeinen evangelischen Gesang- und Gebetbuch zum Kirchen- und Hausgebrauch (Hamburg, 1846) bearbeitet und herausgegeben: »Vierstimmiges Choralbuch zum Kirchen- und Hausgebrauch« (Berlin, 1847), welches Werk auf 38 Seiten eine sehr lesenswerthe sachkundige Einleitung des Bearbeiters enthält. Ferner veröffentlichte er in Gemeinschaft mit Ludw. Erk: »(150) Vierstimmige Choralsätze der vornehmsten Meister des 16. und 17. Jahrhunderts« (Essen, 1845), worin sich auch neue Choralmelodien von F.'s Composition befinden. Schöberlein's Schatz des liturgischen Chor- und Gemeindegesangs (3 Bde., Göttingen, 1864—1868) verdankt F. viele Beiträge, ebenso lieferte er den Zeitschriften Cäcilia, Euterpe, Zimmermann's Darmstädter Schulzeitung und A. Diesterweg's Rheinischen Blättern Aufsätze über Kirchengesang. Endlich erschien noch als selbstständige grössere Schrift von ihm: »Ueber einige Interessen der älteren Kirchenmusik« (München, 1853).
3Fillet, Jacob, kaiserl. Kammermusiker in Wien, der 1727 als im Pensionsstande befindlich in den Listen der Wiener Hofkapelle aufgeführt wird.
5Filomarino, Fabrizio, vorzüglicher neapolitanischer Lautenist, den Capaccio 1634 in seinem Werke »Forastiero Giornata« I. p. 7 erwähnt. †
7Filpen nennt man das fistulirende Ueberblasen mancher Orgelstimmen, welches entsteht, wenn unbeabsichtigt Pfeifen nicht den Ton, den sie ihrer Grösse nach geben müssten, sondern einen höhern Aliquotton (s. d.), die Oktave, Decime oder Duodecime, hören lassen, was man, wenn es beabsichtigt geschieht, entsprechender Ueberblasen, Uebersetzen oder Ueberschlagen (s. d.) nennen sollte. Dies F. geschieht leicht, wenn der Kern (s. d.) der Pfeife etwas zu hoch eingesetzt ist, oder wenn bei eng mensurirten Pfeifen der Wind zu stark gegen den Aufschnitt (s. d.) getrieben wird, oder wenn das Oberlabium (s. d.) verbogen ist. 2.
9Filtz, Anton, tüchtiger Violoncellist und Instrumental-Componist aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, war um 1763 in der Mannheimer Capelle 1. Violoncellist und starb als solcher 1768 in frühen Jahren. Er erfreute sich auch als Componist eines bedeutenden Rufes. Seine hinterlassenen gedruckten Werke, nämlich: sechs Symphonien für acht Stimmen, op. 1; sechs Klaviertrios mit Violine und Bass, op. 2 und sechs Violintrios, op. 3; nicht minder seine Manuscritpe (verschiedene Concerte für Violoncello, Flöte, Oboe und Clarinette, sowie viele Duos und Solos für Violoncello) sind hervorragende, von vollkommener Reife zeugende Schöpfungen, die den frühen Heimgang F.'s sehr bedauern lassen.
11Filum (latein.) eigentlich der Faden, dann die Saite; auch der senkrechte auf- oder abwärtsgehende Strich (lat. virgola, franz. queue) an der Note. F. ferreum war ehemals die technische Benennung der Stimmkrücke bei den Orgelrohrwerken.
13Filz, ein durch Walken von Wolle, Baumwolle oder Haaren bereiteter Stoff, findet in der Neuzeit, besonders im Pianofortebau starke Verwendung, doch fast ausschliesslich nur aus Wolle gefertigter, selten der aus Hasenhaaren. Im Handel kennt man englischen, französischen und leipziger F. von verschiedener Farbe, besonders weiss, grau, blau, grün und roth, der gewöhnlich in bis 1 Meter langen und breiten Tafeln von der verschiedensten Dicke gearbeitet ist; von diesen Fabrikaten wird letzteres in Deutschland am meisten gefordert. Ueber die Verwendung des F. theilt der Artikel Befilzen das Nothwendigste mit. 2.
15Fin (franz.), s. Fine.
17Finalcadenz bezeichnet im Allgemeinen den letzten Schluss in der Haupttonart am Ende eines Satzes oder Tonstücks, in der Regel also einen Ganzschluss, mitunter auch einen Halbschluss (s. Ganzschluss, Halbschluss, Trugschluss); oder im Besonderen die in Instrumentalconcerten von den Solisten auf der gegen das Ende des Satzes hin gebräuchlichen Fermate eingelegte Fantasie. S. Concert und Fermate.
19Finalclausel, s. Clausula finalis.!
21Finale (ital.) ist in seiner Hauptbedeutung der letzte Satz eines cyclischen Instrumentalwerks (s. Cyclische Formen), also der Suite, Sonate, Sinfonie, Partite, des Concerts, oder auch das Schlussstück eines Opernakts. — In ersterer

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