Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 542

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1boren um 1540 zu Ferrara, erwarb sich schon als kleiner Knabe seines schönen Gesanges wegen den Beinamen »L'angioletto«. In sorgfältiger Art in der Musik ausgebildet, wurde er Kapellmeister des Herzogs Alphons II. von Ferrara und veröffentlichte als solcher mehrere Sammlungen von Messen, Motetten, Psalmen und Madrigalen. Einzelne Stücke von ihm enthält auch die Sammlung »Il lauro verde, Madrigali a 6 voci, composti da diversi eccelentissimi musici« (Venedig, 1586 und Antwerpen, 1591).
3Fiorino, Gasparo, italienischer Componist aus Rossano im Neapolitanischen, hat 1574 und 1577 (Lyon) zwei Bücher drei- und vierstimmiger Canzonetten alla Napoletana herausgegeben.
5Fiorito (ital.), verziert und Fioritur, s. Fioretta.
7Fioroni, Giovanni Andrea, einer der vorzüglichsten italienischen Kirchencomponisten des 18. Jahrhunderts, geboren 1704 zu Pavia, erhielt seine musikalische Ausbildung in Neapel und war dort, wie es heisst, 15. Jahre lang Schüler Leo's. Als Kapellmeister wirkte er im weiteren Verlaufe seines Lebens an einer Kirche zu Como, zuletzt am Dom zu Mailand und starb im J. 1779. Für seine Tüchtigkeit sprechen Messen, Vesperrn für acht reale Stimmen und viele andere Kirchenwerke seiner Composition, die sich im Domarchiv zu Mailand, sowie sein »Veni sancte spiritus a due cori con due Organi«, »Invenit David, Offertorium in missa sancti Ambrosii a 5 voci« und »Christus factus est a 4 voci«, welche Werke sich im Manuscriptenschatze der Hofbibliothek zu Wien befinden.
9Fiottole (ital.), abgeleitet von fiotto, d. i. die Fluth, die Welle, ist die nicht allgemein gebräuchliche Bezeichnung für Schifferlied, Barcarole.
11Firnhaber, J. C., tüchtiger deutscher Clavierspieler, geboren in Hildesheim um 1750, lebte als Musiklehrer und Componist zumeist zu St. Petersburg und veröffentlichte zwei Clavierwerke, jedes mit drei Divertissements von Violine und Violoncello (Berlin, 1779); ferner fünf Claviersonaten mit obligater Violine und eine Sonate für vier Hände, op. 3 (Frankfurt, 1784), Arbeiten, die voller Seltsamkeiten und harmonischer Ungereimtheiten sein sollen.
13Fis (ital.: fa diesis, franz.: fa dièse, engl.: f sharp) ist der um einen Halbton erhöhte f genannte Klang unseres Tonsystems, der als Zeichen seiner Erhöhung vor seinem sonstigen Notirungszeichen ein Kreuz (s. d.) vorgesetzt erhält, und dessen Name durch Verbindung des den Urklang benennenden Sprachtons f mit der Erhöhungssylbe (s. d.) is gebildet worden ist. Dieser fis zu nennende Klang ist von c aufwärts der siebente in der diatonisch-chromatischen Folge, steht zu demselben als übermässige Quarte in dem Verhältniss 32 : 45 und muss eigentlich auch zu d als dessen Terz im Verhältniss von 4 : 5 und zu h als Quint e 2 : 3 stehen, wird also jenachdem bei Modulationen Veranlassung zu geringen Klangverschiebungen geben müssen, wie selbige in Bezug auf den ais (s. d.) genannten Klang eingehender erörtert worden sind. Man nennt die siebente diatonisch-chromatische Stufe von c ab aufwärts auch wohl ges (s. d.). Der so genannte Klang steht genau berechnet zu c in dem Verhältniss von 45 : 64, und ist somit in der That von dem fis genannten verschieden. Der geringe Höhenunterschied beider Klänge hat jedoch in der Praxis dazu geführt, dass man bei Tasteninstrumenten nur einen Klang, den der gleichtemperirten Tonfolge, für beide in Anwendung bringt, weil das Ohr durch diese Ausführung nicht verletzt wird. Bei Streichinstrumenten tritt jedoch, der Schreibweise gemäss ein wirklicher Unterschied ein, der bei grossen Instrumenten (Violoncello, Bass) selbst dem Auge kenntlich zu werden vermag, weshalb eine richtige Schreibweise dieser Töne den Componisten nicht genug anempfohlen werden kann.
15Fisch, William, einer der ausgezeichnetsten Oboevirtuosen, geboren um 1775 zu Norwich, hat sich zugleich durch zahlreiche, noch jetzt geübte Compositionen um die Literatur seines Instruments verdient gemacht.
17Fischel, Julius, ein reich begabter Dilettant, geboren um 1810 zu Königsberg, studirte bei Spohr in Kassel das höhere Violinspiel und die Composition mit trefflichem Erfolge und lebt als Kaufmann zu Berlin. Seine Violincompositionen,

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