Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 66

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1Dalla Bella, italienischer Contrapunktist aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, dessen Arbeiten, ohne hervorragend zu sein, Geschicklichkeit und manchen kühnen Zug aufweisen. Die Wiener Hofbibliothek besitzt an Manuscripten D.'s: »Missa brevis«, »Missa funebre a 4 voci«, ein Salve regina, ein Kyrie e gloria, Te deum, Veni creator u. s. w.
3Dallans, Ralph, berühmter Orgelbauer zu London, aus dessen Werkstatt sehr viele Orgeln für englische Kirchen hervorgingen; die vorzüglichsten derselben sollen im neuen Collegium und in der Musikschule zu Oxford sich befinden. D. starb im Februar 1672 zu Greenwich, wie Hawkins in seiner »Geschichte der Musik« Bd. IV, S. 357 berichtet.
5Dallery, Charles, geschickter französischer Orgelbauer, geboren um 1710 zu Amiens, war zuerst Bötticher, wurde aber später, seiner Neigung und Befähigung folgend, Orgelbauer, als welcher er sich durch Einrichtung vieler praktischer und sinnreicher Verbesserungen sehr verdient machte. Von seinen Arbeiten zeichnete sich in dieser Beziehung besonders das für die Abtei Anchin gelieferte, dann in der Kirche St. Pierre in Douai aufgestellte grosse Werk aus. Wann D. gestorben, ist nicht bekannt. — Sein Neffe und Schüler, Pierre D., geboren zu Buire-le-See bei Montreuil-sur-Mer am 6. Juni 1735, hat sich ebenfalls durch viele vorzügliche Orgelwerke berühmt gemacht. Näheres über seine Werke findet man unter dem Artikel Clicquot.
7Dalloglio, Domenico und Giuseppe, richtiger wohl d'Alloglio geschrieben, zwei Brüder, treffliche italienische Virtuosen, der erstere und ältere als Violinist, der letztere als Violoncellist. Geboren in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts zu Venedig (nach Einigen jedoch nur Giuseppe, während Domenico aus Padua sein soll), traten sie 1735 in die kaiserliche Kapelle zu St. Petersburg, wo sie bis 1764 blieben, in welchem Jahre sie in ihre Heimat zurückzukehren beabsichtigten. Doch gelang dies nur dem jüngeren Bruder; Domenico starb auf der Rückreise vom Schlage getroffen unweit Narwa. Giuseppe trat weiterreisend in Warschau bei Hofe auf und wurde vom König von Polen mit einer diplomatischen Mission bei der Republik Venedig betraut. Dort 1765 angekommen, starb er im J. 1771. Beide Brüder waren auch als Componisten überaus geschätzt, besonders Domenico, der ausser Violin-Soli und Conzerten auch Sinfonien u. s. w. geschrieben hat.
9Dallum, Robert, ein aus Lancaster gebürtiger, weit gereister Orgelbauer, 1602 geboren und 1665 zu Oxford gestorben. Mehr über ihn findet man in Anton a Wood »Histor. et Antiqu. Univers. Oxoniensis« lib. 2, S. 155.
11Dalrymple, Anna Maria, geborene Harland, eine ausgezeichnete englische Dilettantin, welche in der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu London lebte und sich besonders durch die Einführung der sogenannten Tischharfe in England bekannt machte. Sie starb im J. 1786 zu London.
13Dal segno (ital.), vom Zeichen an, in der Abkürzung d. s. geschrieben, siehe Segno.
15Dalvimare, Martin Pierre, eigentlich d'Alvimare geheissen, corrumpt auch Delvimare oder gar d'Alvincars geschrieben, ein ausgezeichneter französischer Harfenvirtuose, wurde 1770 zu Dreux im Departement Eure-et-Loire geboren und stammte aus einer vornehmen Familie, die unter den Revolutionswirren mit ihrem Vermögensstande so zurückkam, dass D. die früher aus Liebhaberei eifrig betriebene Kunst als Erwerbszweig benutzen musste. Er ging als Harfenist nach Paris und erregte dort ausserordentliches Aufsehen, sodass man behauptete, er habe niemals in Frankreich einen ebenbürtigen Rivalen gehabt. Im J. 1800 wurde er Mitglied des Orchesters der Grossen Oper, einige Jahre später das der Privatkapelle des Kaisers Napoleon und 1807 erhielt er den Titel eines Solospilers der Kaiserin Josephine. Doch entsagte er 1812, nachdem er sich ein ausreichendes Vermögen erworben hatte, ganz der Kunst und zog sich, um so wenig wie möglich an Musik und seine Laufbahn erinnert zu werden, nach Dreux zurück, wo er noch 1836 lebte. Für die Harfe hat er zahlreiche Sonaten, Variationen, Fantasien u. s. w. geschrieben, ausserdem aber

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