Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1870

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1einem Männerchor mit Begleitung von Orgel und Blasinstrumenten debütierte. Um sich bei F. Ries und Schelble als Pianist und Componist noch zu vervollkommnen, ging er nach Frankfurt a. M. und von dort nach einiger Zeit, um einen Musikverein und eine Liedertafel zu leiten, als Musikdirector nach Kreuznach. Als Director der philharmonischen Gesellschaft wurde er 1837 nach Potsdam berufen und übernahm daselbst auch den Gesangverein für Opernmusik. Die Conzerte, welche er mit diesen Kräften, verstärkt durch Berliner Künstler, veranstaltete, machten besonders 1839 bis 1840 von sich reden. In Berlin selbst trat er 1843 als Pianist öffentlich auf. Abgerechnet einen ganz kurzen Aufenthalt in Königsberg in der Eigenschaft als Musikdirector blieb er bis 1845 in Berlin und siedelte dann nach St. Petersburg über, wo er sich als Pianist, Musiklehrer und musikalischer Kritiker eine sehr geachtete und Vortheil bringende Stellung erwarb. Auf Reisen besuchte er Deutschland von dort aus häufig und liess sich alsdann auch öffentlich hören; bei einem Aufenthalte in Frankfurt a. M. veranstaltete er Vorlesungen über Geschichte der Musik. Von 1862 bis 1870 nahm er in gleicher Eigenschaft wie in St. Petersburg seinen festen Wohnsitz in Paris. D. ist ein vortrefflicher Klavier- und Orgelspieler und auch als Componist sehr gewandt und erfahren. Er schrieb die unter seiner Leitung auch aufgeführten Oratorien »Deborah« (1836), »Die Geburt Jesu« (1839) und »Tobias«, ferner Cantaten, Psalme, drei Hefte Choralgesänge für vier Männerstimmen (Hannover, 1839), endlich Ouvertüren, ansprechende und wohlklingende Lieder und zahlreiche Stücke für Pianoforte, bestehend in Fantasien, Rondos, Märtschen u. s. w., die im flüssenden, wenn auch nicht gerade tiefer gehenden Salonstil verfasst sind. — Auch die Gattin B.'s, eine geborene v. Feyglin, ist eine treffliche Pianistin und geschmackvolle Componistin von Klaviersachen und Liedern.
3Damen, der, ein deutscher fahrender Sänger, s. Hermann der Damen.
5Damen, Johann Andreas, auch mitunter Dahmen geschrieben, ein geschickter Violoncellist und Componist für sein Instrument, geboren um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Holland, unternahm viele Conzertreisen und lebte um 1794, am Drurylane-Theater angestellt, in London. Später (1796 und 1797) hat er sich auch in Süddeutschland öffentlich hören lassen. Er hat Violoncell-Sonaten und Duette, so wie Streich-Trios und Quartette geschrieben, die zu ihrer Zeit in Ansehen standen.
7Damenisation nennt man die von Graun eingeführten, jedoch niemals zu allgemeinerer Anwendung gekommenen Sylben zum Solfeggiren: da-me-ni-po-ta-la-be (s. Alphabet und Solmisation).
9Dames, Louis, Gesangscomponist, um 1815 geboren und durch ansprechende und wohlklingende Lieder und Duette bekannt, lebt als Jurist in Halberstadt.
11Damiani, Francesco, auch d'Amiani geschrieben, rühmlich bekannter italienischer Sänger, auch Gesangscomponist, war in Italien geboren und ausgebildet, gelangte aber erst 1800 von London aus zu seinem grossen Rufe. In Paris, wo er 1801 sang, vermochte er nicht in ähnlicher Weise wie in England Aufsehen zu machen, eben so wenig 1805 und 1806 in Italien, wo er in mehreren Operntheatern auftrat. Seitdem ist er als verschollen zu betrachten. Componirt hat er zwei- und mehrstimmige Notturnos und Gesänge mit Begleitung von Harfe oder Pianoforte. In England waren besonders seine von ihm mit grosser Virtuosität gesungenen Variationen über »God save the king« berühmt.
13Damianus, ein gelehrter Prämonstratenser-Mönch in dem Kloster zu Ninove in Flandern ungefähr 1190, war auch in der Musik sehr bewandert; derselbe componirte auf die Märtyrer Cornelius und Cyprianus ein Officium, das noch im vorigen Jahrhundert von den Mönchen des gedachten Klosters gesungen wurde. Näheres über ihn findet man in Sander's »De script. Fland.« S. 46.
15Damianus, Scipio, gestorben 1472 als Bischof von Asti, hat nicht nur die Chor-Gesangschulen gründlich reformirt und nach neuen Principien eingerichtet, sondern auch für Aufstellung von Orgeln in den Kirchen kräftig gewirkt. Ihm wird auch die Einführung der Currende (s. d.) genannten Strassen-Singchöre zugeschrieben.
17Damm, Friedrich, deutscher Componist und Musiklehrer, geboren am 7. März

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